Bürgerreporter berichten aus: Linden | Überall | Ort wählen...

So viele reden über Freiheit...

Linden | Die Bevölkerung dieses Deutschlands liebt die Freiheit wohl nicht mehr oder weniger als die Menschen anderer Länder - und anderer Zeiten.
Und auch wir Kulturschaffenden brauchen Freiräume für unsere Arbeit so dringlich, wie wir uns freie Menschen wünschen als Genießende unserer künstlerischen Werke.
Wir stellen aber fest, dass es auch Freiheitsprediger gibt, mit deren Zielen wir uns nicht einverstanden erklären können:

Unsere Freiheit wächst, wenn unsere Arbeitsplätze nicht aus Profitgründen vernichtet werden dürfen.
Eure Freiheit bedeutet, dass unsere Freiheit vor dem Betriebstor aufhört.

Unsere Freiheit wächst, wenn Eltern gut schlafen können ohne Sorge darum, ihren Kindern aus Geldmangel keine gesunde Ernährung bieten zu können.
Eure Freiheit bedeutet Bildungsgutscheine für Kinder und Leistungskürzungen für Familien.

Unsere Freiheit ist auch der Traum, dass irgendwann alle Menschen auf der Welt jeden Tag satt werden.
Eure Freiheit bedeutet den Raub der Bodenschätze dieser Erde und den Hungertod von täglich 30.000 Kindern.

Unsere Freiheit wächst, wenn Theater, Bibliotheken, Schulen und Bäder bleiben.
Eure Freiheit bedeutet, dass Ihr weiterhin die Banken und Unternehmen schmiert und ihnen auf unsere Kosten uneingeschränkt die Zockerei gestattet.

Mehr über...
Der Autor hat diesem Beitrag leider keine Tags (Stichwörter) zugeordnet!
Unsere Freiheit wächst, wenn Migrantinnen und Migranten mit Menschenwürde und Respekt behandelt werden.
Eure Freiheit bedeutet Abschieberegeln, Integrationsprüfungen und Diskriminierung.

Unsere Freiheit wächst mit der Erfüllung des Versprechens, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgeht.
Eure Freiheit bedeutet Kriegseinsätze der Bundeswehr mit Beteiligung an der Ermordung unschuldiger Menschen.

Unsere Freiheit wächst mit der demokratischen Mitgestaltung aller gesellschaftlichen Verhältnisse.
Eure Freiheit ist der Abbau von Bürgerrechten und Polizeigewalt.

Unsere Freiheit wächst, wenn das sofortige Verbot der NPD und aller neonazistischen Organisationen durchgesetzt ist.
Eure Freiheit bedeutet die Bespitzelung von Demokraten und Nazigegnern.

Unsere Freiheit wächst, wenn wir keine Angst vor existenzieller Unsicherheit im Alter haben müssen.
Eure Freiheit bedeutet die Abschaffung der Rente und des Sozialstaats.

So viele Freiheiten.... Eure wollen wir nicht.

TEXT von den Künstlerinnen und Künstlern gegen Rechts
http://www.unruhestiften.de

Kommentare zum Beitrag

Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 21:37 Uhr
Gut philosophiert, dann geh mit gutem Beispiel voran Stefan! Haha, aber wie? Du nennst hier keinen einzigen konkreten Vorschlag!

Am Eingang deines träumerischen Textes schreibst du: Die Bevölkerung dieses Deutschlands liebt die Freiheit...

Und was ist mit dir? Weiß ich nicht, kenn dich nicht.

Ich zum Beispiel bin gewählter Werkstattrat gewesen. Zwar nicht unter den ersten Drei, jedoch Nachrücker. Zu Beginn war ich immer bei den Werkstattratssitzungen mit dabei. Den Vorsitzenden gefiel nicht, dass ich mich immer für Dinge einsetzte, die außer zuviel Klopapier in der Toilette verbrauchen betraf, für Dinge, die elementar für unsere Arbeiter sind wie Lohnerhöhung, Bildung einer Gewerkschaft, Gleitzeit usw.. Also alles Dinge, wo der Chef hätte zurück stecken müssen, von seiner Macht abgeben und uns Arbeitern mehr Freiheit abgeben hätte müssen.

Die Folge war, dass sie die Regel einführten, dass nur noch die ersten drei, mit den meisten Stimmen gewählten Werkstatträte mit zu den Sitzungen durften. Außerdem hatte ich keinen Einblick mehr in die Werkstattsratssitzungsprotokolle sowie Zugang zum Werkstattbüro und dem PC dort.

