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Sieben Jahre Montagsdemo in Gießen

Linden | Seit 7 Jahren fordern die Montagsdemonstranten (auch) in Gießen: Weg mit Hartz IV !

Gestern hatte ich es wieder einmal geschafft hinzugehen. Es gab sogar eine schriftliche Info, ein schönes neues Transparent (natürlich von einem Sympathiesanten gesponsert, denn kaufen können sich die Demonstranten natürlich keines) und eine Unterschriftenliste wurde auch ausgeteilt.

Mensch, dachte ich, 7 Jahre, Montag für Montag, zu diesem Jubiläum musst du was schreiben. Aber wie rangehen, einfach so einen Text vom Flugblatt übernehmen, oder vielleicht den Artikel vom Gießener Echo, oder ein Link aus dem Internet? nee, lieber einige persönliche Gedanken, ein paar subjektive Eindrücke, kommt vielleicht auch besser in der GZ an, sind ja Meinungen gefragt, so dachte ich zumindest, mal schauen. Wen`s nicht interessiert, na ja, der kann es ja ignorieren...

Klar, ich weiss, die Montagsdemos gibt es bundesweit, mal mehr mal weniger Beteiligung, mal mehr "Demo" mal weniger...aber eines haben sie alle gemein: sie kommen jede Woche, sie lassen nicht locker, sie engagieren sich für die, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen!
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Und allein das verdient den größten Respekt. Es sind Betroffene (Hartz IV - Empfänger), aber auch Unterstützer, die sich einfach solidarisch zeigen...darunter einige Parteimitglieder der DKP, 2-3 Vertreter des Linken Bündnis, vereinzelt mal von der Partei Die Linke. Wie gesagt, ich kann es nur so schreiben wie ich es bei meinen wenigen Besuchen gesehen habe.
Da mache ich mir dann auch so meine Gedanken:
- klasse, dass die das machen, so hartnäckig, da könnten sich manche ne Scheibe abschneiden, die schaffen es zwar, mal einige Wochen was auf die Beine zu stellen, vielleicht auch mit wesentlich mehr Leuten...aber seit 7 Jahren? = sagenhaft!
- nur, wo sind sie denn alle, die anderen Betroffenen? oder die Vertreter der Parteien, die sich den Kampf gegen Hartz IV auf die Fahne geschrieben haben? na ja, nur so ein paar Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Fragen tue ich selten, steht mir so auch nicht zu, bin ja selbst viel zu selten da...aber Gedanken mache ich mir schon...
- sie scheinen sich auch gut zu verstehen, sicher wird auch kontrovers diskutiert, wer setzt sich denn nun wirklich für/mit uns ein für "Weg mit Hartz IV" und wer tut nur so....aber, die die da sind, die sind sich einig, es geht nur gemeinsam.
- sie überlegen auch ständig, wie können wir mehr werden, was können wir noch (anders) machen...
- Mist, habe ich hinterher gedacht, hätte das Flugblatt viel mehr beachten (auch loben!) sollen, war doch toll: Hilfe für Betroffene wurde von den Montagsdemonstranten angeboten, z.B. Rechtsberatung, Begleitung zur GIAG und einiges mehr...und ich Blödmann habe es "zur Kenntnis genommen" und etwas den Unterschriftenaufruf kritisiert. Gut, ich war zum Glück nicht der Einzige, der vom Unterschriftensammeln nix hält, bringt meiner Ansicht nach nicht viel...aber man kann mit Menschen darüber ins Gespräch kommen, und allein deshalb ist es nicht generell abzulehnen! Aber aus fehlern lernt man, ich hoffentlich auch :-), aber so sind sie auch die Montagsdemonstranten, sie nehmen es einem nicht krumm, wenn man mal was falsches sagt, sie reden auch "frei Schnauze", das ist auch was was ich liebe! Da wird nicht viel rumgedruckst, da heißt`s einfach: na, heute geht den Kapitalisten ganz schön der Arsch auf Grundeis mit ihrer Börse, gut dass uns das nicht juckt, oder hat hier einer Aktien? :-)

war wieder ein gutes Gefühl, wieder mal da gewesen zu sein, wieder mal die gelebte Solidarität zu erfahren, und sie brauchen es sich auch nicht zu versprechen, sich zu verabreden: klar, nächsten Montag, 18 Uhr sind sie wieder da!

und zum Jahrestag, zum 7. (!), da gibt`s ne Aktion, einen Info-Tisch, am Samstag ab 10.30 Uhr, wo? = logisch, wo sonst bei en " 3 Schwätzern"! Kommt doch mal vorbei, informiert euch...oder noch viel besser, ich weiss zwar nicht, ob ich es schaffe, ich habe ja zum Glück Arbeit....= NÄCHSTEN Montag, 18 Uhr - bei den "3 Schwätzern", da geht`s wieder um:

Weg mit Hartz IV ! (bis dahin: Mindestens 500 Euro Eckregelsatz)
Für einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro!

Die Montagsdemonstranten freuen sich über Unterstützung und Solidarität - und auch Ihr werdet merken, wenn man nicht alleine ist, das macht Mut und gibt Kraft!

ja, ja nur so ganz persönliche Gedanken und Eindrücke, vielleicht sehen es andere auch ganz anders, vielleicht? Macht Euch selbst ein Bild.....!?!

Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 01:19 Uhr
dann sage mir was nicht zutreffend ist! es sind meine persönlichen Eindrücke, was sollte da (aus einer anderen / aus deiner Sicht) nicht zutreffend sein, musst du schon näher erklären!

Jeder hat so sein "Gefühl", auch hier die Frage: was soll daran nicht zu verstehen sein? Schildere dein eigenes, das ist dein gutes Recht, dann ist es dein "Gefühl", nicht mehr und nicht weniger! Gut, trotzdem: wenn sich Menschen zusammentun, die sich für eine richtige Sache einsetzen, zumindest ist es für mich eine richtige Sache, dann habe ich eigentlich immer an aller erster Stelle "ein gutes Gefühl"....und das hat dann auch wenig damit zu tun, dass es nicht auch viel zu verbessern und/oder zu kritisieren gibt, das ist zweitrangig, und zwar immer!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 08:58 Uhr
Das ist alles was du dazu zu sagen hast???

Ich habe auf die Unterstützer, die Solidarität zeigen hingewiesen = lies es!
Ich bilde mir nicht ein, dass ich "dazu gehöre", nur weil ich mich alle paar Wochen mal blicken lassen kann, das wäre anmaßend!
Ich habe gesagt, dass ich denke (wie bei allem was ich hier geschrieben habe sind es "subjektive" Eindrücke, das scheinst du immer wieder zu vergessen, das heißt objektiv kann es auch anders sein....) die MoDe können sich kein Transparent leisten, stimmt! Ja, sicher gibt es auch den ein oder anderen, der sich das evt. doch leisten kann....ist das jetzt so wichtig? Wichtig ist (für mich), es gibt ein neues, sehr schönes Transparent, dass von einem Sympathiesanten gestiftet wurde

So ganz verstehe ich nicht auf was du hier jetzt raus willst, eigentlich dachte ich, du nimmst die Gelegenheit "beim Schopf" und machst weiter, und zwar mit ein bißchen Werbung für die Montagsdemonstranten....statt nur in den "Krümeln" nach Kritikpunkten zu suchen, so vergrault man eher Menschen, die sich evt. überlegen "Mensch was der Walther hier schreibt...zumindest könnte ich mir`s mal anschauen..."
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 10.08.2011 um 12:17 Uhr
Schöner Bericht und gut das Du darauf hingewiesen hast, dass es die Montagsdemo noch gibt. In den 7 Jahren ist viel passiert und viele Dinge haben sich geändert. Welche Erfolge haben die Montagsdemonstranten zu verzeichnen?
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.08.2011 um 12:48 Uhr
Kurz zu der Passage:
"Welche Erfolge haben die Montagsdemonstranten zu verzeichnen?"
von Frau Amstein.

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Auch für mich selber, obwohl ich seit 6 Jahren mehr oder weniger regelmäßig am Montag zwischen 18 und 19 Uhr einen Termin habe ... ;-)

Stephan hat in seinem Beitrag ja einige positive Aspekte heraus gestellt, welche durchaus als Erfolg "zu verkaufen sind"!

Aber - und da dürften sehr viele zustimmen können - wir können die MoDe erst einstellen, wenn die Hartz - IV - Gesetze endlich weg sind. Das kann nach Lage der Dinge durchaus noch einige Jahre dauern.

Manchmal befällt mich der Zweifel, ob wir dazu den erforderlichen "langen Atem" entwickeln können. Im Laufe der Jahre sind soviele mehr oder weniger gute Ideen zu besseren Aktionsormen zu kommen versucht worden, welche dann - aus welchen Gründen auch immer - wieder recht schnell im Sande verlaufen sind.

Zurzeit habe ich keine erfolgversprechende neuen Ideen, aber wenn wir auch "kleine Brötchen backen müssen", ich hoffe immer noch, dass eines Tages Ideen zu Aktionformen entwickelt werden, welche "die alten Hasen" und sehr, sehr viele Neue begeistern.

Bis dahin die Durststrecke einfach überstehen oder wie ich es in einem eigenen Pamphlet in einer Frageform formulierte: (sinngemäß) Waren das die fetten oder die sieben mageren Jahren der MoDe?

mkkg gez. Martin
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 14:25 Uhr
Ich habe dich nicht beschimpft Rüdiger, ich will dich nur etwas aus der Reserve locken....es scheint, es ist mir gelungen :-)

Ich habe mit meinen Gedanken auch (versucht) kritsch hinterfragt:
nur bin ich der Ansicht, falls du das noch tun solltest, würde ich dies sehr begrüßen....aber es sollte keinesfalls eine Art "Selbstzerfleischung" sein, ist nur eine Bitte, mehr nicht, du kannst wie alle anderen tun und lassen, schreiben....was du willst, logisch! Ich finde nur, einseitig Kritik üben ohne erstmal auf die "Erfolge" zu schauen, wem sollte das nützen???

