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Turnteam-Linden behauptet sich mit 45:35 Punkten gegen den Tabellenführer aus Frankfurt

Hannes Drescher an den Ringen
Hannes Drescher an den Ringen
Linden | - tolle Heimkulisse mit 350 Zuschauern, dramatischer Verlauf und spannende Duelle bis zum Schluss -

Die Stadthalle Linden war wieder Austragungsort des zweiten Heimwettkampfes des Turnteams Linden und mit 350 Zuschauern noch besser besucht als bei der Heimpremiere. Die bisher noch ungeschlagenen Turner aus Linden empfingen den Spitzenreiter Eintracht Frankfurt. Die Stärken der Gäste lagen eindeutig am Boden und Sprung. Deshalb galt es für das Turnteam Linden gleich zu Beginn den Rückstand am Boden so gering wie möglich zu halten.

Hier gelang es aber nur Topscorer Lasse Gauch zwei Punkte gegen die souverän turnenden Frankfurter zu ergattern. Alle anderen Akteure zeigten gute Leistungen, hatten aber gegen die Kaderturner keine Chance. Der Rückstand mit 2:12 hielt sich dennoch in Grenzen. Jetzt galt es die zuletzt guten Leistungen am Pauschenpferd zu wiederholen und Punkte aufzuholen. Lasse eröffnete das Gerät und zeigte wieder einmal seine Klasse. Er konnte erneut zwei Punkte verbuchen bevor Ha van Duc ebenfalls wichtige vier Punkte beisteuerte. Nun war Lokalmatador Martin Friedrich an der Reihe. Leider konnte er an diesem Wettkampftag die sonst gewohnt solide Leistung an seinem Lieblingsgerät nicht ganz abrufen. Er zeigte einige Unsicherheiten worauf er fünf Punkte abgeben musste. Harry machte seine Sache besser und konnte trotz Sturz ein Unentschieden sichern. Neuer Stand nach zwei Geräten 8:17.

An den Ringen startete Jonas Stüdemann, der unverständlicherweise auf eine sehr ordentliche Übung zu viele Abzüge erhielt und vier Punkte verlor. Als zweiter Turner für das Turnteam kam Hannes Drescher zum Einsatz, der seinen letztwöchigen „kleinen Aussetzer“ in Hannover ausbügeln wollte und sich extrem viel vorgenommen hatte. Nach einer starken Übung von Dominik Bettray musste er nachlegen und zeigte wieder eine tolle Show aus Kraft- und Schwungelementen an seinem Paradegerät. Absolut nicht nachzuvollziehen waren hier die Abzüge der neutralen Kampfrichter. Trotz Sturz des Kontrahenten aus Frankfurt erhielt Hannes lediglich einen Punkt. Unverständlich war die Wertung auch für die Zuschauer – unter ihnen auch etliche „Insider“, die dies lautstark zum Ausdruck brachten. Von der umstrittenen Kampfrichterwertung ließen sich die beiden nachfolgenden Turner Ha und Harry nicht aus der Ruhe bringen. Sie zeigten schöne, hochwertige Übungen und steuerten gemeinsam neun Punkte für das Lindener Scorekonto bei. Nach dieser Aufholjagt stand es plötzlich nur noch 18:21.

Jonas Stüdemann an den Ringen
Jonas Stüdemann an den Ringen
Nach der Pause galt es nun wieder den sehr starken Sprüngen um Jugendnationalturner Kevin Wittig Stand zu halten. Dies gelang einmal mehr durch Lasse, der mit seinem Yuchenko als einziger zwei Punkte festhalten konnte. Tolle Sprünge zeigten auch Harry Owen und Tim Pfeiffer, die beide sehr hohe Wertungen auf ihre Tsukaharas mit ganzer Schraube erhielten. Doch beide wurden von den Frankfurter Turnern überboten. Hannes Drescher wollte erstmals seinen neuen Sprung zeigen, den er aber noch nicht in den Stand bringen konnte. Neuer Stand 20:31.

