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Friedrich Engels "Dialektik der Natur"

Linden | Es wird ja zur Zeit viel und auch völlig zu Recht über eine mögliche Klimakatastrophe und die Umweltzerstörung diskutiert, deshalb einige (grundsätzliche) Zeilen:

" Und so werden wir bei jedem Schritt daran erinnert,
dass wir keineswegs die Natur beherrschen,
wie ein Eroberer ein fremdes Volk beherrscht,
wie jemand, der außer der Natur steht -
sondern dass unsre ganze Herrschaft über sie darin besteht,
im Vorzug vor allen anderen Geschöpfen ihre Gesetze
erkennen und richtig anwenden zu können."

Marx/Engels, Werke, Band 20, Seite 453

(auch zum 190. Geburtstag von Friedrich Engels)

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Kommentare zum Beitrag

Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 26.11.2010 um 11:40 Uhr
Engels' "Dialektik der Natur" ist ein sehr lesenwertes Buch, nicht nur wegen des Zitats, sondern es steht ganz in der Tradition der spekulativen Naturphilosophie (Physik), in der auch Goethe, Schelling und Bloch angehören. Ein Zweig, der leider aufgrund der mathematischen Naturwissenschaft zu unrecht brach liegt. Da wären noch Schätze zu heben!

Wer mehr zum thema wissen möchte: Bloch, Ernst: Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz. Frankfurt 19XX.
Bernd Zeun
9.537
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 27.11.2010 um 12:37 Uhr
Kann ich nur zustimmen, dazu gehört aber auch, dass Wachstum in einem begrenzten Raum Grenzen haben muss, quantitative, nicht qualitative.
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.11.2010 um 15:17 Uhr
Wir drehen uns, denke ich, Herr Zeun "etwas im Kreis", führen beide(!) die gleichen Argumente (wieder) an :-))

deshalb nochmal deutlicher:
entscheidend für den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen wie z.B. Rohstoffen, für qualitatives Wachstum usw. ist, meines Erachtens, wer darüber bestimmt, in wessem Interesse diese gefördert und "ausgebeutet" werden. Wird dies im Interesse von profitmachenden internationalen Konzernen gemacht oder zum Nutzen der Weltbevölkerung = dies ist die alles entscheidende "Gretchenfrage" :-)

dies bedeutet in letzter Konsequenz entweder "Nach mir die Sintflut, Hauptsache der Gewinn stimmt" oder "Schonender Umgang, Einklang von Natur und Mensch"
Bernd Zeun
9.537
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 27.11.2010 um 21:16 Uhr
Da widerspreche ich Ihnen ja gar nicht, Herr Walther, dass sich die Produktionsmittel nicht in den Händen weniger Profitorientierter befinden sollten, denen der Zustand der Welt egal ist, solange sie ein paar schöne Refugien für sich haben. Aber 'der Erde' ist es auch egal, wer sie bevölkert, ob Bakterien, Ratten oder Menschen, und für jede Art gibt es natürliche Grenzen. Ob die beim Menschen bei 6,5 Milliarden oder 25 Milliarden liegt, darüber kann man diskutieren, aber mit jeder zusätzlichen Milliarde vergrößern sich unbestreitbar die Probleme, unabhängig davon, wer die Produktionsmittel besitzt. Warum sollte man die Grenzen ausloten, wenn wir doch die Möglichkeiten zur Geburtenplanung haben, nicht mit Zwang, sondern durch Überzeugung.
Ein 'Übervölkerungsproblem' kann sich aber auch ganz schnell erledigen; je dichter die Menschen bei einander sitzen, desto schneller verbreiten sich auch Infektionskrankheiten unter ihnen. Jetzt muss man sich nur noch eine Krankheit mit der kombinierten Wirkung von AIDS und Grippe vorstellen ...
Ich hätte aber nichts dagegen, wenn Sie mit Ihrer Weltsicht recht behielten :-)
Stefan Walther
3.935
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.11.2010 um 21:43 Uhr
Wo die tatsächliche Grenze der Anzahl der überlebensfähigen Menschen liegt kann ich natürlich auch nicht beantworten!

Nur, was ich behaupte ist, dass Krankheiten wie Aids oder das wieder Auftreten von bereits ausgerotteten Seuchen rein gar nichts mit der Bevölkerungsdichte zu tun haben. Beim Labor-Aids-Virus ist die Ursache klar, aber auch bei Cholera u.ä. sind die Ursachen im verbrecherischen Umgang mit der Natur und den Menschen zu suchen und nicht in der "Vielzahl" der Menschen! Wenn man Millionen von Menschen, ja aus Profitgier, ihre Lebensgrundlage (sauberes Wasser, medizinische Versorgung, fruchtbaren Boden....) entzieht, dann hat dies meines Erachtens nichts mit "Überbevölkerung" zu tun, und da hilft auch keine Geburtenplanung.
Ja, Herr Zeun, ich weiss, so weit sind wir gar nicht auseinander :-)
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