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Künstlerinnen und Künstler solidarisch mit Herbstaktionen des DGB!

Linden | In einem gemeinsamen Aufruf erklären sich KünstlerInnen, Kulturschaffende und andere solidarisch mit den Initiatoren von "gerecht geht anders" und rufen auf, auch als Künstler aktiven Widerstand gegen die Sparpläne der Bundesregierung zu leisten!
(mit ihrem künstlerischen und kulturellen Schaffen)

Hierfür haben sie frei nach W.Borchert ("sag nein!") ein Gedicht geschrieben, nachzulesen unter www.unruhestiften.de

einige Auszüge:

"Leistet Widerstand!"

Arbeitslose, wenn sie euch jetzt durch neue kommunale Zwangsarbeitsdienste den Rest an Menschenwürde nehmen wollen, den sie euch noch gelassen haben, dann gibt es nur eines: Leistet Widerstand!
Hartz IV-Empfänger, wenn sie euch nicht mehr Rentenversichern, weil sie der Auffassung sind, dass ihr ohnehin nicht so alt werden braucht, dann gibt es nur eines: Leistet Widerstand!
Deutsche, wenn sie euch wieder einmal demagogisch vorgaukeln, dass an der Krise nicht das herrschende Profitsystem von Banken und Unternehmen schuld ist, sondern eure ausländischen Nachbarn, denen es oft noch schlechter geht als euch, dann gibt es nur eines: Leistet Widerstand!
Bürgerinnen und Bürger, wenn sie euch immer wieder predigen, dass ihr über eure Verhältnisse gelebt habt, obgleich ihr genau wisst, dass die herrschenden Verhältnisse andauernd von uns leben, dann gibt es nur eines: Leistet Widerstand!

Mittlerweile haben bundesweit über 1.300 Menschen, überwiegend Künstler (u.a. Konstantin Wecker, Jane Zahn), den Aufruf von "Unruhestiften" unterschrieben!

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Kommentare zum Beitrag

Bernd Zeun
9.532
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 16.09.2010 um 19:31 Uhr
Was nützt es denn, sich mit Trillerpfeifen auf einen Platz zu stellen und ein bischen Lärm zu machen. Das hören die Ackermänner in ihren Villen doch gar nicht. Und Unterschriften stören sie auch nicht. Es hieß mal 'Proletarier aller Länder vereinigt euch' , vereinigt haben sich die Kapitalisten aller Länder, Gewerkschaften wurschteln lediglich national rum. Widerstand ist richtig, aber er muss über die Landesgrenzen hinweg koordiniert werden. Mit länderübergreifenden Streiks wäre vielleicht was möglich.
Stefan Walther
3.930
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.09.2010 um 20:58 Uhr
Hallo Herr Zeun,
besser hätte es ein Vertreter wie ich von "Proletarier aller Länder vereinigt euch"! auch nicht ausdrücken können! :-)

hierzu einige Anmerkungen:
- am 29.09. gibt es eine vom Europäischen Gewerkschaftsbund organisierte internationale Demo in Brüssel (auch von Gießen aus wird ein Bus fahren) = und das werden die Ackermänner zumindest hören
- es wird an diesem Tag in einigen Ländern der EU sehr wahrscheinlich zu einem Generalstreik aufgerufen = und das wird den Ackermännern sogar weh tun
- die Aktionen zu "gerecht geht anders" sind in erster Linie betriebliche(!) Aktionen und "das Trillerpfeifen" wird nur ein Nebeneffekt sein um auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden (falls es zum "Medienboykott" kommen sollte) = und das mögen die Ackermänner überhaupt nicht
- vom "Unterschriftensammeln" habe ich persönlich(!) auch so langsam "die Schnauze voll" (aber auch für die o.g. Künstler ist dies nur eine Nebensache, sie haben sich zum Beispiel kostenlos bei streikenden Arbeitern, z.B. der Firma Westerwelle, für deren Sache mit künstlerischen Beiträgen usw. ganz praktisch eingesetzt), und auch das ist wichtig, denn es gibt Kraft = und sowas wie Solidarität, das kapieren die Ackermänner ganz und gar nicht
- politischer Streik? eines der meist diskutierten Themen zur Zeit innerhalb der (deutschen) Gewerkschaften! Viele Kollegen meinen: wer sagt "wir sind alle Griechen (oder Franzosen)" = der muss auch kämpfen wollen wie die Griechen (oder die Franzosen) = jetzt machen sich die Ackermänner schon fast in die Hose :-)
- in einigen internationalen Konzernen (z.B. Continental) gibt es seit einiger Zeit gegenseitige Unterstützung, Solidarität der Beschäftigten über ländergrenzen hinweg = und das wird für die Ackermänner sogar gefährlich
Millionen sind stärker als Millionäre, das gilt heute wie früher, Herr Zeun, auch wenn Wirtschaft, Politik und Medien diese Wahrheit ständig abstreiten!
Hallo Lieber Leser
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von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
3.930
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