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Rottweiler können Freunde für´s Leben sein

von Ralf Paulam 04.01.20091542 mal gelesen9 Kommentare
Linden | ADRK Bezirksgruppe Hüttenberg e.V. für Rottweiler in Hessen gegründet

(Hüttenberg, 04.01.2009)

Erster Vorsitzender und Ausbildungswart ist Ralf Paul, zum 2.Vorsitzenden wurde Marc Schauermann gewählt.
Das Amt des Kassierers und Schriftführers übernahm Dr. Susanne Lücker.
Jendrik Paul wurde das Amt des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit und Tierschutzangelegenheiten übertragen.
Als Zuchtwart wird Ralf Paul verantwortlich sein, der als Züchter mit seinem Zwinger „vom Schwingbach“ bereits erfolgreich mehrere Würfe in Hüttenberg gezüchtet hat.

Als Trainingsgelände dient der Übungsplatz „ In dem Rotlaub“ in Hüttenberg/Hochelheim.
Das Übungsgelände wird vom Hundeverein Hüttenberg e.V. zur Verfügung gestellt.

Die Übungsstunden finden jeden Mittwoch ab 17.00 Uhr und Samstag ab 14.00 Uhr statt und derzeit werden rund 15 Rottweiler in der neuen BG Hüttenberg e.V. ausgebildet.

Die BG bietet qualifizierte Unterstützung bei der Ausbildung der Hunde für das tägliche Zusammenleben im Privatbereich und in der Öffentlichkeit.

Vorrangig werden die Hunde im VPG-Sport (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) ausgebildet.
Mehr über...
Rottweiler (5)Hunde (464)ADRK (3)
Dieser Sport beinhaltet
1. Die Fährtenarbeit (hier muss der Hund eine von einer fremden Person getretene Spur von unterschiedlicher Länge absuchen und verlorene Gegenstände anzeigen)
2. die Unterordnung (Gehorsam, z.B. Bei Fuß gehen mit und ohne Leine, Apportieren eines Bringholzes, auf Kommando vorauslaufen, alleine abliegen, etc.)
3. den Schutzdienst (z.B. Finden, Stellen/Verbellen und Abtransportieren eines Scheintäters, hier lernt der Hund mit dem Schutzdiensthelfer um die Beute (den Schutzdienstärmel) zu streiten). Klarzustellen ist hier, dass der Hund nicht aggressiv oder scharf gemacht wird sondern der Schutzdienst die höchste Form der Unterordnung darstellt. Hier steht der Hund sehr hoch im Beutetrieb, er möchte spielen und kämpfen und muss trotzdem Gehorsam zeigen.

Diese Übungen werden dann als Prüfungen bei qualifizierten Richtern abgelegt.
Die 1.Herbstprüfung der BG-Hüttenberg e.V. fand am 18.Oktober 2008 statt.

Der 1.Vorsitzende und seine Mitstreiter müssen immer wieder viel Aufklärungsarbeit über diese wesensfeste Hunderasse leisten, die leider immer wieder in der Presse und Öffentlichkeit sehr negativ dargestellt wird.
„Aber wie sich Rottweiler verhalten, das hängt fast immer von
der Erziehung und dem Menschen am anderen Ende der Leine ab. Der Rottweiler ist kein Hund für Anfänger, er möchte mit Sinn und Verstand geführt werden. Sinnlose Kommandos wird er genauso wenig befolgen, wie brutales Handeln an sich selber dauerhaft dulden.
Wichtig ist, dass Kinder und mit Hunden unerfahrene Mitmenschen den korrekten Umgang mit fremden Hunden, egal welcher Rasse, lernen. Kinder, egal welchen Alters, sollten niemals unbeaufsichtigt mit Hunden umgehen, weder mit einem fremden Hund noch mit dem eigenen Hund.
Außerdem gehört ein Hund in belebter Umgebung immer an die Leine.
Zu rufen „der macht nichts“ oder hinterher, wenn er jemanden angesprungen hat, zu sagen „das hat er ja noch nie gemacht“, das hilft dem Mitbürger der Angst hat auch nicht weiter.
Wenn der Hund in Wald und Feld frei läuft und es kommen Personen entgegen, dann sollte man den Hund immer zu sich rufen, um ihn festzuhalten oder anzuleinen.
Die Mitmenschen werden es immer dankbar annehmen.
So lassen sich Unfälle vermeiden, die oftmals durch Fehlverhalten auf beiden Seiten ausgelöst werden.

