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Aubergine - Die verkannte Beere

Bei diesen kleinen Auberginen aus Thailand (Solanum torvion) erkennt man ihren Beeren-Ursprung
Bei diesen kleinen Auberginen aus Thailand (Solanum torvion) erkennt man ihren Beeren-Ursprung
Linden | Die Aubergine (Solanum melongena, aus der Familie Solanaceae der Nachtschattengewächse) ist eigentlich eine Beere. Ihre ursprüngliche Heimat ist Indien, wo sie seit mindestens 2500 Jahren bekannt ist. Ab 500 v. Chr. breitete sie sich aus über China, Persien nach Afrika und gelangte von dort im 14. Jh. nach Italien.

Die ersten Auberginen waren so bitter, dass sie nur zur Dekoration dienten. Man machte sie ohnehin verantwortlich für Geisteskrankheiten. Erst, als der Geschmack der Aubergine durch viele Kreuzungen entschieden verbessert wurde, setzte sie sich als Gemüsepflanze durch...

Es gibt viele verschiedene Auberginensorten in verschiedenen Größen, Formen und Farben: von creme-weiß über grün bis dunkelviolett und sogar orange..., lang gezogen wie eine grüne Gurke, fast kugelrund, birnenförmig, Eigroß oder winzig klein und rund wie kleinste, kernlose Weintrauben, so wie die Thailändische Sorte!

Heute werden Auberginen vor allem in China, Japan, in der Türkei, Ägypten und Italien angebaut. Alle Sorten mögen eher ein warmes Klima. Die fast meterhohe Pflanze blüht herrlich blau-violett.

Das gelbliche
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Fruchtfleisch der Aubergine hat eine schwammige Struktur, enthält kleine bräunliche, essbare Samenkörnchen und verfärbt sich sehr schnell an der Luft, so dass man sie gleich verarbeiten und/oder sofort nach dem anschneiden mit Zitronensaft beträufeln sollte.

Je älter das Exemplar, um so bitterer werden Schale und Fruchtfleisch, Bei größeren Früchten ist es deshalb ratsam, sie in Scheiben oder Stücken zu schneiden, mit Salz zu bestreuen und eine oder zwei Stunden lang stehen lassen, damit sie Wasser ziehen und somit etwas von ihrer Bitter1eit verlieren.
Eine Alternative ist es, sie in Wasser zu legen, um die Bitterstoffe etwas auszuschwämmen oder man kann sie einfach schälen, denn das Bittere steckt meist direkt unter der Schale. Die bitterarmen Sorten lassen sich ohne weitere Vorbereitung garen.

ZUBEREITUNG UND SERVIERTIPPS:
Die Aubergine schmeckt sowohl kalt als auch heiß und ist sehr vielseitig verwendbar: Zum Füllen, Braten, Gratinieren, Pürieren, Schmoren, Kochen, Dämpfen, in der Mikrowelle gegart etc... Bei letzterer Methode sollte man sie allerdings vorher einige Minuten in kochendem Wasser blanchieren und (generell) erst am Ende der Garzeit salzen.

In Asien und rund um das Mittelmeer spielen Auberginen eine große Rolle. Dort werden sie meist mit Tomaten, Knoblauch, Zucchini und Olivenöl zu einer „Ratatouille“, oder als Püree oder „Moussaka“ zubereitet.

Die dunkle Aubergine, wie wir sie kennen...
Die dunkle Aubergine, wie wir sie kennen...
NÄHRWERTE:
Je 100 g:
17 Kcal
2,8 g Ballaststoffe
2,5 g Kohlenhydrate
0,2 g Fett
1,2 g Eiweiß
92,6 % Wasser

Da ich aus Nizza stamme, will ich Euch die typische „Ratatouille Niçoise“ vorstellen.
Dieses Rezept ergibt 6 Portionen... auch für Singles ganz praktisch, denn die abgekühlte Ratatouille lässt sich prima Beutelweise einfrieren.

ZUTATEN FÜR DIE RATATOUILLE:
1 kg Tomaten
4 Knoblauchzehen
3 Zwiebeln
500 g Auberginen
1 kg Zucchini
500 g gelbe oder rotgelbe Paprikaschoten
80 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer
1-2 Lorbeerblatt
1 Kräutersträußchen Kräuter der Provence
2 EL frische gehackte Basilikumblätter
1 EL frische gehackte Petersilie

1. Die Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und häuten, Kerne entfernen und Tomaten vierteln. Knoblauch und Zwiebeln abziehen und hacken. Auberginen und Zucchini waschen und in Scheiben schneiden. Paprika waschen, halbieren, von Stielansätzen, Kernen und weißen Häutchen befreien und das Fruchtfleisch in Streifen schneiden.
2. Zwei EL Öl in einem Topf oder einer großen tiefen Pfanne erhitzen. Die Auberginenscheiben darin anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Das restliche Öl erhitzen und darin nacheinander Zucchini, Paprikastreifen, Zwiebeln, Tomaten und Knoblauch anbraten, dabei immer wieder ab und zu umrühren. Dann mit Salz und Pfeffer würzen und bissfest garen.
3. Die Auberginen, das Lorbeerblatt und das Kräutersträußchen zufügen und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Gemüse noch mal kurz scharf unter Rühren anbraten und dann gut 30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Kochflüssigkeit vollständig aufgesogen ist.
4. Die Ratatouille in eine vorgewärmte Schüssel füllen und mit Petersilie und Basilikum bestreut servieren.

Dazu passt am besten frisches, knuspriges Baguette-Brot, kleine griechische Nudeln, Bulgur, Couscous-Grieß, Hirse oder Reis.

BON APPETIT! :-))))

Bei diesen kleinen Auberginen aus Thailand (Solanum torvion) erkennt man ihren Beeren-Ursprung
Bei diesen kleinen... 
Die dunkle Aubergine, wie wir sie kennen...
Die dunkle Aubergine,... 
Alles bissfest angebraten..
Alles bissfest... 
Gewürze hinzufügen, abschmecken...
Gewürze hinzufügen,... 
Deckel zu und nur noch etwas köcheln lassen.
Deckel zu und nur noch... 
Mit Couscous als Beilage ein schnelles, leckeres und gesundes Gericht! ... Bon appétit!  :-) 2
Mit Couscous als Beilage... 

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Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.270
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 03.02.2010 um 20:21 Uhr
Auch großes Dankdeschön für diesen ausführlichen Beitrag. Auberginen sind gesund, kalorienarm und vielfach verwendbar.
Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 03.02.2010 um 22:57 Uhr
Dein Beitrag und das Rezept sind wieder sehr interessant.... Danke...
Habe heute gerade einen Auberginenaufstrich gegessen, war sehr lecker...
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 03.02.2010 um 23:33 Uhr
Hallo Doris, hat mein Beitrag Dich eben jetzt kulinarisch ein Bisschen beeinflusst oder war es purer Zufall? ;-) Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass es lecker war... :-)
Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 03.02.2010 um 23:45 Uhr
Hallo Annick, ich war auf einer Geburtstagsfeier und es war purer Zufall...
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 03.02.2010 um 23:53 Uhr
Das ist aber lustig! :-)
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