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Anti - Kriegstag 2011

Linden | Ernstfall Angriffskrieg - Frieden schaffen mit aller Gewalt?

mit Jürgen Rose, München ( Oberstleutnant a.D. )

Donnerstag, 01. September 2011, 19.00 Uhr
Dachsaal im DGB-Haus in Gießen

Der 1. September wird seit vielen Jahren von der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung als Anti-Kriegstag begangen.
Wir erinnern an den deutschen Überfall auf Polen vor 72 Jahren
( 01.09.1039 ) - der Beginn eines verbrecherischen Vernichtungskriegs ohne Beispiel.

Friedensbewegung und Gewerkschaften protestieren heute gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und fordern "Truppen raus aus Afghanistan!"
Schwerpunkt unserer Veranstaltung mit Jürgen Rose werden neben dem Krieg in Afghanistan das Eingreifen der NATO in Libyen sowie die anstehenden Rüstungsexporte der Bundesrepublik nach Saudi-Arabien und in andere Krisenregionen sein.

Jürgen Rose war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München. Mit den Jahren entwickelte er eine zunehmend kritischere Haltung zu den Interventionseinsätzen der Bundeswehr und NATO, wie in Jugoslawien 1999, in Afghanistan ab 2001 und dem Irak ab 2003.
Als Oberstleutnant machte Rose auch persönlich mit seiner Auffassung ernst. Im März 2007 weigerte er sich, zur logistischen Unterstützung des Tornado-Einsatzes in Afghanistan beizutragen.

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Eine Veranstaltung von ver.di Mittelhessen, der Gießener Friedensinitiative und der Fördergemeinschaft Friedensarbeit Gießen e.V.
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Kommentare zum Beitrag

Klaus Stadler
4.786
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 03.08.2011 um 18:21 Uhr
Hallo Herr Walther,warum immer nur die halbe Wahrheit. Am 17.September
1939 marschiert die UDSSR ,also Herr Stalin an der Seite Hitlers von Osten
in Polen ein, annektiert Ostpolen ( 4.Teilung Polens ) und brach zwischen
September 1939 und Sommer 1940 die bestehenden Nichtangriffsverträge
mit allen sechs westlichen Nachbarstaaten von Finnland bis Rumänien.
1940 annektierte Stalin die drei Baltischen Staaten Litauen, Lettland und
Estland. Ein Teil dieser Bevölkerung schickte der große Stalin sofort nach
Sibirien.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.08.2011 um 18:57 Uhr
Herr Stadler,
wir können gerne, machen Sie ein Thema / einen Beitrag dazu auf, über das Verhalten der UdSSR diskutieren. Nur damit hier, zum Gedenken an den Beginn des 2. Weltkrieges, zu kommen, ist nicht nur makaber, dies ist fast schon eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus!

Selbst die politisch sicherlich nicht links einzuordnenden Parteien in Deutschland würden nie in Zweifel ziehen wer für die Millionen Opfer des 2. Weltkrieges verantwortlich ist = die Faschisten!

Und dies ist die GANZE Wahrheit!
Gerhard Born
259
Gerhard Born aus Lollar schrieb am 03.08.2011 um 19:13 Uhr
Hallo Herr Walther, Ihre Feststellung kann ich nur unterstreichen. Daher nochmals Dank für den Veranstaltungshinweis.
Klaus Stadler
4.786
Klaus Stadler aus Reiskirchen schrieb am 03.08.2011 um 20:44 Uhr
Herr Walter,ich bin mit ihen einer Meinung,daß dieser Krieg verbrecherisch
war. Was mich aber stört ist das Verschweigen der Zusammenarbeit der
Sowjetunion mit den Nazis in der ersten Phase des zweiten Weltkrieges.
Siehe Hitler-Stalin-Pakt. Dazu gibt es einen Dokumentarfilm der im April 2008 im Europäischen Parlament gezeigt wurde.Titel: The Soviet Story.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.08.2011 um 23:47 Uhr
Darüber kann und muss man diskutieren können Herr Stadler, ich habe dazu eine andere Auffassung, dazu gibt es sehr viel Material und sehr viele Filme und Analysen usw.! Dann muss man auch über die Vorkriegs-Rolle von Frankreich, GB und den USA reden, über Franco, Mussolini usw.