Und da hätte ich halt, ganz persönlich, vor allem zuerst erwartet:
7 Jahre Montagsdemo - wer hätte so etwas für möglich gehalten !?

und wie Martin schon schreibt, trotz aller Schwächen, es gibt keine Anzeichen dafür, dass es nicht weiter geht!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 16:09 Uhr
Ich mag so nicht weiter diskutieren, akzeptiere es bitte, du musst nicht mit mir einer Meinung sein, kein Problem!
Frag` einfach bei deinen MitstreiterInnen nach wie die das sehen...oder gehörst du nicht mehr dazu????
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 23:09 Uhr
Rüdiger, da wir gemeinsame "Streiter" sind antworte ich doch nochmal, aber ehrlich gesagt nur deshalb!
Lies einfach nochmal in Ruhe meinen Beitrag, dann weisst du was ich unter Erfolgen verstehe....Martin meinte "positive Aspekte" (in seinem Kommentar), die Bezeichnung ist mir egal, aber es gibt ne ganze Menge positives, nicht nur Dinge die zu kritisieren wären!
Du machst es auch, meiner Ansicht nach, wie so oft, du stellst Gegenfragen ohne auf die Argumente (oder hier den Beitrag) einzugehen.
Ja, ich habe auch eine Frage von dir ganz bewußt(!) nicht vollständig beantwortet, das mit den "betuchten" Leuten, wenn du darauf bestehst werde ich es tun....aber dann antworte ich ehrlich und umfassend, und das wird dir unter Umständen nicht gefallen!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 10.08.2011 um 23:56 Uhr
Was heißt hier persönlich Rüdiger? Du schriebst, sinngemäß, ich habe jetzt nicht so die Lust zu suchen...."auch ich gehöre zu den Demonstranten und wäre, wie einige andere auch, den "betuchten" zugehörig, die sich sehr wohl ein Transparent leisten könnten", so ist das nun nicht etwas unsachlich oder persönlich???
Ich habe bisher immer sachlich diskutiert, und wir können auch sehr gern, natürlich sachlich, so war es auch mit meinem letzten Kommentar natürlich gemeint, darüber diskutieren was unter "betucht" zu verstehen ist, da habe ich überhaupt kein Problem mit, und wenn ich dann sage "es wird dir nicht gefallen", dann heißt das nicht, dass ich dazu persönlich werde (werden muss), dazu genügen einfach ein paar Fakten!

Und du bist immer noch nicht auf den Beitrag eingegangen bzw. auf die Einschätzung Martin`s!

Ende? = schwach!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.08.2011 um 00:01 Uhr
Dein Zusatz kam NACH meinem Kommentar!!!

Sorry? = na klar!!! damit habe ich unter "gemeinsamen Streitern" NIE ein Problem! Hart aber fair, oder so ähnlich heißt das doch!
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.08.2011 um 18:30 Uhr
Rüdiger da sprichst du einen "wunden Punkt" an. Das ist bei meinem Beitrag (der geforderten Kürze ist dies geschuldet) wirklich zu kurz gekommen.

Jede politische Aktion, egal in welcher Form, "lebt oder stirbt" damit, dass sie größer und größer wird (und nicht kleiner wie die Giessener MoDe).

Ich denke das ist nicht strittig. Wenn ich in meinen Ordner "MoDe" schaue, so finde ich da ja immer wieder Ansätze/Versuchsballons oder wie immer du das nennen willst ... gerade das zu ändern.

(Meine Pamphlete "schwanken" dabei zwischen Zweckoptimismus und "das kann doch bei den Tausenden von arm gemachten nicht wahr sein".)

Rüdiger wir können gerne "vor Ort" darüber streiten, warum das so gekommen ist. (Würde den Rahmen dieses Forums sicher sprengen.)

Deiner Aussage "das ist keine Montagsdemo gegen Hartz4 sondern eher eine Mahnwache" kann ich mich nicht anschliessen. Ich will hier nicht den "Korintenkacker machen", aber in meinen Augen besteht der wesentliche Unterschied zwischen einer Mahnwache und einer Demonstration nicht darin, ob sich die einen Akteure von der Stelle bewegen und die anderen nicht, sondern im Bestimmtheitsgrad des politischen Auftretens.

Zumindest ich persönlich halte nix von politischen Aktionsformen bei denen der Apellcharakter im Vordergrund steht (beispielsweise Unterschriftensammlung oder auch Mahnwache). Rüdiger verstehe mich nicht falsch, ich verurteile sie nicht, aber ganz persönlich halte ich das für vergeudete Zeit. Um es einmal überspitzt zu sagen: Solche Veranstaltungen dienen in der Regel nur dazu um sich selber ein gutes politisches Gewissen zu verschaffen. Oder anders ausgedrückt: sie dienen der politischen Hygiene, so nach dem Motto: Gebt denen die Chance "Luft abzulassen" .... dann haben wir unsere Ruhe.

Demonstrationen sind etwas prinzipiell anderes. Zwar geht es wie z.B. bei Unterschriftensammlungen und Mahnwachen auch darum Informationen "unter das Volk" zu bekommen, aber in der Hauptsache geht es darum dem politschen Feind/Gegner zu signalisieren: Bis hierher und nicht weiter.

Dass dieses Signal bei zwei Dutzend Montagsdemonstranten in Gießen eher "mager ausfällt" ... geschenkt Rüdiger. Aber wir (das sind auch mehr als du und ich) haben wirklich versucht mehr Leute anzusprechen.

