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Wir bauen uns einen Sonnenkollektor - Lindener Schulkinder gegen die globale Erwärmung

Lindener Viertklässler präsentieren stolz ihre selbst gebastelten Sonnenkollektoren
Lindener Viertklässler präsentieren stolz ihre selbst gebastelten Sonnenkollektoren
Linden | Mit dem Thema Energieeinsparung und CO² Verminderung haben sich die Viertklässler der Burgschule Linden im Projekt „Richtig heizen- da freut sich die Umwelt!“ während ihres Sachkundeunterrichtes beschäftigt.

Wie entsteht die Erderwärmung und was kann ich zu Hause dagegen unternehmen? Wie wird Energie in Wärme zum Heizen umgewandelt und wie können wir sorgsam mit Heizwärme umgehen? Wie heizt ihr zu Hause, wie wird gelüftet, ist duschen oder baden besser für die Umwelt? Die Schüler der beiden vierten Klassen von Marion Arnold und Stefanie Eigenbrodt hatten viele Fragen.
Der Bezug zur eigenen Umwelt war für die Kinder dabei zum Verständnis besonders wichtig. Anstatt abstrakter Zahlen wurde das Thema Klimawandel aufgrund des umweltschädigenden Treibhausgases CO² und seiner gravierenden Auswirkungen kindergerecht von Fariba Dorner von der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. DUA mit einfachen und nachvollziehbaren Bespielen erklärt.

Besonderen Spaß hatten die Kinder dabei beim Basteln eines eigenen Sonnenkollektors. Aus einem Schuhkarton, der mit schwarzem Papier ausgeklebt und mit einer Plastikfolie bespannt wurde, entstand ein einfaches aber effektives Gerät, mit dem man nur mit Sonnenwärme Getränke erwärmen kann, was die Schüler mit eigenen Flaschen auch sogleich ausprobieren konnten.

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Auch Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz schaute vorbei, um die selbst gebastelten Kollektoren zu bewundern. In Linden wird Umweltschutz groß geschrieben. Bereits vor 10 Jahren hat die Stadt Linden alle Straßenlaternen mit Energiesparlampen ausgestattet und damit nicht nur CO² sondern auch 100.000 € eingespart.

Das pädagogische Programm „Wir wollen es wissen“, zu dem das Projekt gehört, wurde gemeinsam mit der Deutschen Umwelt Aktion und der Firma Vaillant entwickelt. Die Durchführung wird bundesweit mit Hilfe lokaler Partner durchgeführt. Die Firma Reitz-Topmann hat diese Aufgabe für 10 Schulen im Raum Gießen übernommen. Geplant ist das Projekt später zu wiederholen, da es von den Schülern sehr gut aufgenommen wurde. Sascha Reitz betont es sei wichtig die Kinder möglichst früh an das Thema Energie- und CO² Einsparung heranzuführen. Außerdem wolle er auch ein wenig Werbung in eigener Sache machen und bei den Schülern Interesse an handwerklichen Berufen wecken. In den letzten Jahren sei es nämlich leider immer schwieriger geworden qualifizierten Nachwuchs zu bekommen.

Die Begeisterung der Schüler für dieses Projekt lässt darauf hoffen, dass es nicht irgendwann doch einmal heißt: nach uns die Sintflut.

Lindener Viertklässler präsentieren stolz ihre selbst gebastelten Sonnenkollektoren
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