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Deshalb am 27. März SPD wählen (2.3) Erschließung des Baugebietes „Nördlich Breiter Weg“ in Linden

von SPD Lindenam 07.03.20111185 mal gelesenkein Kommentar
Linden | Trotz der Aufwertung bestehender Wohngebiete und der derzeit andauernden Erschließung des Baugebietes „In der Imsbach“ kann mittelfristig auf das Ausweisen zumindest eines Neubaugebietes nicht verzichtet werden, um der Stadt nicht die Entwicklungschancen in Konkurrenz mit den Nachbargemeinden und im Hinblick auf die Änderungen der Bevölkerungsstruktur zu nehmen. Gerade das Baugebiet „Nördlich Breiter Weg“ bietet im Gegensatz zu allen anderen denkbaren Siedlungsflächen wegen der unmittelbaren Nähe zu den gewachsenen Strukturen (Ortskern Leihgestern, Kindergarten, Grundschule, Stadtverwaltung, Bahnhof) die einmalige Chance, ein generationenübergreifendes Familienzentrum zu realisieren und der eingangs geschilderten Änderung der Bedarfssituation Rechnung zu tragen. Da mit der Erschließung dieses Baugebietes zugleich die angestrebte Entlastungsstraße verwirklicht werden kann, ist zumindest die weitere Gestaltung des Baugebietes planerisch voranzutreiben.

Die Fläche des insgesamt vorgesehenen Baugebietes ist groß genug, um auf Jahre oder gar Jahrzehnte hin den Bedarf an Neubauflächen zu decken. Einer weiteren Zersiedlung
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in verschiedenen Bereichen des Gemarkungsgebietes wird damit nachhaltig entgegengewirkt. Die Größe des Gebietes ermöglicht andererseits eine in sich geschlossene Gesamtplanung, die sozialen, ökologischen und nicht zuletzt verkehrlichen Anforderungen genügt. So kann ökologischen Gesichtspunkten u.a. durch vorgesehene Blockheizkraftwerke Rechnung getragen werden. Wohnqualität ist hier bereits im Planungsstadium zu gewährleisten, z.B. durch Ausweisen öffentlicher Freiflächen. Wesentlicher Vorteil des Baugebietes ist zudem die bereits erwähnte unmittelbare Nähe zu den gewachsenen Strukturen des Ortsteiles Leihgestern, sodass täglich anfallende Angelegenheiten vom Baugebiet aus zu Fuß erledigt werden können.

Dem Erfordernis generationenübergreifender Einrichtungen kann im Rahmen der Erschließung des Baugebiets in einmaliger Art und Weise genügt werden, was gerade der erwünschten Ansiedlung junger Familien entgegen kommt. Denn ohnehin bedarf der in unmittelbarer Nähe gelegene Kindergarten in der Schulstraße zumindest der energetischen Sanierung, wenn nicht gar der kompletten Erneuerung, wobei selbst die Sanierung einen zusätzlichen Neubau eines Kindergartens nicht überflüssig macht. Mit entsprechenden Investitionskosten für die Stadt ist daher zu rechnen. Es bietet sich damit die Gelegenheit, mit geringfügig höheren Kosten den Gedanken der Selbsthilfe und eines generationenübergreifenden Miteinanders zu verwirklichen, also ein so genanntes generationenübergreifendes Familienzentrum zu schaffen.

Mit dem von uns beantragten generationenübergreifenden Familienzentrum wollen wir versuchen, eine Antwort auf die Veränderungen des sozialen Lebens zu geben und einen Beitrag zum Aufbau neuer Begegnungs- und Kontaktmöglichkeiten zwischen Jung und Alt zu leisten. Denn nicht alles, was Menschen brauchen, kann in Zukunft mit professionellen Kräften erbracht werden, der Sozialstaat stößt zunehmend an seine Grenzen. Wir können aber auch nicht allein darauf hoffen, dass Defizite durch familiäre und ehrenamtliche Arbeit aufgefangen werden, die Anforderungen sind mittlerweile zu groß und zu komplex geworden. Deshalb brauchen wir innerhalb der Kommune einen Ort, an dem alle Generationen ihren Platz finden und sich im Alltag begegnen können, neue soziale Netze geknüpft werden, im Rahmen eines gleichberechtigten Miteinanders Menschen ihre Alltags- und Familienkompetenz und/oder Berufsqualität einbringen und familienentlastende Dienstleistungen angeboten werden, die das Zusammenleben der Generationen erleichtern und dabei helfen, Familie und Beruf zu verbinden.