Am Barren zeigten die Turner um Kapitän Till Schäller nun ihre Klasse. Hannes begann die Aufholjagd gegen Kevin Wittig mit zwei Score-Punkten, gefolgt von Lasse mit vier Punkten. Dann wurde es dramatisch, als der Frankfurter Tim Schneider seine Übung sturzbedingt durch eine Fingerverletzung abbrechen und nicht mehr fortsetzen konnte. Zehn Score-Punkte gingen dabei an die Gastgeber, auf eine Art und Weise, die auch Trainer Kay Drescher bedauerte. Nach diesem Sturz zeigte Harry eine beeindruckende Übung, die er mit einem Doppelsalto rückwärts gebückt in den Stand beendete. Damit steuerte er zwei weitere Punkte zum Stand von 38:31 bei. Wieder einmal hatte es sich gezeigt, wie schnell sich im Turnen das Blatt wenden kann.
Ha van Duc an den Ringen
Ha van Duc an den Ringen

Mit der Führung von sieben Punkten gingen die Athleten zum abschließenden Reckturnen. Leider begann Harry mit einem Sturz in der Übung, was den Verlust von drei Score-Punkten zur Folge hatte. Jonas machte es besser und musste mit seiner sehr eleganten Übung nur einen Punkt abgeben, bevor wieder Lasse souverän vier Punkte holen konnte. Nun lag das Turnteam vor der letzten Übung sieben Punkte in Führung und Ha konnte somit mit hohem Risiko turnen. Der sogenannte Katchev, ein Rückgrätschen über die Stange, konnte er im Einturnen mehrere Male nicht an die Stange bringen, aber in seiner Übung gelang es ihm. Er krönte den Abschluss mit weiteren drei Punkten zum Endstand von 45:35 Punkten und war zudem Top-Scorer des Tages. Unter ohrenbetäubendem Lärm der tollen Kulisse liefen alle Turner der Lindener zusammen und jubelten über den erkämpften Sieg gegen die Favoriten aus Frankfurt.

Licht und Schatten. So lautet das Fazit dieses spannenden Wettkampftages. Mit allem Respekt für die schwierige Situation von ehrenamtlichen Kampfrichtern und deren Einsatz müssen dieses Mal die Qualität
Harry Owen bei einem Kraftteil
Harry Owen bei einem Kraftteil
der Wertungen und deren extrem lange Entscheidungsprozesse kritisiert werden. Es spricht schon für sich, wenn der Wettkampf fast eine Stunde länger dauert als ein anderer und das sonst disziplinierte Publikum mehrfach mit Pfiffen, Buhrufen und sonstigen Unmutsäußerungen reagiert. Es wirkt sich zudem kontraproduktiv auf die Motivation der Turner und der Begeisterungsfähigkeit des Publikums aus und steuert so der mühevollen und gelungenen Arbeit der Organisatoren entgegen, Turnen aus seiner sportlichen Randposition zu holen. Positiv zu erwähnen ist dagegen aber immer wieder die fantastische Heimkulisse in der Lindener Stadthalle, die mittlerweile in der gesamten Liga für Gesprächsstoff sorgt und eine unglaubliche Unterstützung für die Turner bedeutet. Wenn man bedenkt, dass man bei Auswärtswettkämpfen manchmal auf keine 40 Zuschauer trifft, kann man verstehen, warum solche wertvollen Siege in Linden vor dem heimischen Publikum möglich sind. Trotz Siegesfeier bis in die frühen Morgenstunden stand die Mannschaft übrigens am Sonntag schon wieder für ein Schauturnen „auf der Matte“.

Das Turnteam hat jetzt noch zwei wichtige und schwierige Wettkämpfe vor sich. Am 10. November geht es in Bochum gegen den neuen Tabellenführer und am 17. November trifft man am letzten Wettkampftag um 16:00 Uhr in Linden auf die Mannschaft von der TG-Saar II.

Hannes Drescher an den Ringen
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Jonas Stüdemann an den Ringen
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Ha van Duc an den Ringen
Ha van Duc an den Ringen 
Harry Owen bei einem Kraftteil
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Harry Owen am Barren
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Die Freude ist groß nach dem Sieg
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Das Turnteam-Linden
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