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Zum Antikriegstag am 01. September

Linden | Damit wir uns immer wieder in Erinnerung rufen wie das Versprechen der Politiker nach dem 2.Weltkrieg lautete: "von deutschem Boden, nie wieder Krieg!"

ein zwar nicht ganz neues (von 2006) aber hochaktuelles Lied von Hans-Dieter Wege:

Es steht ein Soldat...(Lied gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr)

Es steht ein Soldat im Afghanenland,
hält er Wache für sein Heimatland?
Sich regungslos das Mohnfeld zeigt,
eine Träne ihm ins Auge steigt.
Verachtest du dort droben nicht Terror und Mord,
was lässt du mich dann an diesem schrecklichen Ort?
Schick mich nach Hause, ich brauch keinen Sieg,
von deutschem Boden, nie wieder Krieg!

Es steht ein Soldat im Afghanenland,
mit einer Waffe in der Hand,
Waffen bringen niemals Fried,
ein Volk im eigenen Land niemals besiegt!
Verachtest du dort droben nicht Terror....

Wir senden Politiker ins Afghanenland,
sollen doch selbst nehmen die Waff` in die Hand!
Sich regungslos das Mohnfeld zeigt,
auch ihnen eine Träne ins Auge steigt!
Verachtest du dort droben nicht Terror....
Wir Politiker halten in Zukunft nun endlich mal Wort,
auch wir gehen nach Hause und zwar mit einem Sieg,
von deutschem Boden nie wieder Krieg!

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Kommentare zum Beitrag

Christian Momberger
10.830
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 26.08.2010 um 23:31 Uhr
Danke für den guten und wichtigen Beitrag, Stefan!
Ingrid Wittich
18.895
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 26.08.2010 um 23:39 Uhr
Dem kann ich nur zustimmen.
Dr. Manfred Klein
1.389
Dr. Manfred Klein aus Gießen schrieb am 27.08.2010 um 08:31 Uhr
Welche Alternative gäbe es zum Auslandseinsatz der BW? Zumal andere Staaten sich dort unter auch "verprügeln lassen".

Klar ist inzwischen sowieso, dass militärisch kein Sieg zu erringen ist. Somit folgt die nächste Frage: Sind die Taliban verhandlungsfähig und -willig?

Aber es geht um mehr: denn ein Abzug der "geprügelten Hunde" kann zum Gesichtsverlust führen und die Taliban würden dies als großen Sieg feiern, soll man ihnen das gönnen?

Ihr seht, ich bin genauso gegen diesen Wahnsinn wie, aber trotzdem kann man diesen bohrenden Fragen nicht so leicht aus dem Weg gehen.
Norbert Fust
2.914
Norbert Fust aus Gießen schrieb am 27.08.2010 um 13:11 Uhr
Finde ich prima:

Das Wolgalied aus dem Zarewitsch mit einer hoch aktuellen Textabwandlung!

(Wer hat schon alles in Afghanistan 'Prügel' bezogen ?)
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.08.2010 um 14:25 Uhr
Manfred, wie Herr Fust schon richtig feststellt: "Wer hat alles in Afghanistan Prügel bezogen?"!!! (die Ausrufezeichen von mir :-))
Afghanistan hat sich noch keinem Eindringling gebeugt!

wie heißt es in dem Lied "Ein Volk im eigenen Land niemals besiegt!"
sowohl die Sowjets als auch die derzeitigen Besatzer haben diese Erfahrung gemacht! aber Eroberer werden niemals "klug" (trortz Korea, trotz Vietnam, trotz Afghanistan....) denn wenn sie an den Profit denken (z.B jetzt neu entdeckte Rohstoffe in Afghanistan) dann setzt der Verstand aus.
Und die Taliban? Was spielten die vor dem Einmarsch der Sowjets für eine Rolle?=gar keine! Wer hat sie "groß" gemacht?=frag` mal beim CIA und dem pakistanischen Geheimdienst nach!
Dieses Argument "wir" hinterlassen beim Abzug Chaos ist nicht nur anmaßend sondern auch falsch, denn es gab auch für Afghanistan eine Zeit vor den Kriegen (auch wenn sie sehr lange her ist). Und das afghanische Volk will weder Taliban, noch Warlords, noch die ausländischen Truppen, es will nur endlich (selbstbestimmten) Frieden!
Ich wiederhole hier gerne nochmal meinen Buchtipp:
"Malalai Joya" (Ich erhebe meine Stimme) - Piper Verlag, eine Frau kämpft gegen den Krieg in Afghanistan. Unter anderem wurde sie als jüngste Politikerin Afghanistans in die Nationalversammlung gewählt....
Peter Herold
24.459
Peter Herold aus Gießen schrieb am 27.08.2010 um 16:33 Uhr
Ist ein Unterschied zu Wolgastrand ?
Stefan Walther
3.934
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.08.2010 um 02:27 Uhr
Ja, Gisela, nur einige Fakten zur Situation (vor allem der Frauen), die ja angeblich verbessert worden ist:
- ca. 1 Million Kriegswitwen in Afghanistan = betteln und Prostitution in einem vorher nie gekannten Ausmaß
- die zweithöchste Müttersterblichkeit in der Welt
- Kinder werden verkauft, weil die Eltern sie nicht mehr ernähren können
- 60 - 80 Prozent der Frauen sind von Zwangsheirat betroffen
- 57 Prozent der Mädchen, die heiraten sind jünger als das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter von 16 Jahren
- Selbstverbrennung von Frauen, die keinen Ausweg mehr sehen
- 5 Millionen Kinder ohne jegliche Schulbildung
Dies und noch viel mehr weisen die Untersuchungen der UN-Frauenorganisation UNIFEM nach, die eindeutig zu dem Schluss kommt, dass sich die Situation der Frauen in Afghanistan nach zehn Jahren Krieg nicht verbessert sondern verschlechtert hat!!!
Darüber hinaus: Wiederaufbau? das einzige was "boomt" ist der Opiumanbau. 61 Prozent der Bevölkerung sind chronisch unterernährt, die Lebenserwartung ist auf 43,1 (!) Jahre gesunken, die Alphabetisierungsrate gefallen(!) usw. usw. = und das sind dann die "Erfolge" der ausländischen Truppen!?
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von:  Stefan Walther

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Stefan Walther
3.934
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