Rüdiger, ich denke du kannst dem im Groben zustimmen. Deswegen lass uns nicht über einzelne Worte streiten, sondern gemeinsam daran arbeiten, dass jeden Montag ab 18Uhr immer mehr Menschen sich zu einer Demonstration gegen die Hartz-IV-Gesetze bei den 3 Schwätzern versammeln.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 11.08.2011 um 23:31 Uhr
Na gut Rüdiger, du willst nicht locker lassen, nur mal so als Denkanstoss, hatte dies schonmal vor längerer Zeit an anderer Stelle angesprochen:
- wer denkt, und einige haben damit schon schlechte Erfahrungen gemacht, dass Politik alleine darin besteht zu rufen "Weg mit Hartz IV"...und jeden(!), der besser gestellt ist,
- als potentiellen Gegner ansieht
- zumindest ihm mit Misstrauen begegnet (diesen Eindruck habe ich bei dir, kann ja falsch liegen, kannst mich gerne berichtigen!)
- behauptet, dass ehemalige Beamte (Pensionäre) nicht auf der Seite der sozial Schwachen stehen könnten
- in Arbeit stehende als "Priviligierte" ansieht
- vielleich sogar kleine Selbständige, Freiberufler usw. als "auf der anderen Seite" Stehende betrachtet
......

= der wird, und das völlig zu Recht, scheitern!

Was das Ziel der MoDe in der ehemaligen DDR war, das können wir gerne mal bei Gelegenheit diskutieren, mit Sicherheit hatten sie nicht die Übernahme durch die BRD im Sinn!

Ich schließe mich, trotz aller Schwächen der MoDe in Gießen, Martin an:
es ist eine Demo, es ist der Ausdruck, die FORDERUNG, die im Mittelpunkt steht....es ist NICHT das Vertrauen auf die Einsichtigkeit von Politikern (Appelle), es ist bewußtes Auftreten unter dem Motto "Wir müssen es selbst durchsetzen!"
Die Frage, die sich meines Erachtens stellt, WARUM gelingt es nicht mehr MitstreiterInnen zu finden, warum klappt es in vielen anderen Städten (da wächst die MoDe-Bewegung mancher Orts wieder), wieso geht der Protest nicht über die Forderung "Weg mit Hartz IV" hinaus (auch da sollte man sich ruhig mal an anderen MoDe orientieren, die immer aktuelle Themen auf der jeweiligen Tagesordnung haben, wie z.B. Anti-AKW...),

was ich jetzt nicht so verstehe, bist du nun für oder gegen Mahnwachen, du bringst hier Beispiele, die du anscheinend positiv bewertest, auf der anderen Seite kritisierst du, dass die MoDe lediglich eine Mahnwache sei?

und worüber du noch gar nichts geschrieben hast, und das wäre für mich das Wichtigste: wie soll es denn deiner Meinung nach weiter gehen? Nachdem du hier nur kritisierst, muss man fast davon ausgehen, dass du keinen Sinn mehr in der MoDe siehst? Welche Alternative siehst du denn, Appelle? das Parlament? oder hast du resigniert?

der einzige "Appell", der meines Erachtens wirklich Sinn macht, ist der, den Martin genannt hat: weiter machen und daran arbeiten, dass es (wieder) mehr Menschen werden!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 01:38 Uhr
Ist doch keine Drohung, ist doch eher "Witz, Humor, Satire, Spass"???
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.08.2011 um 14:23 Uhr
Wir rufen dazu auf, am 13. August 2011 um 12.00 Uhr eine Minute innezuhalten, im Gedenken der Opfer von Mauer und kommunistischer Gewaltherrschaft, in Erinnerung an die mutigen und gewaltfreien Bürger, die die SED-Diktatur stürzten.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 17:55 Uhr
Irgendwie hast du hier das Thema verfehlt Antje!

Schreib` einen Beitrag dazu, kein Problem, nur hier geht`s um die Montagsdemonstranten gegen Hartz IV!
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.08.2011 um 20:44 Uhr
Stefan, warum und wieso sollte das da nicht hingehören? Die Montagsdemonstranten wären ohne die Bürger der DDR garnicht da. Der Ursprung der Montagsdemos war die Friedensbewegung der DDR, nicht ein Stammtisch in Gießen!
http://www.jugendopposition.de/index.php?id=2452
http://www.jugendopposition.de/index.php?id=4591
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 21:44 Uhr
Ganz einfach weil du das an zig-Stellen eingestellt hast und wohl überall diskutieren willst, so funktioniert das nicht. Dies ist KEINE Bewertung, aber schau dir doch an, wo hier ein Problem diskutiert wird und gehe darauf ein, oder lasse es. Aber wenn wir das jetzt HIER diskutieren würden hat das mit den Anliegen der verschiedenen Kommentatoren nichts mehr zu tun, und das wäre schade, denn ich habe immer noch die Hoffnung ein paar konkrete Antworten zu erhalten....
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.08.2011 um 22:56 Uhr
nein, sprengen wollte ich nicht, sondern allen den Hinweis dazu geben!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 23:05 Uhr
Okay, einverstanden = angekommen! Und wie du weisst, halte ich von diesem so genannten "Real existierenden Sozialismus" überhaupt nichts!
Es gibt hier an anderer Stelle einen, wie ich finde, sehr interessanten und qualitativ hochwertigen Beitrag (offener Brief an die Finanzwelt), bringe dich doch da ein?
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 12.08.2011 um 23:32 Uhr
Ich weis jetzt nicht mehr was Du von mir willst, ich will nicht zur Diskussion anregen geschweige mit der Finanzwelt über die Maueropfer reden. Ihr ruft zur Montagsdemo auf im Namen der Betroffenen?
Ich dachte schon das die Montagsdemonstranten eine Friedensbewegung ist, die für ihre Mitmenschen Kämpft! Dem ist dann wohl nicht so?!