Im Mittelpunkt eines derartigen Hauses steht der sogenannte Offene Treffpunkt – der Begegnungsraum. Zu ihm können verschiedenartigste Räumlichkeiten für ganz unterschiedliche Aktivitäten gehören, z.B. ein Café, Räume für Kinder, SchülerInnen, Senioren usw. Dieser Bereich ist jeden Tag für alle Interessierten geöffnet, dort erfolgen Kommunikation, Austausch, Information, Dienstleistung und Aktivitäten. Es wird beraten, Kinder werden betreut, es wird unterhalten. Über all dem steht der Gedanke der Selbsthilfe, der tragendes Prinzip für das Gestalten und die Organisation ist.

Offen sein soll das generationenübergreifende Familienzentrum für alle Mitbürger im Einzugsgebiet: Frauen und Männer, Kinder und Familien, Jung und Alt, Gesunde und Kranke, Hilfesuchende und Hilfegebende. Bestimmt wird der Charakter des Hauses vom Geben und Nehmen, der soziale Gewinn liegt im Austausch der wechselseitigen Erfahrungen. Zugrunde liegt die Annahme, dass alle Menschen Ressourcen und Möglichkeiten haben, für individuelle und gesellschaftliche Probleme Lösungsschritte zu erarbeiten und eigene Kompetenzen einzubringen. Menschen aus der Nachbarschaft werden so für andere zu Experten, die bei Problemen, Sorgen und Fragen weiterhelfen.

Unverzichtbar sind für das generationenübergreifende Familienzentrum der bereits genannte Begegnungsraum, Kindertagesbetreuung und Seniorenservice, weitere Bereiche können nach Bedarf angegliedert werden. Geschaffen werden soll damit eine Anlaufstelle für alle diejenigen, die sich aus unterschiedlichen persönlichen Gründen freiwillig für die Gemeinschaft engagieren wollen.

Träger des generationenübergreifenden Familienzentrums sollte die Stadt Linden selbst sein, nicht nur wegen des integrierten Kindergartens bzw. einer Kindertagesstätte. Dies schließt naturgemäß die Beteiligung sonstiger Wohlfahrtsverbände, der Kirchen, Vereine, Träger der Jugend- oder Altenhilfe u.ä. nicht aus. Dabei soll dem Träger „nur“ die Aufgabe zukommen, Gründung, Aufbau und Verstetigung des Hauses im Sinne des Selbsthilfekonzepts zu gewährleisten. Professionelle Einrichtungen können bei Bedarf eingebunden werden, müssen aber in gleicher Weise das o.g. Konzept unterstützen.

Die im Baugebiet „Nördlicher Breiter Weg“ vorzusehenden Räumlichkeiten sind ausreichend nah an gewachsenen Strukturen gelegen –erwähnt seien einerseits die Wiesengrundschule, andererseits die Senioreneinrichtungen im Stadtzentrum-, d.h. das Haus ist zu Fuß erreichbar, für eine hinreichend grüne Umgebung kann bei Planung und Erschließung noch gesorgt werden. Gleiches gilt für eine Projektierung mit ausreichenden Erweiterungsmöglichkeiten.
Das zum Betreiben des Hauses notwendige Leitungspersonal steht bei der Stadt Linden in Gestalt der für Jugend- und Seniorenarbeit zuständigen Beschäftigten zur Verfügung, ergänzend wären allenfalls wenige Personen mit sog. geringfügiger Beschäftigung notwendig (Mini-Jobs). Darüber hinaus bedarf es für aktive Personen allenfalls eines geringen Budgets für kleinere Aufwandsentschädigungen, soweit diese nicht von den Nachfragenden befriedigt werden können. Das generationenübergreifende Familienzentrum bietet daher im Baugebiet „Nördlich Breiter Weg“ die einmalige Chance, am örtlichen Bedarf orientierte, generationenübergreifende Dienstleistungen mit kommunalen Dienstleistungen zu verknüpfen und als Gemeinschaftsaufgabe zu realisieren.

Letztendlich bietet die Erschließung dieses Baugebietes darüber hinaus auch die auf absehbare Zeit mutmaßlich letzte Möglichkeit, zur Entlastung der Durchgangsstraßen in Linden eine Entlastungsstraße (in Ost-West-Richtung) zu verwirklichen, die zugleich der Erschließung des Baugebietes dient.

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