Bürgerreporter berichten aus: Linden | Überall | Ort wählen...

Der Taro, eine leckere pelzige Knolle

Die kleinen Taros (5-6 cm ø) sind angeblich besser als die großen
Die kleinen Taros (5-6 cm ø) sind angeblich besser als die großen
Linden | Der Taro (Colocasia esculenta, Araceae) ist die Knolle einer tropischen Pflanze. Sie wächst meist wild in den Regenwäldern Indiens und Südostasiens und gedeiht auch in wärmeren gemäßigten Klimazonen. Seit 4000 bis 7000 Jahren wird sie bereits kultiviert. Später gelang sie nach Japan und China und zählt heute noch zu den Hauptnahrungsmitteln in der Karibik, in der Südsee und in vielen asiatischen Ländern.

Die Knollen haben eine dicke, quer gerippte, raue, behaarte bräunliche Schale. Das Innere ist meist weiß bis cremefarbig, sehr stärkehaltig und schmeckt süß. Von den 100 Sorten Taros gibt es längliche, die an die Süßkartoffel erinnern und rundliche, die wie Knollensellerie aussehen.

Die Taropflanze erreicht eine Höhe von bis zu 1,80 m und gehört mit ihren großen Blättern zu einer Zierpflanzenfamilie an und ist mit Philodendron und Dieffenbachia verwandt.

NÄHRWERTE je 100g:

Kalorien: 107 Kcal
Ballaststoffe: 3,9 g
Kohlenhydrate: 24 g
Fett: 0,2 g
Eiweiß: 2,0 g
Wasser: 69 %

Taro enthält viel Stärke und Kalium sowie etwas Magnesium, Phosphor und Eisen.

ZUBEREITUNG:
Taro muss vor dem Verzehr gegart werden, da er neben unverdaulicher Stärke auch Kalziumoxalat enthält, eine bittere, schleimhautreizende Substanz, die nur durch Garen zerstört wird.
Mehr über...
Taro (1)Asiatische Küche (4)
Da die Knollen einen klebrigen Saft absondern, der evtl. zu Hautreizungen führen kann, schält man sie am besten unter fließendem Wasser. Damit sie, bis man sie gart, nicht braun werden, legt man sie in kaltes Wasser.

Taro wird wie die Kartoffel zubereitet, er verfärbt sich jedoch in gegartem Zustand grau oder rosa. Er sollte am besten noch heiß gegessen werden, da sich das abgekühlte Fruchtfleisch in seiner Konsistenz verändert.

Taro wird gekocht (ca. 20 Minuten), gedämpft oder in der Mikrowelle gegart. Im Backofen gegarter Taro (25 Minuten) wird leicht trocken und sollte deshalb während des Garens immer wieder mit Butter oder einer Sauce bestrichen und dann heiß serviert werden. Er wird beim Purieren sehr zäh... Wenn man ihn in Suppen oder Eintöpfen verwenden will, sollte man ihn lieber erst 20 Minuten vor Ende der Garzeit zugeben, damit er nicht zerfällt.

Taro schmeckt sehr gut als Beilage zu Fleisch-, Geflügel- und Gemüsegerichten, frittiert, zu Kroketten oder zu Reibkuchen verarbeitet. Da er den Geschmack anderer Zutaten annimmt, wird er häufig auch zum Andicken von Suppen und Eintopf-Gerichten verwendet.

EINKAUFSTIPP UND AUFBEWAHRUNG:
Die Knollen sollten beim Kauf möglichst fest sein und keine weichen Stellen oder gar Schimmelbefall aufweisen.

Sie sollten - wie Kartoffeln - an einem dunklen, kühlen, trockenen und gut durchlüfteten Ort aufbewahrt werden.
Da sie schnell weich werden, ist es ratsam, sie möglichst bald zu verbrauchen.

Die kleinen Taros (5-6 cm ø) sind angeblich besser als die großen
Die kleinen Taros (5-6... 
Frische Taros
Frische Taros 
Frische, aufgeschnittene Taros
Frische, aufgeschnittene... 
Fertig gekocht
Fertig gekocht 

Kommentare zum Beitrag

Ilse Toth
33.255
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 30.11.2009 um 10:37 Uhr
Danke für diesen interessanten Bericht. Noch nie habe ich von dieser Knolle gehört.
Sabine Mayer
599
Sabine Mayer aus Pohlheim schrieb am 30.11.2009 um 13:31 Uhr
Ich kannte diese Knolle bis jetzt auch noch nicht.
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 30.11.2009 um 15:54 Uhr
Ja, lieber Albert, schau mal... das habe ich sogar zum Schluss bei den Kommentaren unterm Rätsel-Bild angemerkt ;-)

Alle Knollen, die man im Bild sieht, habe ich gegessen ... und sehr gut vertragen! ;-)))
Rita Jeschke
2.807
Rita Jeschke aus Gießen schrieb am 30.11.2009 um 18:03 Uhr
Was es alles gibt! Annick, Annick, was kennst Du denn noch alles....? ;-))) Ich bin gespannt, was noch für interessante Berichte folgen :-)))
Annick Sommer
4.007
Annick Sommer aus Linden schrieb am 30.11.2009 um 22:16 Uhr
jaaa, liebe Rita, das nächste Knollen-Rätsel ist nicht mehr weit... ;-)))
Liebe Grüße
Annick
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Annick Sommer

von:  Annick Sommer

offline
Interessensgebiet: Linden
Annick Sommer
4.007
Nachricht senden
Aktuellste Beiträge des Autors:
hmmm... Der Geschmack ist unwiderstehlich, ich sage es Euch!
Ein kleiner Herbst-Snack... für Kürbisfans!
Gerade heute neu experimentiert... Es gelingt ganz einfach und ist...
Ofenkürbis mit Leberterrine
Gefüllter Ofenkürbis mit Leberterrine
In der Gießener Zeitung findet man allerhand Informatives... und...

Veröffentlicht in der Gruppe

Mein Lieblingsrezept

Mein Lieblingsrezept
Mitglieder: 33
Aktuellste Beiträge der Gruppe:
Rezept für Lasagne al Forno
300g Lasagneplatten Für die Bolognese 3...
Bunt und Gesund- mein Wintersalat
Salat im Winter. Er kann lecker und gesund sein. Wenn man auf die...
Weiter Gruppe des Beitrags:

Weitere Beiträge aus der Region

SPORTING Taekwondo Trainer Eugen Kiefer mit Weltkampfrichter Chakir Chelbat
Eugen Kiefer erwirbt Europäische Coach-Lizenz zum Coachen auf Weltturnieren mit G-Status
Ins schöne schwedische Städtchen Västeras begab sich SPORTING...

Dieser Beitrag als Banner

Um diesen Beitrag als Banner auf deine eigene Homepage einzubinden, kopiere einfach folgenden Link und füge diesen Code in deiner Homepage ein.
Link:
Übrigens: unter "Meine Seite" findest du auch einen Banner zum Einbinden der letzten Beiträge, die du selbst verfasst hast.