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Leistungsturner des „Turnteam Linden“ erfolgreich bei „Deutschen Meisterschaften“ in Bad Ems

Hannes Drescher bei der Siegerehrung
Hannes Drescher bei der Siegerehrung
Linden | Am 5. Juni 2011 fanden in Bad Ems die Deutschen Meisterschaften der Gerätturner statt - – man spricht auch von der inoffiziellen Deutschen-Meisterschaft. In der gut besetzten Halle starteten insgesamt 82 Turner aus dem gesamten Bundesgebiet in vier Altersklassen. Aus jedem teilnehmenden Landesverband gingen die besten drei Turner der jeweiligen Altersklasse an den Start. Vom Turnteam-Linden hatten sich drei Turner für diesen Wettkampf qualifiziert. Fabian Geißler vom TSV Odenhausen, Tim Pfeiffer vom TV Großen Linden und Hannes Drescher vom TSV Krofdorf-Gleiberg. Fabian und Tim hatten um 08:00 Uhr einturnen – Hannes musste erst um 12:00 Uhr an den Start.
Als dritter der hessischen Meisterschaften hatte sich Fabian Geißler in der Altersklasse 12/13 qualifiziert. Gleich zu Beginn musste er an sein Zittergerät - dem Seitpferd. Er kam trotz der frühen Morgenstunde gut durch und errang mit 9,65 Pkt. eine gute Wertung für dieses Gerät. Beflügelt durch diesen Erfolg ließ er an den Ringen mit einem sauberen Vortrag eine 10,45 folgen. Nach einem guten Überschlag am Sprung probierte er im zweiten Versuch einen Überschlag
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mit 1/1 Drehung, den er aber nicht stehen konnte. So gingen die 11,2 Pkt. vom 1. Versuch in die Wertung ein. Mit 11,0 Pkt. an seinem Problemgerät Barren stellte er für sich eine neue Bestleistung auf. Gewohnt sicher agierte er mit Staldergrätsche und hohem Salto als Abgang (10,60) am Reck und krönte seine Leistung mit 12,30 Pkt. am letzten Gerät, dem Boden, ebenfalls mit einer neuen Bestleistung. Mit 65,20 Pkt. wurde er nicht nur bester Hessischer Turner, sondern erreichte im Gesamtklassement sensationell den 5. Platz und verpasste das Siegertreppchen nur um 1,1 Pkt., und auch der Sieger war nur 1,7 Pkt. vor ihm.
Als Hessischer Vizemeister ging Tim Pfeiffer in der Altersklasse 14/15 an den Start. Tim begann gleich am Barren mit sehr guten 11,70 Punkten und wechselte an’s Reck. Hier entschied man sich aufgrund der Leitungen der Konkurrenz für die sicherer Variante. Auch diese turnte Tim souverän mit einem Doppelsalto-Abgang direkt in den Stand und erhielt hierfür starke 11,00 Punkte. Am Boden lief alles wie geplant und ohne nennenswerte Fehler konnte er 12,35 Punkte für sich verbuchen. Dann das Zittergerät – das Pferd. Bei einem solchen Wettkampf darf an keinem der sechs Geräte etwas passieren. Aber auch hier zeigte Tim seine Nervenstärke
Tim Pfeiffer und Fabian Geißler
Tim Pfeiffer und Fabian Geißler
und turnte die Übung durch, was die Kampfrichter mit 10,25 Punkten honorierten. An den Ringen wäre noch etwas mehr ‚drin gewesen, denn mit 10,45 Punkten lag man eher im unteren Bereich der Möglichkeiten. Als letztes Tim’s Paradedisziplin – der Sprung. Hier musste Tim leider eine Sprungtischhöhe von 1,25 m anstelle 1,35 m einstellen und konnte daher seinen neuen „Tsukahara gestreckt“ nicht springen. Er entschied sich als Einziger im Teilnehmerfeld für die gehockte Variante. Beim Einspringen hatte er keinen einzigen Versuch in den Stand gebracht. Doch nervenstark wie er ist, riskierte er alles und brachte seine beiden Versuche sicher in den Stand. Leider reichte die Gesamtwertung von sehr guten 68,15 Punkten in dem starken Teilnehmerfeld „nur“ für den ungeliebten vierten Platz. Aber auch Tim war an diesem Tag bester Hessischer Turner und schob sich dabei auch an seinen Konkurrenten – dem Hessischen Meister Laric Bobzien – vorbei.
Hannes Drescher, der sich im Vorfeld souverän den Hessischen Titel holte, übernahm als Vorjahressieger die Favoritenrolle in dem Wettkampf der Männer 16-17 Jahre. Er musste sich gegen 21 Mitkonkurrenten behaupten und begann seinen Wettkampf am Barren. Hier zeigte er mit gewohnter Sicherheit eine blitzsaubere Übung, die ihm eine Wertung von 12,80 Punkten bei einem Ausgangswert von 13,6 Punkten einbrachte und zugleich die Tageshöchstwertung an diesem Gerät bedeutete. Nach diesem Auftakt nach Maß ging es an das Reck. An einem seiner Lieblingsgeräte konnte er seine gute Form unter Beweis stellen und seine Übung mit seinem neuen Abgang, einem Doppelsalto gestreckt über die Stange, abschließen. Mit 11,65 Punkten hatte er auch an diesem Gerät die Nase vorn und wechselte an den Boden. Nach einer soliden Übung standen 12,00 Punkte auf der Anzeigetafel womit sein Trainer zufrieden war. Das Pauschenpferd zählt nicht zu den beliebtesten Geräten und gilt als ausschlaggebend für den Sieg eines 6-Kampfes. Hier steht die Übungssicherheit an erster Stelle. Hannes konnte seine Übung ohne große Unsicherheiten vortragen, was am Ende 11,15 Punkte und die dritthöchste Wertung bedeutete.
Es folgten die Ringe, an denen er in der Vergangenheit bereits mehrfach seine Stärke unter Beweis gestellt hatte. Seine Übung mit Kraftteilen gespickt und speziell auf den D-Cup ausgerichtet konnte er sauber auf den Punkt turnen und erhielt leider nur 11,45 Punkte. Die Argumentation der Kampfrichter war nicht nachzuvollziehen. Als letztes Gerät stand der Sprung auf dem Programm. Hier hatte sich Hannes mit seinem Trainer auf einen neuen Sprung vorbereitet, den er erstmalig präsentieren wollte. Leicht gehandicapt durch Rückenprobleme wurde aber auf den sicheren Tsukahara gestreckt zurückgegriffen, auf den er 12,85 Punkte bekam und was zugleich die auch an diesem Gerät die Tageshöchstwertung bedeutete.
Mit insgesamt 71,90 Punkten verpasste er seine persönliche Vorgabe von 72 Punkten nur um ein Zehntel. Im Gesamtklassement bedeutete das Platz 1 vor Marius Kaffine vom TV Bad Ems (70,30 Punkte) und Lukas Kapraum vom TV Großostheim (69,05 Punkte).

Weitere Infos zum Turnteam finden Sie unter: www.turnteam-linden.de.

Hannes Drescher bei der Siegerehrung
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