Da habe ich mir gesagt: So nicht, ich möchte nicht auf einer Liste stehen: Thomas Schlumpp (15 Stimmen) Werkstattrat. Wie sagt man, als bloße Nummer in einer Statistik erscheinen mit keiner Möglichkeit zur Mitgestaltung der Werkstatt und bin ausgetreten mit der Option mich bei der nächsten Wahl wieder aufstellen zu lassen.

Dieser Prozess geschah schleichend, ohne großes Aufsehen. Die anderen Mitarbeiter wurden nicht informiert. Es war eine stille Exekution. Zur Anmerkung: Die ersten beiden gewählten Werkstatträte sind im Privatleben beides bibelgläubige Christen.

Stefan, so jetzt du: Ich glaube du kannst mir aus Deinem Leben bestimmt einen ähnlichen Fall berichten. Würde mich freuen. lg
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 22:15 Uhr
Danke Stefan, dass Du diesen wirklich guten und zutreffenden Aufruf hier veröffentlicht hast! Die Forderungen des Textes sind voll und ganz berechtigt und sie verdienen es, möglichste weite Verbreitung zu finden!

Und zu Ihrem Vorfall Herr Schlumpp. Sehr interessant. Nur schade, dass sie so einfach aufgegeben haben, anstatt eben die Sache öffentlich anzuprangern, die Geheimniskrämerei und Kungelei des Werkstattrates. Wenn jeder nur für sich kämpft sofort nach dem ersten Gegenwind aufgibt und/oder resigniert, dann kann das nie was werden. Es braucht eben eine langen Atem, eine breite Solidarität und eine sich daraus entwickelnde große Kampfkraft.
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 09.04.2012 um 22:37 Uhr
Hier noch ein passendes Lied zu meiner Aussage:
http://www.youtube.com/watch?v=6rmw3mpU_Y4
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.04.2012 um 22:38 Uhr
Nur mal zur Klarstellung Thomas = dies ist ein Text der "Künstlerinnen und Künstler gegen Rechts". Ich selbst könnte nicht so gut "philosophieren" :-))

Ich habe kein Problem damit etwas aus meinem Leben zu berichten, nur wen sollte das interessieren?
Nehmen wir den Text als Anhaltspunkt, damit wir nicht vom Thema abschweifen? = gut, ich bin aktiv in der Gießener Friedensinitiative... bin ver.di Vertrauensmann und Personalratsvorsitzender, mit dem Verbrauch von Klopapier habe ich mich - und meine Personalratskolleginnen und -Kollegen - noch nie beschäftigt :-)) .... gegen Nazis gehe ich auf die Straße und gegen den Alltagsrassismus wehre ich mich...
Ein mieses Beispiel? = sicher, das hat jede(r) parat, wer sich davon jedoch ins Bockshorn jagen lässt, resigniert oder nur bei den anderen die Schuld sucht "ach, keiner versteht mich....", der wird nicht weit kommen...
Konkret? = ja, was ist das für ein Scheiss-Tarifabschluss jetzt im öffentlichen Dienst, und landauf - landab versuchen viele Gewerkschaftsfunktionäre dies auch noch als Erfolg zu verkaufen und schön zu reden... und? Trete ich deshalb aus der Gewerkschaft aus, mache ich einen auf Besserwisser oder beleidigt, so nach dem Motto "bringt alles nix, hab` ich`s euch nicht schon immer gesagt....". Nee, Mund abwischen, weiter geht`s, immer auf die Kolleginnen und Kollegen bauen, dann wird`s schon werden!

Trotzdem noch die Frage = wo ist der Text - ich habe wenig Widerspruch - träumerisch? Da solltest du jetzt mal konkret werden!?
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 13.04.2012 um 02:38 Uhr
Wie gesagt: Ich habe keine Lust nur als Statistik im Werkstattrat zu erscheinen. Für mich eine Art Demütigung. Auch eine Art des Widerstands: Mit mir nicht, zu zeigen, dass ich mit dieser Art von Paragraphengehabe nicht einverstanden bin. Wenn ich schon gewählt worden bin, dann möchte ich auch mitarbeiten. Warum das nur die dürfen mit den meisten Stimmen verstehe ich nicht.
Es war für mich aber keine Verabschiedung von meiner Arbeit die Werkstatt besser zu gestalten. Im Gegenteil, wenn eine Sache ansteht, gehe ich gleich zu den Verantwortlichen, telefoniere mit ihnen oder schreibe ihnen.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.04.2012 um 07:22 Uhr
Sehr gut Thomas, und dabei immer auf die Kolleginnen und Kollegen bauen, nie als Einzelkämpfer, dann wirst du weiter den richtigen Weg gehen.
Viel Erfolg dabei!
Michael Beltz
6.514
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.04.2012 um 12:53 Uhr
Um Solidarität zu erreichen, muss man mit anderen zusammen arbeiten und das ist der Beginn, sich zu organisieren. Werstattrat, Beriebsrat, Vertrauensleutekörper und letzten Endes in der Gewerkschaft. Auch bei allem Ärger nicht nur jetzt über den Tarifabschluss ( da auf der Gegenseite ebenfalls ein in ver.di organisierter Mensch saß, bleiben Fragen) bleibt der DGB mit seinen Einzelgewerkschaften immer noch das einzige Machtinstrument der Arbeiter und Angestellten.
Die Eisenbahner und Piloten sehen andere Interessenvertreter.
Das Wichtigste ist: nicht aufgeben.
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 15.04.2012 um 09:44 Uhr
Ja, ich weiß, Einzelkämpfer macht auch kein Spass, aber es ist unter 160 Arbeitern keiner da, der mitkämpfen möchte. Das ist ja das Traurige.

