Bürgerreporter berichten aus: Linden | Überall | Ort wählen...

Die Kaktusfeige

Eine Kaktusfeige, wobei die Stacheln entfernt wurden
Eine Kaktusfeige, wobei die Stacheln entfernt wurden
Linden | Die Kaktusfeige (Opuntia ficus-indica, Cactaceae) ist auch unter der Bezeichnung "Indische Feige" bekannt.
Sie ist die Frucht des Opuntien-Kaktus und wächst ursprünglich in den tropischen Regionen Amerikas, wo sie "Tuna" heißt.
Im 16. Jh. wurde sie von den Spaniern in den Mittelmeerraum eingeführt. Dort gaben ihr die Mauren den Namen "Christenfeige" und brachten die Kaktusfeige schließlich nach Nordafrika.

Der grüne Opuntienkaktus besteht aus vielen langen, flachen Stängelgliedern, welche mit Stacheln bzw. stachligen Härchen bedeckt sind. Aus diesen Stengelenden wachsen wunderschöne, leuchtend gelbe Blüten, die zu feigenförmigen Früchten reifen. Diese Früchte heißen deshalb "Kaktusfeigen".

Heute wird die Kaktusfeige im ganzen Mittelmeerraum sowie in allen tropischen und subtropischen Klimazonen angebaut z.B. in Mexiko, Südamerika, Afrika, Asien oder auch in den USA.

Die Kaktusfeige hat eine Länge von 4 bis 10 cm, und je nach Sorte, eine grüne, orange, rosa oder rote dicke, glatte Schale, die mit einigen kleinen dunklen "Warzen", auf denen sehr dünne Stacheln sitzen.
Die reifsten, schönsten Früchten
Mehr über...
reifen leider oft ganz oben, außer Reichweite, aber eine einfache Erntemethode kenne ich von meinem Vater und meinem Großvater. Man nimmt einen festen, langen Bambusrohr, schneidet das eine Rohrende etwas längst, so dass es sich gabelt, um dann damit die Kaktusfeigen mit etwas Geschick aufzugabeln und runterzuholen. Den Dreh hat man aber relativ schnell raus! :-)

Das Fruchtfleisch kann entweder grünlich, orangegelb oder sogar tiefrot sein. Es ist sehr saftig und erfrischend und schmeckt leicht säuerlich süß. Die vielen kleinen, dunklen und sehr festen im Fruchtfleisch enthaltenen Samenkerne, kann man bedenkenlos essen, auch wenn sie manchmal etwas störend wirken und gerne mal zwischen den Zähnen stecken bleiben...!

KAUF- UND VORBEREITUNGSTIPP:

Die im Handel angebotenen Kaktusfeigen sind zum Glück ohne Stacheln. Man kann sie also bedenkenlos anfassen. Die Frucht sollte beim Kauf eine schöne glatte, unbeschädigte Fläche aufweisen und auf Daumendruck leicht nachgeben.

Um die Schale zu entfernen, schneidet man am besten beide Enden flach ab und schält sie längst mit einem Messer ab.

REZEPT- UND SERVIERTIPP:

Eine Kaktusfeige schmeckt erstmal sehr gut roh oder mit etwas Zitronen- bzw. Limettensaft beträufelt.
Man kann daraus interessante Sorbets, Joghurts, Quarkspeisen oder Obstsalate zubereiten. Sehr exquisit schmeckt sie auch in grünen Blattsalaten.
Sie lässt sich purieren, durchsieben (denn die Samen sollte man ja lieber entfernen, da sie ohnehin beim Kochen sehr hart werden) und zu Konfitüre oder Gelee verarbeiten.

HALTBARKEITSTIPP:

Kaktusfeigen können bei Zimmertemperatur nachreifen. Sobald sie reif sind, sollte man sie im Kühlschrank aufbewahren, sind dann aber nur noch 2-3 Tage haltbar.

NÄHRWERT pro 100 g:

Kalorien: 38 kcal
Ballaststoffe: 5,0 g
Kohlenhydrate: 7,1 g
Fett: 0,7 g
Eiweiß: 0,8 g
Wasser: 85 %

Sie enthalten außerdem sehr viel Magnesium, viel Kalium, Vitamin C und Natrium. Sie wirken adstringierend.

