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Erste Johanniter-Rettungshundestaffel Deutschlands feiert Geburtstag

Hans-Jürgen Inden mit Rettungshund Balou
Hans-Jürgen Inden mit Rettungshund Balou
Linden | 20 Jahre Rettungshundestaffel des Gießener Regionalverbandes der Johanniter waren Grund genug für einen Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag im Johanniter-Haus in Linden.
Im September 1989 von Stefan und Gabi Stroh gegründet, war sie damals die erste Hundestaffel der Johanniter bundesweit. Inzwischen ist ein 30-köpfiges Team(plus 20 Hunde) immer bereit, wenn ein Hilferuf eingeht. Vor allem verlangt werden die gut ausgebildeten Tiere und ihre Herrchen beim Aufspüren vermisster Personen. So nahm man beispielsweise bei der Suche des 2002 in Frankfurt entführten Bankierssohn Jakob Metzler teil. Das Wiederauffinden verirrter Senioren mit Demenz oder entflohener Jugendlicher mit Suizidabsichten stellen für Claus Schweitzer, stellvertretender Staffelführer, und sein Team die Alltagsarbeit dar. Auch bei Verkehrsunfällen kommt es immer wieder zu Einsätzen der Hunde mit dem ausgeprägten Riecher. So flüchten oft Unfallopfer unter Schock von der Unfallstelle und müssen schnellstmöglich wieder aufgefunden werden.
Prinzipiell kann laut Schweitzer jeder Hund zu einem Rettungshund ausgebildet werden. Jedoch sei es von
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Vorteil, wenn das Tier einen ausgeprägten Spieltrieb besitze und zudem eine gewisse Körpergröße überschreite. Unterschieden wird zwischen Flächensuchhunden und Trümmersuchhunden, die zusammen mit ihren Herren unterschiedliche Ausbildungen erfahren.
Die Ausbildung eines Teams dauert zwei Jahre, bevor man sich schließlich von einer Kommission prüfen lässt. Erst dann sind Einsätze möglich. Auch nach der Prüfung ist es nötig, zwei Mal die Woche mehrere Stunden lang die Tiere auf den Ernstfall vorzubereiten. Hierzu sucht die Gruppe sich möglichst viele unterschiedliche Trainingsgebiete. Vorzugsweise wählt man Waldgebiete oder alte Gebäudetrümmer. Doch dürfen die Orte sich nicht allzu oft wiederholen, da die Hunde sich schnell an die individuellen Gegebenheiten gewöhnen und somit der Lerneffekt abnimmt.
Die Tätigkeit ist vollständig ehrenamtlich. Auch werden die Tiere nicht vom Johanniter-Verband gestellt, sondern sind Eigentum der einzelnen Mitglieder und von jedem selbst ausgewählt.
Am Samstag konnten sich Besucher von den Fähigkeiten der Tiere bei einer Vorführung der Rettungsstaffel überzeugen. Beim Tag der offenen Tür gab es zudem eine Rettungsdienst-Schauübung inklusive Notarzt, Feuerwehr und einem Unfallwagen, der nahezu komplett zerlegt wurde. Ein Alkoholsimulator stellte den Einfluss von Drogen beim Autofahren dar. Für junge Besucher wurde ein Erste-Hilfe-Kurs angeboten und eine Hüpfburg aufgebaut. Auch konnte der komplette Fuhrpark bei einer Präsentation inspiziert werden. All das lockte bei gutem Wetter mehrere hundert interessierte Besucher.

Hans-Jürgen Inden mit Rettungshund Balou
Hans-Jürgen Inden mit... 
 
Der Fuhrpark
Der Fuhrpark 
Die Schauübung: Zunächst kümmert sich der Notarzt um die Unfallopfer
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Auch Feuerwehr durfte bei der Schauübung nicht fehlen
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Die Feuerwehrmänner warten auf ihren Einsatz
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Nach der ärztlichen Versorgung folgt die Abnahme des Dachs
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Sanitäter und Feuerwehr im Einsatz
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Ein Helfer der Feuerwehr entfernt das Dach des PKW, um die Insassin zu "befreien"
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