Schweigeminuten gab es wegen der Opfer in Japan, da wurde von Euch nicht gesagt das hat nichts mit Hartz IV zu tun.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 23:42 Uhr
Oh Mann Antje, war nur ein Tipp, mehr nicht!

Ne Friedensbewegung??? Frage die, die immer da sind, ich habe mehrfach betont, dass dies meine subjektiven Eindrücke sind! Aber ne Friedensbewegung, also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!

übrigens, die Montagsdemonstranten beteiligten sich an den Mahnwachen UND Demos der Anti-AKW-Bewegung, nicht nur zu einer Schweigeminute!
Es weicht jetzt trotzdem vom Thema ab, gehe auf Rüdiger`s letzten Kommentar und meinen Beitrag ein, dies ist hier Thema!
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 12.08.2011 um 23:50 Uhr
Ja Rüdiger, das ist mir alles klar, da haben wir auch Konsens! Auch ich habe mich, wenn du meine "Gedanken" liest nicht unkritisch hier geäußert, vielleicht den Schwerpunkt anders gesetzt, ja das mag sein....

- man muss auch über den eigenen Tellerrand schauen, man kann auch von anderen lernen, wenn man denn will!?
= dann wird man nämlich feststellen, dass Hartz IV zwar nicht abgeschafft ist (geht ja wohl auch nicht alleine durch Gießen :-))...aber es teilweise sehr wohl geschafft wurde den Montagsprotest auf breitere Füsse zu stellen, Beispiel: in anderen Städten sind nicht die MoDe zur Anti-AKW-Demo gegangen, nein, da kamen die AKW-Gegner zur Montagsdemo!

mir geht es aber um etwas ganz anderes, vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt, ich denke aber nicht, wenn ich schreibe du antwortest nicht:
- schau dir einfach nochmal meine Einschätzung vom 11.08. - 23.31 Uhr an, die ersten Absätze, sehe ich das nun richtig oder nicht?
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 00:06 Uhr
Na ENDLICH(!), und ich bin froh, dass die Antwort so ausgefallen ist!

Über alles andere können wir gerne (egal unter welchem Beitrag) weiter diskutieren!
Vielleicht verstehst du nun was ich damit meine, wie wichtig es ist ALLE Fragen zu beantworten?
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 00:12 Uhr
so, aber nun zum Thema zurück: es ist Aufgabe, dass wir uns klar werden, dass "diesseits" und "jenseits" etwas anderes bedeutet wie "Hartz IV - Empfänger oder nicht-Hartz IV - Empfänger". Auch deshalb finde ich dieses neue Transparent auch so gut: es stellt die Verbindung her mit den Forderungen der abhängig Beschäftigten mit denen der Erwerbslosen...wie hieß es früher: "eine Klasse, ein Gegner, ein Kampf!". Spalterei würde dann nur wem helfen?
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 00:16 Uhr
Wollen wir von vorne anfangen? Für mich gehört das zur Diskussionskultur, klar, zwingen kann man niemanden!
Was heißt falsch eingeschätzt? Aufgrund der Aussage mit den (besser)-betuchten musste ich mir schon einige Gedanken machen, vor allem weil keine Antwort kam...und da schließt sich dann der Kreis.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 00:36 Uhr
okay, muss aber bald ins Bett....
natürlich könnte man jetzt antworten "alles ist relativ"....und landet dann irgendwann beim Vergleich mit Obdachlosen oder mit Bangladesch.

darum geht es aber nicht, alles ist vom Klassenstandpunkt aus zu untersuchen und zu sehen! Ob nun der eine abhängig Beschäftigte ein paar Euro mehr bekommt wie der andere (oder auch wesentlich mehr im Monat hat wie Hartz IV - Empfänger) dies ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass die Arbeitskraft ausgebeutet wird, dass der Arbeiter (ganz allgemein) mit Brosamen abgespeist wird, während andere (die wirklich betuchten) sich von seiner geschaffenen Arbeit ein schönes Leben machen! Völlig außer Frage steht, dass es dem Beschäftigten (also auch mir) wesentlich besser geht als dem Hartz IV -Empfänger, dazu bedarf es keiner Diskussion! Aber auch die anderen, denen es oft heute noch "besser" geht, Intellektuelle in der Industrie oder kleine Handwerker....darf man nicht daran messen was sie im Monat für ein Einkommen haben (das kann sich auch ganz schnell ändern), sondern daran wo ihre Zukunft liegt. Und darüber müssen wir uns klar werden, darüber müssen wir auch aufklären, sie werden früher oder später auch in den Ruin getrieben, die Großen fressen die Kleinen.
Ausbeuter oder Ausgebeuteter das ist die alles entscheidende Frage!
Peter Lenz
447
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 13.08.2011 um 01:03 Uhr
was verdient (oder besser bekommt) denn so ein "besser Betuchter"? Nur damit man mal einordnen kann, wie nah er den s.g. Hartz4lern, Erwerbslosen und wirklich abhängig Beschäftigeten ist wenn er von WIR usw. spricht.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 10:22 Uhr
Brauchst du eigentlich gar keinen Schlaf Rüdiger?
Herr Lenz, Fragen und Provokationen können Sie sich bei mir sparen, ich hatte schon geschrieben, dass ich ALLES zukünftig ignorieren werde, also verschwenden Sie nicht Ihre kostbare Zeit!

