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Kiwano, die stachlige Melone

Ein reifes Exemplar
Ein reifes Exemplar
Linden | Die Kiwano (Cucumis metuliferus, Curcurbitaceae) ist eine Melonenart, auf deutsch: "Hornmelone" genannt.
Sie gehört wie Gurken, Zucchini, Melonen und Kürbisse zur Familie der Kürbisgewächse.

Ursprünglich in Südwestafrika beheimatet, gelang sie 1930 nach Neuseeland, wo sie ihren Namen erhielt, denn das essbare Innere schmeckt so ähnlich fruchtig-säuerlich wie ein Kiwi. Erst seit einigen Jahren wird die Kiwano nun auch in Europa, Kanada und in den USA angeboten.

Die Kiwano-Hornmelone ist in der Tat mit Stacheln bedeckt, welche an kleine Hörner erinnern.
Die Frucht wird etwa 10 cm groß, 5 cm dick und kann bis zu einem Pfund wiegen.
Ihre ungenießbare stachlige Schale bekommt mit zunehmender Reife eine intensiv leuchtende gelblich gesprenkelte Orangenfarbe.
Das Fruchtfleisch ist saftig und leuchtet intensiv grün. Es enthält sehr viele kleine, flache Samenkerne, die man mit essen kann. Der Geschmack der Kiwano vereint das Aroma von Melonen, Gurken, Limetten und Bananen.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass Kiwanos eine unbeschädigte, intensiv gelb oder orange leuchtende Schale haben. Ihre Stacheln sollten fest sein. Zu meiden sind matt aussehende Früchte.

Mehr über...
Neuseeland (2)Kiwano (1)Hornmelone: Kürbisgewächse (1)Exotische Frucht (19)
Obwohl sie relativ empfindlich sind, – sie schmecken am besten 10 Tage nach der Ernte - können sie jedoch bei Zimmertemperatur problemlos einige Tage aufbewahrt werden. Am besten schmecken sie, wenn sie 2 – 4 Stunden vor dem Servieren in den Kühlschrank gelegt werden, da sie in gekühltem Zustand noch aromatischer schmecken.


ZUBEREITUNG:
Am einfachsten ist es, die Frucht zu halbieren und das Fruchtfleisch aus der Schale herauszulöffeln.
Man kann sie aber auch schälen und dann das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden oder würfeln.
Sie lassen sich sehr gut entsaften, in dem man das Fruchtfleisch im Mixer zerkleinert und anschließend durchsiebt. Die leeren Schalen werden gerne als Deko verwendet.

Kiwanos können vielseitig verwendet werden: in Obstsalaten, Sorbets, Eiscreme, Quarkspeisen oder in Joghurt. Kiwano-Saft schmeckt vorzüglich in Salatsaucen und ist ein hervorragender Essigersatz.


ERFRISCHENDER KIWANO-GETRÄNK:
Pro Glas, den Saft einer gut gekühlten Kiwano mit einigen Tropfen Limetten- oder Zitronensaft und etwas Zucker vermischen. Das Ganze nach Gusto mit etwas Orangenlikör abschmecken und anschließend in eine Kiwano-Schalenhälfte einfüllen. Schön präsentieren und servieren.


NÄHRWERT pro 100 g:

Kalorien: 24 Kcal
Kohlenhydrate: 3,1 g
Eiweiß: 0,9 g
Wasser: 90,4 %

Kiwanos enthalten viel Vitamin C aber auch Eisen und Kalium.

Ein reifes Exemplar
Leuchtend grünes Fruchtfleisch
Blick von oben
Wie manch ein Dinosaurier-Rückenpanzer... ;-)
Obere Hälfte
Schöne Muster der Schale
Wie Bergkegeln sehen die Stacheln aus auf der Schale-Oberfläche
Käferperspektive
Im Gegenlicht...
Zoom auf die "Stacheln"
Igelball für Fakire u. ä.  ;-)
Sie sieht nicht nur lecker aus... ist auch so!
Eßbarer Samenkern
Kiwano-"Träne"
... Gleich ist alles ausgelöffelt!  mmmh lecker erfrischend!  :-)

Kommentare zum Beitrag

Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 24.03.2010 um 23:10 Uhr
oh mann, frau sommer, wo haben sie denn das ding wieder "ausgegraben"? das ist so spannend, was sie uns alles so vorstellen!
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 24.03.2010 um 23:21 Uhr
Diese grellen Exoten erobern anscheinend langsam unsere Einkaufsmärkte... Ob sie aber nur wegen der Feiertage angeboten werden, kann ich noch nicht sagen...
Ingrid Wittich
18.895
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 25.03.2010 um 16:32 Uhr
Das ist ja mal wieder eine interessante Frucht.
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 25.03.2010 um 17:02 Uhr
ja in der Tat, interessant in Farbe, Form und Aroma :-)
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Annick Sommer
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