Richtig gezüchtete und gut erzogene Rottweiler sind in ihrer Grundstimmung freundlich, friedlich und aufgeschlossen. Diese Rottweiler sind selbstsicher und haben so ein festes Nervenkostüm, das normale Alltagssituationen einfach akzeptiert werden und auch Ausnahmesituationen sie nicht aus der Ruhe bringen können.

Auffällige Rottweiler dagegen haben entweder gar keine oder eine falsche Ausbildung absolviert.
Die meisten auffälligen Rottweiler stammen aus unkontrollierten Zuchten, die nicht dem ADRK angehören.
Ein gegen Menschen oder Tiere aggressiver Rottweiler würde auf jeder Veranstaltung (Prüfung oder Ausstellung) des ADRK und VDH sofort disqualifiziert werden.
Diese Hunde haben keine Chance eine Prüfung zu bestehen oder einen Titel zu erwerben.

Der ADRK ist der alleinige Zuchtbuchführende Verein im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen).
Die Rottweiler des ADRK stammen aus kontrollierten Zuchtstätten. Der ADRK besitzt eine der schärfsten Zuchtbestimmungen im VDH. Diese Zuchtbestimmungen wurden geschaffen zum Wohle unserer Rasse und zum Schutz der Welpenkäufer und Rottweilerbesitzer.
Beide Elterntiere müssen eine bestandene Zuchttauglichkeitsprüfung des ADRK und eine bestandene Begleithundprüfung haben. Zusätzlich muss mindestens ein Elternteil eine VPG-Prüfung erfolgreich absolviert haben. Außerdem müssen Hüftgelenke und Ellenbogen geröntgt und als gesund eingestuft sein.

Unser Ziel ist es einen Hund mit höchster körperlicher und charakterlicher Leistungsfähigkeit zu züchten und auszubilden. Er muss gesund, belastbar, wesensfest, familienfreundlich und umweltverträglich sein. Unsere Rottweiler sind geeignet als Begleit-, Blinden-, Dienst-, Gebrauchs- und Familienhund ausgebildet und eingesetzt zu werden.
Richtig gezüchtet und korrekt erzogen sind unsere Rottweiler Freunde für´s Leben und sie stellen niemals ein Problem für ihre Umwelt dar“.


Besucher und Gäste, mit und ohne Hund, sind bei der BG-Hüttenberg e.V. immer herzlich willkommen.


Kontakt: Ralf Paul, Am Wehr 14, 35625 Hüttenberg, Tel: 0172-6412558, e-mail: ralf-paul@t-online.de
www.adrk-huettenberg.de

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 04.01.2009 um 19:43 Uhr
Rottweiler sind, wie alle Hunde, Freunde des Menschen. Friedlich, freundlich und aufgeschlossen. Bis sie in die Hände von Leuten kommen, die den Tieren gefährliche Sachen beibringen. Ein Hund, nicht in der Lage Gut und Böse zu unterscheiden, tut das, was sein Rudelführer/In von ihm verlangt. Leider darf jeder Hunde züchten. Und hier liegt die Gefahr, nicht in der Rasse des Hundes. Seriöse Züchter und Tierschutz haben eine große, gemeinsame Aufgabe: wir müssen die illegalen Zuchten und die Hundehändler - Hundemaffia bekämpfen. Ein Rassehund sollte aus vielen Gründen nur bei einem kontrollierten Züchter gekauft werden. Ein Rassehund gibt es nicht mit oder ohne Papier- er hat Papiere. Der Verband des Deutschen Hundewesens ist das Kontrollorgan der Züchter. Darauf ist beim Kauf eines Rassehundes zu achten. Es ist jammerschade, dass es jetzt den Rottweiler trifft und dessen Halter. Und auch hier wieder nur die anständigen Leute mit braven Hunden. Die anderen, die Probleme machen und Probleme haben, werden sich erst gar nicht bei den Behördenmelden. Jetzt ist es der Rottweiler, der zur falschen Zeit im falschen Fell geboren wurde. Wann sehen die Verantwortlichen endlich das wahre Problem? Das hängt nämlich am anderen Ende der Leine.
Tara Bornschein
7.125
Tara Bornschein aus Reiskirchen schrieb am 05.01.2009 um 08:43 Uhr
Ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Rottweilern gemacht, daher gehören sie mit zu meinen Lieblingshunden.
Björn Kamuff
6
Björn Kamuff aus Allendorf (Lumda) schrieb am 05.01.2009 um 15:18 Uhr
Ich kann das nur bestätigen. Ich hatte fast 12 Jahre lang ein Rotti, der immer fest an meiner stand, gut gehört hat und nie Probleme gemacht hat.

