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Sparen ist nicht immer im Sinne der Bürger

Hier war bis vor kurzem ein wunderschönes Rosenbeet!
Hier war bis vor kurzem ein wunderschönes Rosenbeet!
Linden | Die Stadt Linden hat, wie weitere 12 Städte und Gemeinden in Hessen, in diesem Jahr den "Spar-Euro" gewonnen. Eine Auszeichnung für besondere Projekte die der Stadtkasse, und somit auch dem Steuerzahler, eine Menge Geld sparen. Ein guter Gandanke und eine Auszeichnung die auch andere Kommunen zum "Sparen" anregt und interesante Projekte ins Leben ruft.

Leider ist sparsames Haushalten mit Steuergelden nicht immer gut für die Bürger. Die Stadt Linden zum Beispiel spart sein geraumer Zeit stark bei der Pflege und Gestaltung der Grünanlagen. So wurden in einem Park an der Ludwigstraße gnadenlos wunderschöne Rosenbeete einfach "niedergemäht". Vermutlich weil der jährliche Rückschnitt und die Unkrautentfernung Zeit und Geld kosten. Es wurde versucht die Rosenbeete mit Rasen einzusähen, aber Rosen sind zäh und suchen sich wieder einen Weg an die Oberfläche.
Auch die Vegetation bepflanzter Grünstreifen wurden einfach beseitigt und durch schlichten Rasen ersetzt. Die Beete die sonst wunderschön farbig geblüht haben sind jetzt einem Einheitsgrün mit Reifenspuren gewichen. Dort wo das Gras allerdings nicht sein sollte,
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da wächst es seit geraumer Zeit ungehemmt: Auf den Parkwegen, zwischen den Gehwegplatten der Bürgersteige und in den Wassergossen der Straße, zumindest dort wo die Stadt selbst für die Reinigung und Pflege verantwortlich ist. Der Bürger selbst ist jedoch laut Satzung der Stadt angehalten einmal wöchentlich die Gasse vor seinem Haus zu kehren und unkrautfrei zu halten!

Leider hat der "Spar-Wahn" der Stadt auch gefährliche Seiten. Parkbänke werden einfach abgebaut und nicht ersetzt wenn sie in die Jahre kommen. Oder es werden gar nur die kaputten Holzplanken entfernt. Übrig bleiben morsche Hölzer mit gefährlichen hochstehenden, spitzen und rostigen Schrauben. Und das an Stellen, an denen auch viel Kinder und besonders Jugendliche die Sitzgelegenheiten nutzen.

Sparen auf Teufel komm raus ist nicht immer im Sinne der Bürger.

Hier war bis vor kurzem ein wunderschönes Rosenbeet!
so wie auch hier...
das Gras wächst dort wo es eigentlich nicht hingehört
so wie auch hier...
ein ehemals "bunter" Grünstreifen...
Hier war mal ein Parkbank...
..die Schrauben wurden einfach abgesägt...
Verkommener "Bankrest"
...mit gefährlichen Schrauben...
so auch hier...
städtischer Gehweg

Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.828
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.10.2012 um 00:36 Uhr
Danke für Ihren Beitrag Herr Linde. In der Tat kann man auch in den falschen Bereichen sparen. Vielleicht war das mit der Schuldenbremse doch nicht so gut. Und vielleicht sollte man doch mal überlegen, ob die Milliarden für die Banken und Finanzmarktspekulanten wirklich so sinnvoll angelegt sind? Oder ob es so viele Milliarden für die Rüstung und Kriege braucht? Oder ob man nicht das Geld lieber in die kommunale Infrastruktur (hierzu zählen neben den von Ihnen genannten Beispielen v.a. auch Schwimmbäder, Kindergärten, etc.) oder in die Bildung stecken sollte.
Martin Wagner
2.106
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.10.2012 um 12:48 Uhr
Sehr geehrter Herr Linde.

Sie schrieben:

"Leider hat der "Spar-Wahn" der Stadt auch gefährliche Seiten. Parkbänke werden einfach abgebaut und nicht ersetzt wenn sie in die Jahre kommen. Oder es werden gar nur die kaputten Holzplanken entfernt. Übrig bleiben morsche Hölzer mit gefährlichen hochstehenden, spitzen und rostigen Schrauben. Und das an Stellen, an denen auch viel Kinder und besonders Jugendliche die Sitzgelegenheiten nutzen. "

Ich habe mir dazu ihre Bilder angesehen. Ich denke hier ist dringender Handlungsbedarf. Die Schrauben z.B. schauen doch glatt 4 bis 5 Zentimeter raus - Verletzungsgefahr ohne Zweifel.

Ich würde - erlauben sie mir die Empfehlung - an ihrer Stelle mich mit einem Email (mit einem Link zu ihrem Artikel) an die Stadtverwaltung wenden und einfach eine angemessene Frist zur Behebung der Beschädigungen bzw. Beseitigung der Gefahrenstellen (3 Werktage dürften reichen ...) setzen.

Sollten nach Ablauf der Frist sich Nichts getan haben würde ich eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten und zwar direkt gegen die Stadt. Ich denke dann endlich kommen "die in die Gänge".
Christian Momberger
10.828
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.10.2012 um 23:55 Uhr
Guter Tipp Martin. Aber ob das alleine hilft! Die Ursachen für den (vermeintlichen) Sparzwang sind doch völlig andere, und die sollte man anprangern und bekämpfen! Oder etwas nicht?
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von:  Gebhard Linde

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