Ich habe schon öfters Blätter zu den verschiedenen Themen wie zum Beispiel die Gründung des Behindertenrates des Landkreises kürzlich. Und der Zettel hing gut 6 Wochen. Null Reaktion.

Aus den Gesprächen meiner Mitarbeiter konnte ich auch heraushören, dass die sich mehr für Themen aus den Mainstreammedien interessieren, als wie für deren persönlichen Rechte wie Lohnerhöhung usw.. Da ist kein Wille zur Veränderung, zur Verbesserung.

Die weiblichen Mitarbeiterinnen reden meistens über ihre Serien wie Verbotene Liebe oder was gerade an neuer Musik läuft.

Es ging sogar schon so weit, dass bei persönlichen politischen Diskussionen sie mir das Wort verbieten wollten und sich beim Chef beschwert haben. Die wollen das nicht hören, weil es ihr Gewissen anspricht und sie ja was ändern müssten, ihnen aber den Mut und die Konsequenz dazu fehlt.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.04.2012 um 20:53 Uhr
So ganz nehme ich dir das jetzt nicht ab Thomas, das würde jeder Erfahrung mit und unter Kolleginnen und Kollegen widersprechen!
Die Menschen sind nunmal so wie sie sind, man kann sich keine "schnitzen", so wie man sie gerne hätte.
Wenn mir etwas nicht gelingt, wenn ich es nicht schaffe meine Kolleginnen und Kollegen zu motivieren oder zu überzeugen, dann stelle ich mir die Frage = was habe ich falsch gemacht, und nicht "die Kollegen kapieren nichts".
Wenn die Kollegen sich für Themen aus den Mainstreammedien interessieren, dann kann man ihnen doch keinen Vorwurf machen, sie werden ständig berieselt, ihnen wird ständig gesagt was wichtig oder unwichtig sein soll in der Welt und in ihrem Leben. Genauso verhält es sich auch mit deinen Kolleginnen, vielleicht wollen sie sich nur ablenken, nach einem schweren Arbeitstag und schauen sich deshalb nur solchen "Mist" im Fernsehen an.
Das heißt doch nicht, dass sie nicht aufgeschlossen sind für Themen, die sie direkt betreffen, das wäre unlogisch. Man muss sie nur da abholen wo sie stehen, man darf nicht ungeduldig sein und auch nicht überheblich. Überzeugungsarbeit ist ein mühsames aber notwendiges "Geschäft", entscheidend ist immer das persönliche, kameradschaftlich, auf Augenhöhe geführte Gespräch, also = die Kleinarbeit! Man darf auch nicht zuviel auf einmal verlangen, Schritt für Schritt, und du wirst sehen, es wird funktionieren, da bin ich mir sicher!
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 15.04.2012 um 22:39 Uhr
Hab schon alles versucht. Auch mit Einladungen nach Hause zum gemeinsamen Essen und anderes. Ich glaube es liegt einfach daran, dass die meisten Psychopharmika schlucken müssen. Ihnen wird eingeredet, dass sie diese manipulierten Substanzen ein Leben lang nehmen müssen. Auch haben fast alle Psychiater als Ratgeber. Würden sie denen erzählen, sie sind politisch aktiv, wird ihnen das als "Hyperaktivität" oder sonstige negative Diagonose ausgelegt. Genauso auf religösem Gebiet: Religionspsychose/wahn und dgl.. Und davor schrecken viele zurück. Deshalb sind sie so mit sich selbst beschäftigt und sind froh, dass sie ihr Leben so grad geregelt bekommen und nicht in eine erneute "Krise" absacken.
Einem Mitarbeiter habe ich einen Antrag für den VDK mitgegeben, das war vor einem halben Jahr. Er hat ihn bis heute noch nicht eingereicht, obwohl das Grundsicherungsamt den vollen Mitgliedsbeitrag übernimmt, nur als ein weiteres Beispiel von vielen.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.04.2012 um 17:41 Uhr
Schwierig! Umso mehr bewundere ich, dass du nicht aufgibst Thomas. Ich will jetzt nicht weiter "kluge Ratschläge" geben, aber wenn du mit Einzelnen mal sprichst, auch um den Bezug zum Beitrag wieder hinzukriegen, und die Frage stellst = "Ist das die Freiheit, die du dir so vorstellst?"
Allen soll und muss geholfen werden, absolut notwendig, man muss aber auch wieder aus der Tretmühle raus, nicht in neue Abhängigkeiten geraten... nicht besonders konkret, ich weiss, aber vielleicht ein Ansatzpunkt?
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 17.04.2012 um 13:48 Uhr
Wenn wir wirklich Freiheit dauerhaft haben wollen, dann müssen wir die Autoritäten in den Ruhestand auf Lebenszeit versetzen, das fängt mit dem Kindergarten und der Schule an und hört bei der Arbeit auf.

