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Afghanistan - Krieg beenden !

Linden | So heißt es im Aufruf der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen ( DFG-VK)

Durch aktuelle Themen wie "Castor-Transport", "Stuttgart 21" und "Sozialabbau-Sparpaket" ist es rund um den Afghanistan-Krieg ruhig, etwas zu ruhig, geworden. Aber der Krieg tobt weiter, täglich sterben Menschen!

Um diesen Krieg wieder in die Öffentlichkeit zu rücken und um etwas dagegen zu tun beteiligt sich auch die Gießener Friedensinitiative an den Aktionen der DFG-VK. So findet:
- am 12. November
- ab 16.00 Uhr
- in Gießen, bei den " 3 Schwätzern"
eine Mahnwache und eine Unterschriftenaktion für die Beendigung dieses Krieges statt. Die Friedensinitiative freut sich über Unterstützung dieser Aktion!

Für alle, zur Erinnerung um was es in diesem Krieg geht, einige Auszüge der Informationsbroschüre der DFG-VK:

" In Afghanistan findet ein Krieg mit deutscher Beteiligung statt. Aus einem Einsatz zur Stabilisierung des Wiederaufbaus ist ein Krieg gegen aufständische Kämpfer geworden. Die Bundestagsmandate für den Bundeswehr-Einsatz werden immer wieder verlängert und aufgestockt. Auch der Einsatz schwerer Waffen wird gefordert. Fordern Sie mit uns: Den Bundeswehr-Einsatz beenden - Verhandlungen unterstützen!

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Nach dem Abzug der sowjetischen Besatzungstruppen 1989 begann ein Bürgerkrieg....aus dem Krieg ging 1996 die Partei der sog. Taliban als Sieger hervor. Sie errichtete ein extrem repressives und menschenfeindliches Regime....

Für die Anschläge am 11.09.2001 machten die USA die AL-Qaida-Organisation verantwortlich. Sie griffen Afghanistan an....um gleichzeitig das Taliban-Regime zu beseitigen, was jedoch schon vor dem 11.09. geplant war. Damit begann der weltweite sog. "Krieg gegen den Terror" der USA und ihrer Verbündeten...bis Ende 2001 wurden die Taliban vertrieben.

....2001 wurde Karsai als Präsident eingesetzt, später gewählt. Die Regierung Karsei hat aber nicht....die breite Zustimmung in der Bevölkerung gefunden...eine Stärkung der Zentralregierung ist nicht in Sicht...es herrscht Krieg zwischen den westlichen Truppen und den Aufständischen.
Die NATO hat den Sieg in Afghanistan zur Existenzfrage erklärt. Das bedeutet der Krieg muss gewonnen werden, egal was es kostet und egal welcher Nutzen erzielt wird. Der Krieg wird ins Nachbarland Pakistan ausgeweitet und in Afghanistan intensiviert. Deutschland ist Kriegspartei!

Die USA wollen eine lang andauernde Anwesenheit mit ihren Truppen in Afghanistan. Ihre Strategien betrachten dieses Land als wichtige Position im "großen Spiel" um die Öl- und Gasvorräte im Mittleren Osten, als strategischeBasis gegenüber Russland, China und dem Iran. Afghanistan könnte auch ein wichtiges Durchgangsland für Pipelines werden.

Der "Krieg gegen den Terror" dient nur als Vorwand; offensichtlich braucht es keine militärische Basis in irgendeinem Land, um irgendwo anders auf der Welt terroristische Anschläge begehen zu können....das angebliche Ziel (Obamas), Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu erreichen, spielt keine Rolle mehr.

Die rot-grüne Regierung hat nach den Anschlägen vom September 2001 den USA die uneingeschränkte Solidarität erklärt. Deutschland hat einerseits gleichgerichtete strategische Interessen wie die USA an der Sicherung des Zugangs zu den Rohstoffen. Andererseits demonstriert Deutschland die Fähigkeit, in weit entfernten Gebieten Krieg zu führen, und unterstreicht damit seinen Anspruch, machtpolitisch mitspielen zu wollen. Deutschlands Sicherheit wird am Hindukusch verteidigt, weil mit "Sicherheit" die Aufrechterhaltung der militärischen und ökonomischen Überlegenheit der NATO-Staaten gemeint ist.

....Neun Kriegsjahre in Afghanistan haben gezeigt:
- es gibt kein Konzept für den Aufbau eines Staates durch Intervention von außen...
- die reale Macht in den Provinzen liegt bei patriarlichen Stammesführern, Warlords und Drogenbaronen, nicht bei der Regierung oder den Besatzern
- die wirtschaftliche Lage der Masse der Menschen hat sich nicht verbessert
....
- aktuell werden die Kosten des deutschen Militäreinsatzes auf mehr als 11 Mrd. Euro geschätzt (DIW)
- ....heute werden alle ausländischen Truppen zunehmend als Besatzer betrachtet
....Wiederaufbau und Sicherheit sind unter Kriegsbedingungen nicht möglich.

....die Bundesregierung ist mitverantwortlich für die Eskalation des Krieges, für die Zerstörung von Dörfern und die Tötung von Zivilisten, wenn sie die Bundeswehr nicht zurückruft!

Daher fordern wir als Schritte zur Abrüstung:
- Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr
....
- Abzug aller Atomwaffen aus der BRD
....
- Stopp aller Rüstungsexporte"

weiter Infos, auch der gesamte Text des Faltblattes, gibt es bei der DFG-VK oder auch unter www.schritte-zur-abruestung.de

Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.11.2010 um 21:47 Uhr
Hallo Stefan,

danke für den Beitrag. Ich kann mich den Forderungen und der geäußerten Kritik nur anschließen!
Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.11.2010 um 22:20 Uhr
Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.11.2010 um 18:28 Uhr
Wird Zeit, dass dieser unnötige Krieg beendet wird. Haben denn unsere Verantwortlichen nicht mitbekommen, dass damals die Russen auch den Kreig beenden mussten ohne ihn gewonnen zu haben?
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 08.11.2010 um 20:27 Uhr
Ja, Peter, das fragen sich viele, nur egal ob es Russen, Amis, Engländer oder Deutsche sind: die Gier nach Macht, Rohstoffen und Einflußgebieten macht sie "blind".
Christiane Pausch
5.636
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 09.11.2010 um 19:39 Uhr
Ich finde wir Deutschen haben überhaupt nichts "da unten" verloren! Die dortigen Parteien sollen unter sich ausmachen was sie wie wollen.Dass die Amerikaner sich ständig aus sonstwelchen Gründen dazwischen mischen und diese Kriege künstlich verlängern ist mir eh unverständlich.
Gewinnen tut doch nur die Waffenlobby und alles was daran hängt!
Also schon lange raus aus Afghansitan!!
Stefan Walther
3.933
Stefan Walther aus Linden schrieb am 09.11.2010 um 22:04 Uhr
Raus aus Afghanistan, sofort: das unterschreibe ich und wir als Friedensinitiative Gießen selbstverständlich!

nur, es sind nicht "wir" Deutschen, auch dem amerikanischen Volk würde man unrecht tun, denn auch dort ist die Mehrheit gegen(!) den Krieg!
Sie haben es schon selbst auf den Punkt gebracht, es sind diejenigen, die an diesem, wie an jedem Krieg ihren schmutzigen Gewinn machen unter anderem die internationale Waffenlobby!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Stefan Walther

von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
3.933
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