Tariflich Beschäftigte, also auch ich, sind die "Gut Betuchten"????
Du kannst das doch nicht mit dem "Tuch" hier wörtlich meinen, oder?
Habe ich das in Frage gestellt, dass es dem Beschäftigten besser geht? Nein, im Gegenteil! Wieso fängst du jetzt wieder von vorne an, ich verstehe es nicht!
Was bedeutet denn das Brecht-Zitat? Warum habe ich, trotz aller Dementis von deiner Seite, immer wieder den Eindruck, dass du dir die falschen Gegner aussuchst?
es geht um Ausbeutung, es geht um Klassen, es geht um Verbündete, es geht um Befreiung....meine Güte, muss man bei dir alles hinterfragen, was unter Linken eigentlich allgemeiner Konsens sein sollte???
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 10:24 Uhr
>ich fürchte der Beitrag wird länger ...!<

I.
Ich möchte mich auf zwei Passagen die am Ende der Diskussion (zu diesem späten Zeitpunkt ist die Diskussion etwas vom ursprünglichen Thema weg, aber wenn da schon diese Aspekte aufgeworfen sind - eigener Artikel dazu wäre natürlich besser - denke ich kann mann/frau darauf eingehen) "stürzen".

Rüdiger Schäfer aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 00:02 Uhr
Falsch gesehen, denn als kleiner selbstständiger Freiberufler, der ich zur Zeit bin, belege ich dich weder mit Sozialneid, noch sehe ich dich als potentiellen Gegner, noch misstraue ich dir.
Du < damit meint er Stephan; mw) kannst ja nichts dafür, dass du als besser Gestellter nicht zu den Anderen jenseits des noch imaginären Zaunes gehörst. Ihr da diesseits habt keine wirkliche Ahnung, wie es den Jenseitigen geht. Auch einige von dem Modemo-Teilnehmern nicht.

II.
...und landet dann irgendwann beim Vergleich mit Obdachlosen oder mit Bangladesch.
darum geht es aber nicht, alles ist vom Klassenstandpunkt aus zu untersuchen und zu sehen! Ob nun der eine abhängig Beschäftigte ein paar Euro mehr bekommt wie der andere (oder auch wesentlich mehr im Monat hat wie Hartz IV - Empfänger) dies ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass die Arbeitskraft ausgebeutet wird, dass der Arbeiter (ganz allgemein) mit Brosamen abgespeist wird, während andere (die wirklich betuchten) sich von seiner geschaffenen Arbeit ein schönes Leben machen! Völlig außer Frage steht, dass es dem Beschäftigten (also auch mir) wesentlich besser geht als dem Hartz IV -Empfänger, dazu bedarf es keiner Diskussion! Aber auch die anderen, denen es oft heute noch "besser" geht, Intellektuelle in der Industrie oder kleine Handwerker....darf man nicht daran messen was sie im Monat für ein Einkommen haben (das kann sich auch ganz schnell ändern), sondern daran wo ihre Zukunft liegt. Und darüber müssen wir uns klar werden, darüber müssen wir auch aufklären, sie werden früher oder später auch in den Ruin getrieben, die Großen fressen die Kleinen.
Ausbeuter oder Ausgebeuteter das ist die alles entscheidende Frage!

Ich möchte betonen, das ich in diesem Forum nicht die beste Gelegenheit sehe, so komplexe Fragestellungen erschöpfend zu erörtern.



Der geforderten Kürze wegen kann jeder einzelne Diskutant (ich gehe einmal davon aus, dass der ernsthafte Wille da ist wirklich zu diskutieren und nicht nur die Chance genutzt wird sich selber und seine Vorstellungen zu präsentieren) immer nur ein, zwei maximal drei Hauptaspekte seiner Überlegungen ausformulieren. Die anderen bleiben auf der Strecke. Und dann fehlt in einer Argumentationskette eben gerde das 4. oder 5. Hauptargument?! Ich sehen das immer wieder. Es kommt dann fast zwangsläufig zu Missverständnissen. (aktuell: Stephan und Rüdiger, welche sicherlich nicht der gleichen Meinung sind, aber deren gemeinsame Überzeugungen "locker" für eine für beide Seiten fruchtbaren "echten" Diskussion reicht)

Ich denke so fortschrittlich auch moderne Medien sind wir dürfen ihre Grenzen auch nicht ignorieren.

Wenn ich an skype denke, so bin ich mir sicher, dass in einigen Jahren die Kommunikation im Netz über Foren stark abgenommen hat und sich auf Angebote wie skpye konzentrieren werden. Vielleicht gelingt es dann durch die schnellere und umfassendere (Text/Bild/Ton) Kommunikation weniger Missverständnisse zu "produzieren.

Aber viel wichtiger halte ich immer noch (da bin ich eher altmodisch) das Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Ich verweise nur darauf, dass bisher nur in dieser Kommunikationsform manchmal wichtige Zusatzinformationen (wie Körperhaltung dem Diskutanten gegenüber, Gesichtsmimik, .... alle Aspekte der Non-verbalen-Kommunikation) erkennbar sind. Warum ist so etwas wichtig? Bei dem hier kommentierten Beitrag ist z.B. mir in der Schriftform überhaupt nicht klar, was als Satire und was als ernst zu diskutierende Beitrag von den Einzelnen angesehen wird. Rüdigers Hinweis (sinngemäß): In der Rubrik kannst du härtere Wahrheit aussprechen bevor der Staatsanwalt kommt ..... ist ja voll berechtig, aber für Leutchen mit wenig Antenneen für die Zwischerntöne (wie mir) ist der Umgang dann schon schwierig.

