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Die Jackfrucht - Eine Wucht!

Agronom Francisco Vázquez prüft unreife Jackfrüchte.  Photo: Scott Bauer
Agronom Francisco Vázquez prüft unreife Jackfrüchte. Photo: Scott Bauer
Linden | Die Jackfrucht (Artocarpus heterophyllus, Moraceae) - auch Nangka genannt - wächst an einem Baum, der vermutlich aus dem Süd-indischen Raum stammt und heute in nahezu allen tropischen Ländern beheimatet ist.

Er wirkt sehr dekorativ und kann bis zu 15 m hoch werden.
Aus seinem Stamm wachsen zahlreiche Blüten, aus denen sich die Früchte an langen, holzigen Stielen hängend entwickeln.

Die Jackfrucht ist vor allem in Sri Lanka und Indien ein beliebtes Grundnahrungsmittel. Sie lässt sich - wie ihre nahe Verwandte die Brotfrucht - wie ein Gemüse zubereiten, aber auch als Obst verwenden.

Sie kann zwischen 30 und 90 cm lang werden mit einem Durchmesser von 25-50 cm und erreicht leicht ein Gewicht von rund 10 kg. Manche Sorten können sogar bis über 30 kg schwer werden.
Die Schale der Früchte ist rundum mit kurzen, scharfen Dornen bedeckt. Sie wird vom unreifen dunkel- bzw. blass-grünen Zustand mit zunehmender Reifung immer gelblicher und bekommt schließlich eine intensive gelbe Färbung.

Man unterscheidet zwischen zwei Hauptsorten: eine Sorte mit weichem, saftigem und süßem Fruchtfleisch und die andere mit bissfestem, nicht so süß und saftigem Fruchtfleisch.

Mehr über...
Tropische Frucht (2)Nangka (1)Jackfrucht (1)Exotische Frucht (19)
Jede Frucht enthält 50 bis 500 weißliche, essbare Kerne. Befruchtete Jackfrucht-Blüten sind ebenso essbar.
Nur Schale und Fruchtmitte sind ungenießbar. Sie werden als Viehfutter verwendet.
Wie die Banane kann die Jackfrucht nach der Ernte weiter reifen. Unreif gepflückte Früchte können also nach und nach genauso viel Geschmack entwickeln wie vollreife Früchte.

Weil sie sich relativ schwer transportieren und verarbeiten lässt, hat die Jackfrucht keine große wirtschaftliche Bedeutung im internationalen Handel.

EINKAUFS- UND SERVIERTIPPS:
Die Früchte sollten möglichst makellos sein und keine Weichstellen aufweisen. Reife Früchte sollten stark duften.
Weil sie so groß sind, werden die Jackfrüchte auf dem Markt meist in Stücke angeboten.

Unreife Jackfrüchte werden wie Gemüse und reife Früchte wie Obst zubereitet. Man kann sie natur roh oder gekocht genießen, gerieben oder in Würfeln geschnitten verwenden, in Obstsalaten oder zu Eisdesserts servieren.

Oft werden sie auch in Salzlake oder Zuckerwasser konserviert. Auch die Rinde lässt sich verwenden: kandiert, zu Gelee verarbeitet oder für ihr Pektin verwendet.
Die Kerne lassen sich wie Gemüse kochen, wie Erdnüsse rösten oder als Mehl verarbeiten. Dieses Mehl ist Grundzutat für indische "Chapattis" und "Papadums".

Getrocknete, leicht gezuckerte Stücke der Jackfrucht
Getrocknete, leicht gezuckerte Stücke der Jackfrucht
Gegart wird die Frucht entweder puriert, getrocknet, zu Chutneys verarbeitet oder als Beilage zu Currygerichten gereicht.

Eine Jackfrucht hält sich bis zu 10 Tage lang bei Zimmertemperatur. Aufgeschnittene bzw. reife Früchte sollten lieber im Kühlschrank gelagert werden. Sie sind nicht direkt zum Einfrieren geeignet, es sei denn, man legt sie in Sirup, welcher zu 1:1 aus Zucker und Wasser, und etwas Zitronensäure besteht.

VORBEREITUNGSTIPP:
Vor dem Aufschneiden der Frucht empfiehlt es sich, Hände und Messer mit Öl einzureiben, da der Fruchtsaft klebrig ist.
Nach dem Aufschneiden werden Kerne und Fruchtfleisch heraus gelöst.

NÄHRWERTE:
Die Jackfrucht enthält besonders viel Kalium.
Die getrockneten Kerne enthalten B-Vitamine, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Schwefel.

Je 100 g Früchte enthalten:
70 Kcal, 4,1 g Ballaststoffe, 15,3 g KH, 0,4 g Fett, 1,1 g Eiweiß und 74,6 % Wasser.

Je 100 g Kerne enthalten:
383 Kcal (!), 4 g Ballaststoffe, 74 g KH, 1 g Fett, 19 g Eiweiß, kein Wasser.

Agronom Francisco Vázquez prüft unreife Jackfrüchte.  Photo: Scott Bauer
Agronom Francisco... 
Getrocknete, leicht gezuckerte Stücke der Jackfrucht
Getrocknete, leicht... 

Kommentare zum Beitrag

Doris Kick
3.565
Doris Kick aus Hungen schrieb am 01.02.2010 um 01:18 Uhr
Das ist wieder sehr interessant, ich habe noch nie von dieser Frucht gehört.. :-))
Susanne Hermans
803
Susanne Hermans aus Lollar schrieb am 01.02.2010 um 08:39 Uhr
geht mir genauso liebe Doris :-)
spannend liebe Annick, lieben Dank und einen ganz besonders schönen Wochenanfang

LG
Susanne
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 01.02.2010 um 08:47 Uhr
Eine gute, möglich friedliche Woche wünsche ich Euch auch! :-)
LG Annick
Ingrid Wittich
18.894
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 01.02.2010 um 09:29 Uhr
Vielen Dank, dass ich wieder etwas erfahren konnten über eine Frucht, deren Namen ich vorher nie gehört hatte.
Hans Lind
1.681
Hans Lind aus Grünberg schrieb am 01.02.2010 um 09:48 Uhr
Diese Frucht kenne ich nicht.
Ilse Toth
33.256
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 01.02.2010 um 11:56 Uhr
Und wieder was gelernt! Auch ich hatte noch die von dieser Frucht gehört.
Rita Jeschke
2.807
Rita Jeschke aus Gießen schrieb am 01.02.2010 um 17:32 Uhr
Danke für die Beschreibung, Annick - wirklich interessant!
Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 01.02.2010 um 18:14 Uhr
Gute Information, von einer Frucht die ich noch nie probiert habe. Wo kaufe ich denn diese in Giessen?
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 01.02.2010 um 18:39 Uhr
Gute Frage, Regina... bin überfragt.
Sag mir bitte Bescheid, wenn Du eine in Gießen findest, ja?
LG Annick
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