Eine Kaktusfeige, wobei die Stacheln entfernt wurden
Eine Kaktusfeige, wobei... 
Eine Seite...
Eine Seite... 
wie die andere... :-)
wie die andere... :-) 
Aufgeschnitten... hmmmm!
Aufgeschnitten... hmmmm! 
... und schon ausgelöffelt!  :-)
... und schon... 
Die Schale ist mit kleinen Warzen-ähnlichen Punkten bedeckt, auf denen fast unsichtbare Stacheln sitzen...
Die Schale ist mit... 
DIe Bruchstelle, die am Opuntienkaktus hing
DIe Bruchstelle, die am... 
Wie eine Feige geformt, von daher der Name: "Kaktusfeige"
Wie eine Feige geformt,... 

Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 06.04.2010 um 20:32 Uhr
Schmeckt sehr gut. Das kann ich bestätigen. Habe ich dieser Tage in einem Restaurant in Scheiben geschnitten auf dem Dessertbuffet vorgefunden.
Sabine Roßkopf-Hollnagel
754
Sabine Roßkopf-Hollnagel aus Reiskirchen schrieb am 06.04.2010 um 20:32 Uhr
Vielen Dank , das war ja sehr informativ.
Muss sehen, dass ich mal eine zu essen kriege!
Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 06.04.2010 um 20:36 Uhr
Wird bestimmt lecker schmecken, habe aber leider noch nie eine probiert, Dankeschön für den wiedermal sehr interessanten Beitrag..
lg.Doris
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 06.04.2010 um 20:37 Uhr
Man kann sie tatsächlich zur Zeit im Handel bekommen! Mit etwas Glück vielleicht sogar im Supermarkt um die Ecke... :-)

@Ingrid, zu welcher Art von Dessert wurden die Scheiben von Kaktusfeigen serviert?
Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 06.04.2010 um 20:45 Uhr
Auf der Finca meiner Freundin auf Mallorca steht eine riesige Kaktusfeigenpflanze. Ich schätze sie auf 2 m hoch und ein Umfang von ca. 3 m. Dort habe ich die Früchte direkt von der Pflanze gepflückt. Sehr lecker- und "gefährlich"!
Einen Ableger von dort hatte ich seit ca.10 Jahren. Im letzten Winter haben wir ihn in unserem kleinen Gewächshaus gelassen, weil man ihn nicht mehr ins Haus befördern konnte. Leider ist er efroren. Er hatte auch schon Früchte getragen.
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 06.04.2010 um 20:52 Uhr
@Ilse: WOW... Ja, die werden riesengroß bei günstigem Klima... Schön, dass Du so lange aus einem Ableger sogar Kaktusfeigen bekamst. Schade, dass der harte Winter alles erfrieren ließ...
Ingrid Wittich
18.899
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 06.04.2010 um 20:56 Uhr
Es gab - wenn ich mich richtig erinnere - weißes Mousse, Rote Grütze, Sahne und Platten mit gemischtem Obst. Meistens esse ich bei diesen Gelegenheiten viel Obst.
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 06.04.2010 um 21:23 Uhr
Dann kann ich das mir sehr gut vorstellen... mmmmh Obst-Schlemmen vom Feinsten!!! :-)))
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Annick Sommer

von:  Annick Sommer

offline
Interessensgebiet: Linden
Annick Sommer
4.007
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
hmmm... Der Geschmack ist unwiderstehlich, ich sage es Euch!
Ein kleiner Herbst-Snack... für Kürbisfans!
Gerade heute neu experimentiert... Es gelingt ganz einfach und ist...
Ofenkürbis mit Leberterrine
Gefüllter Ofenkürbis mit Leberterrine
In der Gießener Zeitung findet man allerhand Informatives... und...

Veröffentlicht in der Gruppe

Fotofreunde Mittelhessen

Fotofreunde Mittelhessen
Mitglieder: 140
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Rotkehlchen
Ein "Kind" der Strasse!
Und es gibt sie doch, die Schutzengel für Tiere. Die kleine Katze,...
Weiter Gruppe des Beitrags:

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.