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Stuttgart 21

Linden | Der "Beschiss" hat einen Namen = Schlichtung oder "Stuttgart 21 plus"

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 30.11.2010 um 21:29 Uhr
Ganz meiner Meinung Stefan!
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2010 um 00:07 Uhr
Ich würde es den Gegnern von S 21 wünschen, Gisela, nur bei den GRÜNEN kann man nie wissen...
Mathias Engelhart
5.319
Mathias Engelhart aus Gießen schrieb am 01.12.2010 um 00:19 Uhr
Tja, BAHNbrechend war das wohl nicht :-D
742
D. Theiß aus Lich schrieb am 01.12.2010 um 00:49 Uhr
Wer etwas anderes erwartet hat, der war einfach nur blauäugig, ein Heiner Geißler lässt sich nicht vor den Karren der Gegner spannen, dafür war er zu lange Politiker.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 01.12.2010 um 08:41 Uhr
Ein Schlichterspruch ist im Grunde nur ein schlichter Spruch, denn niemand braucht sich dran zu halten.

Da wäre es schon ein Erfolg, wenn die Nachbesserungen in die Tat umgesetzt werden würde, und bestenfalls, auch bei der Bahn Einsicht einkehren könnte und sie das Projekt doch noch abbläst.
Thorsten Lux
900
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 01.12.2010 um 10:58 Uhr
Na wer sich hierüber erregt kann sich selbst beglückwünschen - ihm ist nicht alles sch...egal. Aber was erwartete man wohl von solch einer Schlichtung? Es geht einerseits um Politik, die nämlich von Baden-Würtemberg. Andererseits hat Frau Merkel ja getönt, dass die Wahl in Baden-Würtemberg die Volksabstimmung zu Stuttgart 21 sei. Dass sie natürlich bei einem deutlichen Wahlverlust in Baden-Würtemberg ebenfalls deutlich schlechter dastehen würde, steht auf einem anderen Blatt. Es geht folglich um Macht und um Machterhalt. Es geht aber ebenfalls um Geld - und nicht um wenig Geld. Nicht bloß für die Bahn, sondern für alle Vertragspartner die irgendetwas mit Stuttgart 21 zu schaffen haben.

Kann man da glauben, dass sich da plötzlich alle darüber freuen, wenn Menschen aus der Zivilgesellschaft sich anschicken einen Strich durch diese Rechnung machen zu wollen? Und wir reden hier immer noch von der Zivilgesellschaft, der man gewöhnlich die Rolle des Zuschauers und des Bezahlers zubilligt - mehr aber auch nicht.

Herr Geißler hat ja selbst angemerkt, dass sein Schlichterspruch eigentlich keinerlei Bedeutung hat: Das ist ein Ratschlag an den man sich halten KANN, mehr nicht. Dass es zu den Schlichtungsgesprächen kam mag aber trotzdem einen Sinn erfüllt haben: Nämlich dass "dem gemeinen Wohnzimmerbürger" vermittelt wurde, dass nicht "bloß Spinner und Chaoten" an Demonstrationen teilnehmen,dass es "echte" Argumente gibt, Stuttgart 21 abzulehnen - vielleicht wurde dem einen oder anderen gar vermittelt, dass es durchaus sinnvoll sein kann auf die Straße zu gehen.

Letztlich ist das Zustandekommen der Schlichtung vermutlich dem Umstand geschuldet, dass man selbst zugeben musste, dass das Gewaltsame angehen der Demonstranten in keinerlei Verhältnis stand (was auch immer ein gerechtfertigtes Verhältnis für Gewaltanwendugn sein mag) und dass die repräsentative Gewalt nicht weiß, wie sie mit dem Problem umgehen soll, dass überall Menschen auf die Straße gehen um den Politikern mitzuteilen "so nicht", "nicht mit uns - nicht in unserem Namen" und "uns veralbert ihr nicht mehr".

Aber allen Enrstes zu glauben, dass Politik und Kapital nun plötzlich einlenken undsagen" ihr habt Recht und wir machen jetzt was ihr fordert" scheint mir dann doch etwas abwegig. So verzweifelt sind die dann doch noch nicht und so viele Menschen sind es noch nicht, die sagen "Demokratie ist wenn sich die Menschen in ihre eigenen Angelegenheiten einmischen" (ich weiß gar nicht mehr wann und auf welchem Transparent ich das gelesen habe) und vor allem sind es ja noch einzelne Proteste die an verschiedenen Orten zu verschiedenen Themen aufflackern - das ist noch kein Flächenbrand, keine Vereinigung der Unzufriedenen.