Meines wissens laufen sich Rüdiger und Stephan in Giessen ab und zu über den Weg. Mein Vorschlag. Wenn beide einmal eine Stunde Zeit haben sollen sie sich in die nächste Kneipe bzw. Cafe setzen und in Ruhe alle (ich betone alle) Aspekte der aufgeworfenen Fragen besprechen.

Ich würde mich dann über einen "Rapport" an dieser Stelle freuen.


Dieser Beitrag ist eh schon zu lang, also nur ganz kurz.

Wir alle sind Menschen und keine Maschinen. Also muss es auch in der Politik um so etwas wie Befindlichkeit gehen.
Gerade die MoDe hat mir gezeigt, dass ohne das Eingehen auf die Sorgen und Nöten jedes Einzelnen die wenigen "Kämpen" noch weniger wären.

Ich weiss das wird oft bemängelt so in der Richtung "Selbsterfahrungsgruppe" "Labberkreis" "Informationstauschbühne" etc.
Da ist ja auch etwas dran, weil eben die Zeit für das Eingehen auf die Befindlichkeiten an der Zeit für politzsches Handeln ab geht.

Was wäre die Alternative? Ohne dieses "menscheln", also knallhart nur Politik, ständen sicherlich nur noch wenige bei den 3 Schwätzern.

(Kleine Randbemerkung: Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit auf Persönliches einzugehen und der Dauer der Arbeitslosigkeit . .... etwas hammermässig, aber die Tendenz dürfte stimmen: Je länger jemand gesellschaftlich(!!!) und politisch ausgegrenzt ist um so kaputter wird er gemacht! Aber Vorsicht: Der Umkehrschluss: "Bist du in Arbeit, dann hast du diese Probleme nicht" stimmt auch nicht, denn Arbeitslosigkeit entsteht auch (nicht nur) dadurch, dass in bezahlten Arbeitsverhältnissen die Arbeit verdichtet wird, was ja bekanntermassen auch die Menschen kaputt macht. Selbst die Krankenkasse melden sich da ganz eindeutig zu Wort ...)

Wie aus dieser Zwickmühle "hier persönliche Befindlichekit - dort notwendige politische Aktion" heraus? Ich sehe - wie Stephan - die Chance natürlich langfristig nur darin den Kapitaslismus abzuschaffen. (nein, nein, die Diskussion will ich nicht zum x-ten mal anregen)

Aber was machen wir vor dem Sieg über das menschenverachtende System? Darauf habe ich nur eine mich selber einigermassen befriedigende Antwort.

Ich bin jetzt cirka 8 Jahre (wie ich immer sage) "vom System ausgekotzt.
Die einzige Cahnce nicht vor die Hunde zu gehen ist, sich iimmer wieder klar zu machen, dass in dieser bürgerlichen Gesellschaft du nicht sas Maß an Wertschätzung erfahren wirst, was eigentlich nach all den Sonntagsreden und Verfassungen und Gesetzen ... jedem Menschen zusteht. Das kannst du beklagen .. ändert aber nix. Das ist nun einmal die Realität.

Meine Zuversicht ist ganz einfach: Mit dem Sieg über "das Schweinesystrem" wird das ihn stützende Bürgertum auch auf den Misthaufen der Geschichte geworfen. Die ARBEITERKLASSE WIRD WIE DER pHÖNIX AUS DER aSACHE WIEDER ERSTEHEN: uND DANN WERDEN ENDLICH AUCH WIEDER
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 10:26 Uhr
sorry, die letzten Absätze hat die Machine geschluckt ... rekontruiere sie bei Gelegenheit ... muss jetzt weg mkkg Martin
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 11:36 Uhr
Sehr ausführlich und sicher "ein gut gemeinter Ratschlag" Martin!

Meiner Ansicht nach trotzdem falsch:
- es geht nicht um persönliche Differenzen zwischen Rüdiger und mir, es geht um Politik, um die MoDe
- es sind hier zwei grundverschiedene Meinungen, die aufeinander treffen, die ich auch so bei den MoDe sehe
- es geht um die Zukunft der MoDe in Gießen (andere haben dieses problem meines Erachtens nicht, aber dazu gleich)
- da muss man keineswegs Grundsatzdiskussionen deswegen führen, und das Ablehnen des Systems muss auch keineswegs Voraussetzung für die Teilnahme an der MoDe sein, das wäre sektiererisch