Es ist einfach so, das die Leute am "anderen" Ende der Leine dafür sorgen, das eine Rasse mal schnell ins falsche Licht gerückt wird. Nur weil Rottis ein etwas bulligeres Aussehen haben, kommen sie leider immer wieder in die Hände von Angebern und Möchtegerns, die mit dem Hund nicht arbeiten, sondern eben nur zum Darstellen haben, ein totaler Schwachfug.

Ich würde mir immer wieder einen Rotti holen, weil ich absolut überzeugt von dieser Rasse bin.
Im Moment muss ich aber erstmal mit dem Verlust meines alten Herren fertig werden.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.01.2009 um 15:40 Uhr
Hallo Herr Kamuff, wenn Ihr Herz wieder Platz hat für einen neuen Kamraden, schauen Sie auch mal die Notseite der Rottweiler im Internet an. Es sind so viele, abgeschobene Rottis auf der Suche nach geeigneten Menschen.
Björn Kamuff
6
Björn Kamuff aus Allendorf (Lumda) schrieb am 05.01.2009 um 18:59 Uhr
Das werde ich sehr gerne tun, sind Sie doch bitte so nett und schicken Sie mir die Internet Adresse, damit ich sie bei mir ablegen kann. Vielen Dank.
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 05.01.2009 um 19:46 Uhr
Sehr gerne! www.rottweiler-nothilfe.de

Sie finden dort viele verlassene Rottis, die alle auf Hilfe warten.
Ihr Hund, der über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wird immer in Ihrem Herzen sein. Und bald wird auch wieder an der Leine ein neuer Begleiter mit Ihnen durchs Leben gehen.
Angela Achenbach-Heinzerling
1.956
Angela Achenbach-Heinzerling aus Gießen schrieb am 06.01.2009 um 19:33 Uhr
Hallo, Herr Kamuff,
ich kann Sie so gut verstehen. Man trauert seinem Begleiter sehr lange und sehr intensiv hinterher, die Lücke ist nur schwer zu füllen.
Es ist egal ob Rotti oder Labbi oder Dackel, es ist ein Familienmitglied.
Ich halte etwas von Erziehung, aber sie muss den Hund nicht gewaltsam runterzwingen, wie das in manchen Schulen betrieben wird. Der Hund soll gerne folgen, gerne die Anordnungen ausführen und durch Spiel und Zuwendung gelobt werden. Leckerli oder ein ganz besonderes Spielzeug sind die Anregung, Missachtung die "Strafe" und nicht mehr. Die Tiere möchten es uns recht machen, tun, was der Mensch möchte. Wenn der Hund es nicht tut, hat er es oft nicht verstanden, dann liegt aber die Schuld bei uns Menschen. Wir müssen die Sprache des Tieres benutzen, sie können unsere Sprache nicht lernen. Wir müssen die Geduld aufbringen, ihnen langsam beizubringen, was wir erreichen wollen, ob es Rolle vorwärts ist, über ein Hindernis springen, Drogen suchen, Hütchenspiel oder Päckchen auf kniffelige Art lösen: Ungeduld und Lautwerden ist immer der falsche Weg.
Suchen Sie bitte Ihre Hundeschule mit Geduld aus und achten Sie auf den Umgang der Trainer mit dem Hund. Sie können viel zerstören!
Tanja Kremser
215
Tanja Kremser aus Laubach schrieb am 28.04.2009 um 09:10 Uhr
Rottweiler sind so schöne und einzigartige Wesen. Wir mussten unsere Dame am 19.12.08 leider erlösen von einem Krebsleiden.
Ein selten liebebedürftiges Tier, die immer wieder vergessen hat, das sie mit knapp 40 kilo kein Schosshündchen war.
Wir denken gerne an sie und vermissen sie furchtbar!
Die 10 Jahre waren eine tolle Zeit!!!
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