Wer sich das alles nochmal ansehen will, wird übrigens hier fündig:
http://bibliothek.phoenix.de/suche_daten,2010.html
Elisabeth von Maltzahn
42
Elisabeth von Maltzahn aus Pohlheim schrieb am 01.12.2010 um 13:50 Uhr
Dieses Problem ist nur mit Volksentscheid zu lösen , ich frage mich nur warum nicht in die geologischen Gutachten geschaut werden , bzw. warum diese Gutachten so höchst geheim sind ??
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.12.2010 um 17:48 Uhr
Ich kann Thorsten und Gisela nur zustimmen, bei dem was sie schreiben und argumentieren!

> Dieses Problem ist nur mit Volksentscheid zu lösen.

Das wäre in der Tat eine sinnvolle Lösung. Aber nur, wenn vorher wirklich alles Fakten transparent und verständlich offen gelegt würden.

> Ich frage mich nur warum nicht in die geologischen Gutachten geschaut werden , bzw. warum diese Gutachten so höchst geheim sind?

Na das ist doch klar! Die Bahn hat was zu verbergen. Wie sie ja schon so vieles verschwiegen hat.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.12.2010 um 19:29 Uhr
Mal hin oder her ob dieser "Schlichterspruch" rechtsverbindlich ist oder nicht, er ist es nicht, das war vorher klar! Aber es war auch klar, dass diese Schlichtung ein Signal bedeuten würde, allein schon deshalb weil sich Befürworter und Gegner (außer den Parkschützern) auf Geißler als Schlichter geeinigt hatten!
Der Spruch ist eine Niederlage für die S 21 Gegner und auch kein Ergebnis des Austauschs von Argumenten und Fakten. Dies bedeutet auch, wie immer, dass man aus Siegen UND Niederlagen lernen kann und muss:
- allein das Zustandekommen dieser so genannten Schlichtung zeigt, dass die BürgerInnen die Macht haben etwas zu bewegen, denn ohne die Proteste wäre es nie zu dieser "Schlichtung" gekommen
- man kann nur auf die eigene Kraft vertrauen und sich nicht der Illusion hingeben, dass es "unabhängige" Schlichter geben könnte
- wichtig ist deshalb,dass jetzt alle(!) Gegner von S 21 diskutieren wie der Protest erfolgreich weiter geführt werden kann um zum Beispiel eine Volksbefragung durchzusetzen (und da sollte man weniger auf Wahlen orientieren und ggf. falschen und selbsternannten (Partei-)Führern hinterherlaufen, denn dies führt unweigerlich zur Schwächung und Spaltung des Widerstands, der bisher gerade aufgrund eines breiten, überparteilichen Bündnisses so stark war)

und, wie Gisela schon feststellte, es ist nicht nur eine Niederlage (bezogen auf S 21 schon):
ein zweites Mal, bei einem anderen "Projekt", werden sich die BürgerInnen nicht mehr so einfach "befrieden" lassen und sich an einen Tisch mit einem "Schlichter" setzen....
Antje Amstein
5.961
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 02.12.2010 um 09:02 Uhr
Mit oder ohne Schlichterspruch, wir werden weiter für den erhalt unserer Umwelt kämpfen. Es befinden sich immernoch bei Wind und Wetter Baumschützer in den Bäumen der Protest reißt nicht ab!
Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.12.2010 um 10:58 Uhr
Der Spruch war ja garnicht so schlecht. Es wurde darin einiges festgeschrieben, was aber leider nicht gehalten wird.
Die Frage ist aber ob eine Bürgerbefragung so ausgehen würde, wie es sich die Gegner von Stgt. 21 erhoffen. Und wer sagt, dass sich dann allle Beteiligten am Ergenis orientieren würden.
Letzlich die Kröte schlucken. Es wird nichts anderes übrig bleiben;-((
Thorsten Lux
900
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 02.12.2010 um 14:55 Uhr
"Steter Tropfen höhlt den Stein", sagt der Volksmund.
Mein Mund fügt hinzu: "Aufgeben kann ja jeder!"
Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.12.2010 um 16:18 Uhr
Ich halte es auch mit dem tropfen(Thomas Rausch) wobei eventuell besser wäre es mal dem dem .... groben Keil zu versuchen ;-)
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.12.2010 um 17:41 Uhr
Die Baumschützer sind wichtig, der Protest muss aber mit allen Beteiligten weiter auf die Straße getragen werden!
Was soll gut an diesem Spruch gewesen sein? Es gibt keinen Kompromiss zwischen "unten" und "oben", dies hat selbst Geißler bestätigt!
Ob dann eine Volksbefragung so oder so ausgeht weiss man natürlich nicht, aber ein Versuch ist`s allemal wert. Noch ist es nicht soweit einfach "die Kröte zu schlucken". Wieso auch, nur weil ein Herr Geißler seine Meinung kundgetan hat? Wäre doch etwas lächerlich?
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 02.12.2010 um 18:17 Uhr
Richtig Thorsten und Stefan. Der Protest muss vereint und massiv weiter gehen.
Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 03.12.2010 um 11:07 Uhr
Es liegt nicht an Geißler. Die Bahn hält sich nicht an den Schlichterspruch
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.12.2010 um 16:43 Uhr
Wieso liegt`s nicht an Geißler???

wäre doch ganz einfach gewesen: K 21 statt S 21 !!!
Thorsten Lux
900
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 03.12.2010 um 22:10 Uhr
Na ich vermute mal, dass er einen Spruch fällen wollte, bei dem er sich zumindest eine Chance versprach, dass die Bahn ihn einhält.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.12.2010 um 22:29 Uhr
"Eine Chance versprach, dass die Bahn ihn einhält"???