es geht hier um etwas ganz anderes, und das ist kein Problem so zwischen Rüdiger und mir, dies hat etwas mit der Zielsetzung, der Zusammensetzung der Teilnehmer zu tun, im anderen Beitrag (Rüdiger´s) spricht jetzt sogar schon einer das "DKP-Ehepaar" an, vielleicht kommt noch einer drauf, dass es da mindestens noch einen DKPler gibt, der auch in Brot und Arbeit steht, vielleicht ja noch andere? Was soll das frage ich mich da? Will man "unter sich" bleiben? Will man die letzten Unterstützer auch noch vergraulen? Versteht man sich nicht als Teil des gesamten sozialen Protestes? .....
Soll der Gewerkschafter, wenn er manches hier liest wird er wahrscheinlich sowieso die Lust verlieren, zukünftig erst mal seinen Lohn- oder Gehaltszettel mitbringen...und dann wird entschieden ob er dazu gehören darf? Kleinbürgerliche haben da schon gar nichts zu suchen, die blicken ja sowieso nicht wie es einem Hartz IV - Empfänger geht?
Wenn dies die Mehrheit der MoDe so sieht, dann ist sie nicht nur auf dem völlig falschen Dampfer für mich, dann wäre sie schnell erledigt! Was die MoDe brauchen ist meines Erachtens nach mehr Unterstützung, mehr Themen, breitere Basis ....und nicht zurückziehen auf die Betroffenen...die gilt es natürlich in erster Linie zu gewinnen, auch da kein Widerspruch! Aber eine "Ausgrenzung" darf es meiner Ansicht nach nicht geben, und Spalterei schon gar nicht! Ich bin jetzt nicht mehr so optimistisch, dass dies in Gießen funktionieren kann!
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 11:43 Uhr
Ich finde es sehr solidarisch das auch Besserverdiener gegen die Hartz Gesetze demonstrieren. Jeder egal ob viel oder wenig Geld, kann in die Lage eines Hartz Empfängers rutschen. Wer in den Hartzsumpf fällt kommt nicht mehr raus! Die 7 MoDe sind wahrscheinlich die einzigsten die versuchen den Sumpf trockenzulegen.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 12:04 Uhr
Schön Antje, dass du das so siehst! und mit (deinen) anderen Worten und als Ergänzung auch wichtig!
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 13:33 Uhr
"Meiner Ansicht nach trotzdem falsch:
- es geht nicht um persönliche Differenzen zwischen Rüdiger und mir, es geht um Politik, um die MoDe"

prima

"- es sind hier zwei grundverschiedene Meinungen, die aufeinander treffen, die ich auch so bei den MoDe sehe"

sehe ich im Moment nicht oder besser noch nicht

"- es geht um die Zukunft der MoDe in Gießen ......"

ist m.E. bei allen Diskutanten / Meinungsäußerern unstrittig

"- da muss man keineswegs Grundsatzdiskussionen deswegen führen, und das Ablehnen des Systems muss auch keineswegs Voraussetzung für die Teilnahme an der MoDe sein, das wäre sektiererisch"

Ich habe bewusst von mir gesprochen ohne den Anspruch zu erheben, dass das allgemein zurzeit der Fall ist (Ist-Zustand) oder sein soll (Soll-Zustand). Es ging mir dabei in erster Linie darum, dass z.Z. das was ich "menscheln" genannt habe uns viel Zeit und Kraft kostet ... War als einen (von sicher vielen) Erklärungsmustern gemeint, warum in Gießen die MoDe so ist wie sie ist. Stephan du hast sicher Recht, dass es anderswo besser läuft, aber das kann nur Ansporn sein. Wir sollten die Lage vor Ort eben differenziert analysieren um darauf eine (neue) Strategie / neue Aktionsformen zu entwickeln.

Stillstand ist wirklich das Letzte was wir gebrauchen können.

mkkg Martin
Michael Beltz
6.514
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 13:46 Uhr
Seit 7 Jahren nehme ich mit Erika an der Montagsdemo teil und werde dies weiterhin tun. Es geht um Solidarität mit den Erwerbslosen, mit Austockern und letztendlich mit den Hartz-IV Empfängern. Und es geht nicht nur um Solidarität, es geht uns darum, die Verelendung und Verarmung (nicht nur materiell) von Millionen Menschen in unserem Land zu beenden.
Was die SPD-Grüne Regierung mit der Agenda 2010 vorangetrieben hat, kann einerseits als unmoralisch und menschenverachtend betrachtet werden, stellt sich andererseits als die Logik des Kapitalismus dar. Wer zu Kapitalismus "ja" sagt, der sagt auch ja zu Krieg und Elend - natürlich auch zur Anhäufung von Reichtum in den Häden weniger.
Bert Brecht hat einmal sinngemäß formuliert, nachdem sich armer Mann und reicher Mann angeschaut haben: wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
Sicher haben wir neben einigen Aktionen nicht viel erreicht, das geht heute allen fortschrittlich Bewegungen und Organisationen so. Viele der Betroffenen finden keine Kraft mehr sich zu wehren. Sie werden täglich diaffamiert und demoralisiert, weil sie als "Arme" nicht dazugehören. Ihnen wird Teilaheb
Michael Beltz
6.514
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 13.08.2011 um 18:15 Uhr
Letzter Satz kam aus technischen Gründen nicht mehr an und muss heißen:
Ihnen wird Teilhabe an matrieller Grundversorgung, an Kultur, Bildung und Gesundheit verwehrt.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 13.08.2011 um 20:11 Uhr
Hallo Martin und Michael,

ich bestreite keinesfalls, dass über die Ursache des Elends diskutiert werden MUSS, auch bei einer Montagsdemonstration, das ist unstrittig!
Man darf nur die Teilnahme eines Menschen an der MoDe nicht von dieser Erkenntnis, der Ablehnung des Kapitalismus, abhängig machen...aber ich denke, so habt ihr es auch nicht gemeint.
Hallo Lieber Leser
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von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
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