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SPD Linden: Koch drückt sich um die Bilanz seiner Bildungspolitik

von Redaktion GZam 15.01.2009536 mal gelesen1 Kommentar
Linden | Im Rahmen einer Vorstandssitzung beschäftigte sich der SPD-Ortsverein Linden kürzlich mit der hessischen Bildungspolitik nach zehn Jahren Koch-Regierung. Diese fällt katastrophal aus. „Zum Bildungsland Nummer eins wollte der geschäftsführende Ministerpräsident unser Hessen machen. Seitdem ist Hessen in allen Rankings abgestürzt und belegt inzwischen bei wichtigen Vergleichsuntersuchungen im Konzert der Bundesländer ausschließlich Abstiegsplätze“, so der Ortsvereinsvorsitzende Matthias Spangenberg. Auf die brutalst mögliche Basta-Politikerin Karin Wolff folgte deren Kabinettskollege Banzer. Unter Banzer, von Koch fast schon als Schulmessias abgefeiert, hat sich die Stimmung an hessischen Schulen in der Tat leicht gebessert, aber nur, weil mit den Stimmen der linken Landtagsmehrheit die unsägliche Unterrichtsgarantie plus durch das Konzept der verlässlichen Schule ersetzt wurde und erste zaghafte Veränderungen bei G8 herbeigeführt wurden.
In kaum einem anderen Land der Welt hängt der Schulerfolg der Kinder so vom Geldbeutel der Eltern ab wie in Deutschland. Die Schaffung von Bildungsgerechtigkeit muss daher das oberste
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Ziel einer modernen Bildungspolitik sein. Das schafft Aufstiegs- und Lebenschancen für die nächste Generation. Dazu bedarf es qualifizierter Angebote für frühkindliche Bildung und großer Anstrengungen gerade in den Grundschulen. Aber gerade beim Verhältnis der Grundschüler pro Grundschullehrer ist Hessen Schlusslicht aller Bundesländer.
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Immerhin auf Platz 14 im nationalen Vergleich der 16 Bundesländer schafft es Hessen bei der Internationalen Grundschul-Leseuntersuchung IGLU. Als schlechtestes Flächenland lässt Hessen bei der IGLU-Studie immerhin die Stadtstaaten Hamburg und Bremen hinter sich. Erschreckend ist allerdings die Tatsache, dass sich die Schülerinnen und Schüler aller Bundesländer bei IGLU verglichen mit der letzten Erhebung verbessern konnten – außer den hessischen. Der Kultusminister nahm es gelassen. „Banzer hält die IGLU-Studie offenbar für einen Vergleich von Fischstäbchen. Anders ist es kaum zu erklären, dass er dieses schlechte Abschneiden Hessens im Bundesvergleich mit der Auswahl der falschen Kinder und der falschen Schulen durch die IGLU-Tester abtun möchte. Der Zukunftsfähigkeit Hessens erweist er damit einen Bärendienst“, so Spangenberg.
Aber warum braucht Hessen überhaupt so viele gute Schüler, wenn sich nach der Wiedereinführung von Studiengebühren demnächst ohnehin nur noch Kinder aus begüterten Elternhäusern ein Hochschulstudium leisten können? Eine Politik, die Zehnjährige in hermetische Schulformen selektiert und im Anschluss an die Schulzeit die nächste, finanzielle Hürde vor das Hochschulstudium setzt, entspricht offenbar dem bürgerlichen Weltbild des Ministerpräsidenten, dem als einzigem Sohn eines hessischen Justizministers beste Entfaltungsmöglichkeiten in die Wiege gelegt wurden.
Hessen braucht das sozialdemokratische Haus der Bildung mit kleineren Klassen, mehr Lehrern, individueller Förderung, längerem gemeinsamen Lernen und echten Ganztagsschulen. Es braucht eine moderne Bildungspolitik nach skandinavischem Vorbild mit mehr gut ausgebildeten jungen Menschen und mehr Bildungsgerechtigkeit. Die SPD Linden hofft, dass die Wähler das beim Urnengang bedenken.

Kommentare zum Beitrag

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D. Theiß aus Lich schrieb am 15.01.2009 um 14:36 Uhr
Ich zitiere: nach der Wiedereinführung von Studiengebühren, wer will Sie denn wieder einführen?
Glauben sie denn die CDU wäre so verlogen wie die SPD? Wenn die SPD nichts außer Panikmache kann und nichts aus ihren Fehlern gelernt hat, dann ist es sehr gut um die kleineren Parteien bestellt, Fehler machen und Fehler eingestehen und daraus lernen das zeigt Charakterstärke aber nicht was ein paar einzelne Genossen tun und sich auch noch damit in der Öffentlichkeit wichtig tun, das hat auch was mit Charakter zutun aber ???
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