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Kurden - Protest auch in Gießen !

Linden | Unter dem Motto:

"Stoppt die Angriffe des iranischen Regimes auf Südkurdistan"

haben am Samstag knapp 150 Kurden in Gießen, darunter etliche Kinder, gegen die Angriffe der iranischen Armee protestiert. Mit vielen Transparenten und selbstgemachten Plakaten demonstrierten sie durch die Stadt. Die Abschlußkundgebung musste leider aufgrund des heftig einsetzenden Regens kurzfristig abgesagt werden.

Seit dem 17. Juli, so war es auf dem Kirchenplatz in der in deutsch gehaltenen Rede zu hören, greift die iranische Armee Ziele in der kurdischen Autonomieregion in Nordirak (Südkurdistan) an. Mehrere Dörfer seien beschädigt oder zerstört worden, hunderte Familien seien nach Angaben des Roten Kreuzes in die Flucht getrieben worden.
Das iranische Regime würde in regelmäßigen Abständen diese Region angreifen, seit 2007 seien durch militärische Angriffe des Iran und der Türkei 400 Dörfer geräumt worden!

Sowohl die USA, als auch die vom Iran und den USA wirtschaftlich und militärisch abhängige irakische Regierung schweige bisher zu den Angriffen...Im Gegenteil, die USA ermutige diese Angriffe indem sie Geheimdienstinformationen an die Türkei liefere, die diese wieder an den Iran weiterleite.

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Im Iran leben etwa 8 Millionen Kurden. Diese seien in besonderem Maße Opfer der Politik dieses Regimes, litten unter Folter, Inhaftierung und Hinrichtung.

Nach dem Sturz von Saddam Hussein hätte sich die Region angefangen zu ändern. Diese Änderung hätte das iranische Regime unruhig gemacht....Ziel des Iran sei es, die von Kurden kontrollierten Gebiete unter seine Kontrolle zu bringen. Mit Hilfe islamistischer Kräfte wolle der Iran Instabilität hervorrufen. Zu diesen Plänen dürfe nicht geschwiegen werden!

Deshalb, so die Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.:

- fordern wir die internationale Öffentlichkeit auf, gegen die iranischen Angriffe auf Südkurdistan zu protestieren und für ein Ende dieser grenzüberschreitenden Operationen einzutreten.

- Des weiteren rufen wir die Bundesregierung dazu auf, sich klar gegen diese Völkerrechtswidrige Besatzungsbestrebungen Irans auszusprechen und Maßnahmen zur Beendigung einzuleiten.

Leider war von der meiner Ansicht nach zurecht eingeforderten Internationalen Solidarität am Samstag (noch) nicht viel zu sehen, die Kurden waren fast "unter sich".
Vielleicht liegt es auch daran, dass dieser Krieg gegen das kurdische Volk auch zu den "vergessenen Kriegen" gehört...?

Kommentare zum Beitrag

Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 08.08.2011 um 23:54 Uhr
Plenum des YXK zur Kampagne "Tatort Kurdistan"
Im letzten Jahr wurde die Kampagne "Tatort Kurdistan", die mit vielfältigen Protestformen auf die wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik Deutschland im Kurdistankonflikt aufmerksam machte, ins Leben gerufen. Sie wird von einem breiten Bündnis von Organisationen und Einzelpersonen unterstützt.

Vorläufiger Höhepunkt der Kampagne war der bundesweite Aktionstag zum 1.September 2010 (Weltfriedens-Tag / Anti-Kriegs-Tag). Schwerpunkte der Kampagne waren u.a. die Waffenlieferungen der Bundesrepublik an die Türkei und die gesamte Region und die Kriminalisierung der KurdInnen in Deutschland.

Um den 1. September herum mobilisiert die Kampagne "Tatort Kurdistan" auch dieses Jahr wieder bundesweit zu Informiationsveranstaltungen und Protestaktionen.

Der Verband der Studierenden aus Kurdistan unterstützt diese Kampagne. Deshalb soll auch in Giessen am 1. September eine Veranstaltung stattfinden.

Interessierte sind herzlich eingeladen sich zu beteiligen, ob als BündnispartnerInnen, Organsisation oder Einzelner, jede_r kann sich einbringen.