Autoritäten= Freiheitsentzug/Fremdbestimmung/Selbstaufgabe.

Da wir diese "Autoritätenlaufbahn" alle hinter uns haben, wissen wir schon gar nicht mehr, was Freiheit ist. Ausgenommen die Milliardäre, die können sich alles erlauben, was sie öffentlich nicht frei tun können, tun sie im Geheimen.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.04.2012 um 19:55 Uhr
Ich bin kein Anarchist Thomas und deshalb auch kein Träumer, Regeln müssen meiner Ansicht nach sein, wer sie bestimmt und wer dann in wessem Auftrag als Autorität auftritt, das ist das Entscheidende. So kommen wir dann auch wieder zum Ausgangspunkt = unsere Freiheit oder ihre Freiheit? Freiheit für alle, die gibt es jetzt nicht und die wird es auch zukünftig nicht geben!
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.04.2012 um 21:42 Uhr
Stimmt Stefan. Klar Freiheit für alle wäre wünschenswert, ist aber nicht machbar. Daher kann ich Dir nur zustimmen.
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 18.04.2012 um 08:20 Uhr
Jeder Mensch ist ein Anarchist von Anfang an. Hier muss aber differenziert werden. Es gibt angeborene innere Regeln, wie zum Beispiel, dass eine Mutter mit ihrer Muttermilch versorgt und externe Regeln wie zum Beispiel die Pharmaindustrie, die aus Profitgründen sagen könnte: "Geben sie dem Baby unsere Milch, die ist besser, denn ihre Milch könnte Bakterien haben, die dem Baby schädigen könnte. Dieser Vergleich hinkt etwas, hoffe jedoch dass er verstanden mit, was ich aussagen möchte: Die totale "Regellosigkeit" gibt es nicht. Das ist Schwachsinn. Aber die innere Gesetzmäßigkeit, die innere Ordnung, die Regeln im Bezug auf das Miteinander hervorbringen. Ich denke da an die Tierwelt: Haben die äußere Gesetze, Paragraphen, Behörden, Polizei und all die Zwangseinrichtungen, die den Menschen versklaven? Sie leben genauso und organisieren sich untereinander. Jeder Vogel hat sein eigenes Revier, es gibt eine "Freßordnung" usw. und so fort. Bevor ihr mich als Träumer hinstellt, hört auf mir was vom Pferd zu erzählen, geht raus in die Natur und lernt von ihr. Sie hat uns alles mitgegeben (in uns gelegt) was wir zum harmonischen Miteinander unter uns Menschen brauchen.

Jedes noch so kleine Gesetz von einer "Autorität" von außen macht uns unfrei, unmündig, raubt uns unserer eigenen Möglichkeiten und Potentiale.

Genießt den Frühling und lauscht in eurer Inneres. Blessed be.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.04.2012 um 18:28 Uhr
Entweder habe ich dich nicht verstanden Thomas, oder du mich nicht, das Ergebnis bleibt das gleiche = wir schreiben an einander vorbei!
Der Mensch ist ein soziales, denkendes Wesen, die Gesellschaft besteht aus Schichten usw. usw. , und der Mensch unterscheidet sich sehr wohl von der Tierwelt!
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 18.04.2012 um 18:38 Uhr
Mag sein, dass er sich unterscheidet von der Tierwelt, ich sehe jedoch nur ein Faktum: Den Verstand. Es gibt Tiere, die haben eine intelligentere Sprache als der Mensch z.Bsp., Tiere die besser sehen als der Mensch, Tiere, die besser hören. Ansonsten ist der Mensch genauso wie das Tier, hat diese Stufe auch einmal in der Evolution durchlaufen, das Tier ist auch sozial, vll. sogar noch sozialer, der Mensch hat dieselben Instinkte wie der Mensch: Essen, Trinken, Schlafen, Fortpflanzung, Aggression.