Nur, das gehört einfach nicht hier her, dies ist nicht das Thema des Beitrages und erst recht nicht der aktuelle Anlass warum die Friedensinitiative und ver.di hier und heute ( und letztes Jahr, und mit Sicherheit auch nächstes Jahr) eine Veranstaltung durchführt!
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.08.2011 um 21:09 Uhr
Danke Stefan für den überaus wichtigen Beitrag und Veranstaltungshinweis. Ich kann Herrn Born und somit Stefan in seinem Kommentaren nur zustimmen!
Peter Herold
24.446
Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.08.2011 um 23:23 Uhr
War da nicht mal so was wie "Nie wieder Krieg"? unmd wo sind wir jetzt und was machen wir da? Krieg in Afghanistan! Kam gestern abnend ein guter Film, in dem die ganze Sinnlosigkeit gezeigt wurde und zwar ein russischer über deren Krieg in Afghanistan. Wann lernen wir bzw. unsere Politiker endlich, dass Krieg ein Irrtum ist und zwar tödlich für viele Menschen
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.08.2011 um 23:43 Uhr
Sehr gut Herr Herold! Absolute Zustimmung meinerseits!
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.08.2011 um 00:21 Uhr
Tja Peter, und war es nicht sogar ein CDU-Politiker der das sagte ?
Und sollte nicht jedem die Hand verdorren.....
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 08.08.2011 um 00:25 Uhr
Stefan, das war ein CSU-Mensch, und zwar jener der nur wenige Jahre später erster Atomminister und Kriegsminister war und sich für eine Atomare Bewaffnung der Bundeswehr aussprach. Daher ein sehr guter Hinweis von Dir Stefan.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.08.2011 um 00:35 Uhr
Sorry, gut aufgepasst !!!
Ja, auf die (kleinen) Unterschiede sollte/MUSS man achten, nicht dass man noch den Falschen unterschiebt, sie hätten sich geändert :-)
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 04.09.2011 um 13:03 Uhr
Wer nicht dort war, der hat einiges verpasst!

Im fast schon überfüllten Dachsaal im DGB-Haus startete Jürgen Rose mit schockierenden Bildern ziviler Opfer von NATO-Angriffen, darunter etliche verbrannte Kinder....Rose entlarvte die NATO-Staaten, allen voran die USA, die vom Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan reden, aber gar kein Interesse haben den Krieg zu beenden, im Gegenteil sie wollen ihn sogar ausweiten, vor allem in Richtung Pakistan. Dies waren keineswegs Behauptungen Rose`s, nein er konnte alles belegen und beweisen. Fast schon unfassbar: während in Europa noch die wahren Gründe für die Intervention in Afghanistan verschleiert werden, so wird in den USA kein Blatt vor den Mund genommen. Jeder kann dort in den Medien nachlesen, dass es den USA lediglich um die Weltherrschaft und um Sicherung von Rohstoffen und Transportwegen geht. Für einige Besucher überraschend, dass hiefür sogar der (angebliche) Feind, die Taliban, teilweise von den USA gefördert und gekauft wird, viele Anschläge auf Zivilisten gehen auf das Konto dieser Söldner!
Nach einem hervorragenden Vortrag und einer lebhaften Diskussion, in der es auch um die Rolle Deutschlands ging, schlossen die Veranstalter die Diskussionsrunde nach über 2,5 Stunden. Sicherlich wurden noch viele Gespräche im kleinen Kreis weitergeführt....

10 Jahre Krieg in Afghanistan, wir müssen den Protest verstärken, dies wird auch das Herbst-Motto der bundesweiten Friedensbewegung sein. Ob und mit welchen Aktionen sich die Gießener Friedensinitiative daran beteiligt, das steht noch nicht genau fest. Aber dass es nötig ist Öffentlichkeit herzustellen, dies zeigt allein schon die Tatsache, dass gegen die überwiegende Mehrheit der Deutschen der Einsatz in Afghanistan Jahr für Jahr verlängert wird...abgesegnet durch eine "Große Koalition", und die offiziellen Medien schweigen sich über den Widerstand regelmäßig aus, siehe u.a. auch (bisher?) die Gießener Tagespresse.
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Stefan Walther
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