Hierfür findet am Donnerstag 11.08.2011 um 18 Uhr ein Plenum im Café Amélie statt.
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.08.2011 um 00:21 Uhr
Ja Antje, das habe ich auch mitbekommen, ist auch eine sehr gute Initiative!

ich habe nur eine Kritik am Termin 01. September, dem Anti-Kriegstag. Bundesweit führt die Friedens- und Gewerkschaftsbewegung an diesem Tag verschiedendste Aktionen durch, wie z.B. Mahnwachen, Kundgebungen oder auch Diskussionsveranstaltungen. So hatte ich ja auch schon in einem Beitrag auf die Gießener Veranstaltung am 1. September hingewiesen... es besteht da schon die Gefahr, dass es hier in der Praxis dann zu "Konkurrenzveranstaltungen" kommt und man sich gegenseitig die Besucher wegnimmt, die sich für beide (wie ich finde) wichtige Veranstaltungen ineteressieren!
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 09.08.2011 um 10:01 Uhr
Ach Stefan, bei solch einem Thema gibt es keine Konkurrenz. An diesem Tag möchten wir erinnern, wach rütteln und informieren egal bei welcher Veranstaltung! Wir sind eine Hand und keine Faust!
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.08.2011 um 11:23 Uhr
Deinen letzten Satz habe ich zwar nicht verstanden, vielleicht kannst du mir bei Gelegenheit auf die Sprünge helfen wie du das meinst....

warum darf man so etwas nicht ansprechen? Ausgangspunkt ist: "um den 1. September herum!", also nicht zwangsweise eine Veranstaltung AM 1. September!

Ich bin immer noch der Ansicht, auch wenn dies viele nicht hören wollen, ich sage es trotzdem immer wieder:
Es ist wichtig und richtig, überhaupt keine Einschränkung oder Widerspruch, dass die Kurden auf die Lage in ihrer Heimat aufmerksam machen UND auch Solidarität einfordern!
Es ist aber genau so wichtig, vielleicht sogar noch wichtiger, dass sie sich hier, da wo sie leben und arbeiten, auch aktiv einbringen! Sei es in der Gewerkschaft, im Betrieb, in Bürgerinitiativen...oder sonstwo.

Was heißt das dann für mich konkret an einem Anti-Kriegstag oder auch an einem 1. Mai (da machen sie es ja teilweise auch), bei einer Anti-AKW-Demo, bei den Montagsdemonstranten und was weiss ich nicht noch alles, vor allem aber am Arbeitsplatz! =
sie müssen sich, genau wie ihre deutschen, türkischen .....KollegInnen engagieren. Es genügt nicht, ja man kann das sicher kontrovers diskutieren aber so ist nunmal meine Meinung, sich ausschließlich auf die "Kurden-Frage" zu konzentrieren!?
und dann noch etwas konkreter: für mich wäre die Beteiligung innerhalb eines Bündnisses am Antikriegstag, auch mit der Vortragung des eigenen berechtigten Anliegens, der bessere Weg!? Ich denke weder die Friedensinitiative, noch ver.di und schon gar nicht Jürgen Rose hätten irgendein Problem damit gehabt, die Problematik in Kurdistan mit in die Veranstaltung (sicher, als ein Thema von vielen, das muss jedem bewußt sein!) einzubauen, dies zu erwähnen!
Und dies betrifft jetzt nur mal Gießen, in anderen Städten, bei Mahnwachen, Demos, Kundgebungen o.ä. ist das Auftreten im Bündnis schon gar kein Problem.

das mit der Hand und der Faust, das lässt mir dann doch keine Ruhe :-)
wenn du meinst wir sollten uns alle die Hand reichen, ja sicher, aber das bestätigt dann doch eher meine These :-)) ....oder nicht?
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 09.08.2011 um 11:38 Uhr
ich erkläre es dir bei Gelegenheit, es hat mit Demos und Veranstaltungen zutun!
Das sich wenige Kurden an Projekten beteitigen liegt daran das sie immernoch kriminalisiert werden. Ich war bei einigen friedlichen Protesten dabei und muß leider sagen das Polizeiaufgebot war groß.

In Deutschland leben viele verschiedene Menschen, manche haben in ihrer Geschichte eine angelernte Antipathie gegen Bevölkerungsgruppen aus ihrem oder aus einem anderen Land. Für uns ist wichtig durch viele Projekte z.B. Vitamin I3 eine Neutralität und eine Zusammenführung vieler Menschen im Kampf gegen Ausgrenzung zuschaffen.
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.08.2011 um 11:51 Uhr
Nur noch eines, dann höre ich auch auf, versprochen :-)

du hast mich wahrscheinlich genauso wenig verstanden wie ich dich!?
es geht nicht darum, dass Kurden kriminalisiert werden, das ist sehr wohl bekannt! Es geht einzig und allein darum, dass sie sich mit ihren deutschen (u.a.) KollegInnen gemeinsam organisieren und einbringen...und weder in ver.di (da kann ich es beurteilen, deshalb erwähne ich das) wird irgendeiner "kriminalisiert" wenn er sich gewerkschaftlich engagiert noch wäre es in der Friedensinitiative so, wir würden uns freuen wenn wir etwas internationale Unterstützung bekommen würden :-))
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 09.08.2011 um 12:02 Uhr
ich werde es gerne Weitergeben!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
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