Deine Schichten, die du ansprichst ist nichts weiter als eine fest gemauerte Hierarchie. Wie singt Pink Floyd: Ein weiterer Stein in der Mauer. Wir sind fest eingeschlossen durch Gesetze wie in einer Mauer, die keinen Spielraum weder nach oben, unten, rechts oder links zuläßt.
Die Spielregeln, wer wo seinen Platz in der Mauer hat, sind nicht angeboren, nein sie werden von der Finanzelite (Kirchen, Konzerne, Banken) vorgegeben. Wer in dieser Hierarchie aufsteigen möchte muss erst mal zum "Jasager" und "Gutmenschen" werden.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.04.2012 um 00:00 Uhr
Nee, die Schichten sind nicht festgemauert, alles ist in Bewegung, auch die Gesellschaftssysteme, die Geschichte, die Schichten ändern sich ständig ...wer sich heute als Kleinbürger relativ sicher fühlt, der findet sich morgen im Proletariat wieder....

Es geht nicht darum in der Hierarchie aufzusteigen, es geht darum diese Strukturen zu ändern, das was unten ist nach oben zu kehren....
Thomas Schlumpp
108
Thomas Schlumpp aus Gießen schrieb am 19.04.2012 um 21:03 Uhr
Ich meinte da die Rangordnung innerhalb des christlichen Systems. Zum Beispiel ist bekannt, dass schon der Schüler eines Professors oder Doktors sei es bewußt oder unbewußt die "bessere Abrichtung" des autoritäres Lehrers erfährt, da sich ja der der Chef (Rektor) des Lehrers und der Professor sich zufällig in Clubs wie Freimaurer, Lions und Rotary persönlich im Privaten begegnen. Zudem ist es oft so, so war es bei mir zuhause, wenn ich nach der Schule nach Hause kam zuerst die Arbeit im Stall oder auf dem Feld zu tun hatte. Man wurde einfach gebraucht. Der Sohn des Professors kann sich erst mal hinlegen und sich ausruhen, wenn er nach Hause kommt, denn sein Vater hat ja eine Haushaltshilfe, die alle anfallende Arbeit mit den Händen verrichtet. Der Sohn des Professors kann sein Leben also viel entspannter und gelassener angehen, hat mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, hat besseres Essen und so weiter und so fort.
Der nächste Punkt ist, dass sich reiche junge Menschen sich nie Sorgen machen müssen, dass sie eine Freundin für sich gewinnen. Schon wieder ein weiterer Vorteil. Ist doch ersichtlich, dass diejenigen, deren Eltern Haus, Vermögen und ein Auto haben die ersten sind, die verheiratet sind. Anscheinend sind diese Männer unter den deutschen Frauen sehr begehrt.

Wir sehen also, die Laufbahn eines Menschen ist im christlichen System schon vorprogrammiert und derjenige, der reiche Eltern hat, ist ganz klar im Vorteil. Derjenige, der in einem Hochhaus aufwächst wie in der Weststadt muss sich mit viel mehr Herausforderungen herum quälen wie der verwöhnte Sohn eines Professors. Das nimmt ihm die Zeit und Energie sich intellektuell mit dem Sohn des Professors auf einer Linie heran zu reifen. Und wer intellektuell überlegen ist, hat das Sagen in dieser "Gutmenschengesellschaft".
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

offline
Interessensgebiet: Linden
Stefan Walther
3.935
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
Internationalistisches Bündnis gründet Wählerinitiative
Die Kandidaten der Internationalistischen Liste / MLPD Wanja Lange...
Sonntagsschutz nicht aufweichen!
Pressemitteilung von ver.di Mittelhessen: „Es ist schon...

Veröffentlicht in der Gruppe

Bündnis gegen Rechts Gießen

Mitglieder: 25
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Über die Zerbrechlichkeit
"Liebe Freunde, gerade hab ich ein kleines Gedicht geschrieben, das...
Bernie Sanders zum Ausgang der US-Wahlen
Rein formal ist ja noch kein(e) Präsident(in) gewählt. Das besorgen...
Weiter Gruppe des Beitrags:

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.