Thorsten, bist du auch schon "eingefangen" vom "unabhängigen" Schlichter, der einen auf Fakten beruhenden Spruch fällen wollte?

Das Ergebnis, der Schlichterspruch, zeigt einzig und allein das was viele S 21 - Gegner von Beginn an wußten:
es ging lediglich um "Befriedung", es war von vorneherein klar, dass S 21 weitergebaut werden soll, da es keinen Kompromiss geben konnte.
Und die Bahn? = die wird auch weiterhin nur dann reagieren wenn die BürgerInnen in ihrem Protest nicht nachlassen, der Schlichterspruch interessiert sie, was die so genannten Auflagen betrifft überhaupt nicht. Es soll ja sofort weitergebaut werden....
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 03.12.2010 um 23:17 Uhr
Richtig, Gisela!
Thorsten Lux
900
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 04.12.2010 um 00:05 Uhr
Lieber Stefan,

wir sind gar nicht so weit weg, wie du anscheinend glaubst. Bloß welche Rolle erfüllte Geißler? Die des Menschen, der sein Spiel spielen will, oder die des Menschen, der sich naiv zum Erfüllungsgehilfen machen ließ?

Und: Ja, für das Ergebnis machen seine Beweggründe keinen Unterschied aus.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 04.12.2010 um 00:27 Uhr
Eines ist Geißler mit Sicherheit nicht: "Naiv"!

Er ist Teil der herrschenden Verhältnisse, das heißt er hatte eine Rolle zu erfüllen. Ein eigenes "sein" Spiel kann er gar nicht spielen, dafür gibt`s überhaupt keinen Spielraum!

wieso denken so viele, dass Geißler anders wäre als die anderen? weil er so schön lächeln kann? weil er rhetorisch gut geschult ist? = auf`s Ergebnis kommt`s an, nicht auf die Fassade!
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.12.2010 um 00:31 Uhr
Stefan, Du hast sicherlich völlig recht. Aber warum ist er denn Mitglied bei Attac geworden und von denen noch nicht wieder "rausgeworfen" worden?
Thorsten Lux
900
Thorsten Lux aus Gießen schrieb am 04.12.2010 um 00:38 Uhr
Hmm... mal am Rande gefragt: Weiß irgendwer, ob attac überhaupt schonmal jemanden "herausgeworfen" haben?
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 04.12.2010 um 00:39 Uhr
Christian, dies wäre eine gesonderte Diskussion wert!!!

was ist attac? wo liegen sie mit ihren Forderungen richtig, wo nicht? wieso haben sie keine Probleme mit Mitgliedern wie Geißler? wieso kritisieren gerade linke Gewerkschafter in Einzelpunkten attac?

würde hier evt. zu weit führen, deshalb nur meine allgemeine Ansicht zu attac:
- ein guter Bündnispartner wenn es um Protest gegen Umweltzerstörung, gegen Sozialabbau, gegen die Abwälzuung der Krisenlasten auf unseren Rücken und anderes geht!
- aber, eine kleinbürgerlich geprägte Organisation mit vielen Illusionen wie man was verändern kann, die mitunter sogar fortschrittfeindlich/technikfeindlich ist
Christian Momberger
10.829
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 04.12.2010 um 00:51 Uhr
Danke Stefan für Deine Antwort und die Aufklärung.
Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.12.2010 um 16:36 Uhr
Lieber Stefan, ich glaube das mit dem Schlichter war schon richtig und wenn sich die Bahn nicht an den Spruch hält, dann brauichen es die Bürger doch auch nicht. Aber ich glaube nicht, dass deren Protest was ändern kann. Nur durch die Schjlichtung und Einhaltung der Vorgaben wäre das ganze nicht mit so einem schlechten "Gschmäkle" belegt gewesen. Immo-Spekulation z.B.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.12.2010 um 22:02 Uhr
Das einzige, was ich für richtig halte:
"Volksbefragung - Volksentscheid !"
Peter Herold
24.449
Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.12.2010 um 16:08 Uhr
Und dann, wenn es nicht gereicht hat mit der Ablehnung? Dann zufrieden!
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 06.12.2010 um 21:17 Uhr
So isses, Peter ! Die Mehrheit soll entscheiden !
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

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Interessensgebiet: Linden
Stefan Walther
3.930
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