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Tagesradtour des RSV Linden in die Wetterau

Teilnehmer der Tagestour des RSV Linden
Teilnehmer der Tagestour des RSV Linden
Linden | Eine Burg, eine Perle und viel Rosen,
unter diesem Motto stand die 2. Tagestour 2009, dessen Ziel das Wetterauer Becken und die Kurstadt Bad Nauheim sein sollte. Das Wetter zeigte sich anfangs gar nicht von seiner besten Seite, aber es wurde besser und hielt auch den ganzen Tag an.
Am Lindener Rathaus konnte Dietmar Reichel 12 Radbegeisterte begrüßen und man startete danach auf dem neuen Radweg entlang der Landstraße nach Langgöns. Dabei kam auch schon der Kreislauf ein bißchen in Schwung, der danach noch eine weitere Steigerung beim Anstieg zum Limesradweg entlang der Autobahn Richtung Gambach erfuhr. Doch die Aussicht vom Waldrand bei Gambach über das gesamte Wetterauer Becken war schön und links im Hintergrund der das Panorama vom Hoherodskopf auch etwas diesig, so konnte man rechter Hand bis zum Feldberg schauen.
Durch das Hessentagsstädtchen 2007 Butzbach gelangte man vor Hochweisel zu einem wenig bekannten aber dennoch gepflegten Soldatenfriedhof, der besichtigt werden konnte. Unser nächstes Ziel war die um 1195 erbaute Komturkirche der Johanniter in Nieder Weisel. Dort befindet sich heute das geistige
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und geistliche Zentrum des 1071 gegründeten Johanniter-Ordens in Deutschland mit der einzigen Kirche, die noch im Besitz des Ordens ist. Wetterau und Apfelwein gehören zusammen und so führte uns denn auch die Apfelweinroute zur Kelterei Müller nach Ostheim, wo gegenüber das ehem. Rathaus sehr schön restauriert wurde. Auf der Speierlingstraße gelangten wir über einen Bergrücken ins Usatal nach Ober Mörlen. Doch zuvor luden vollbehangene Kirschbäume uns zum Naschen ein. Bemerkenswert ist nunmehr auch, daß wir im weiteren Verlauf unserer Radtour bis Rockenberg – ausgenommen Bad Nauheim –, katholische Enklaven antreffen, die zum Bistum Limburg gehören.
Auf dem Rosenradweg, dem Flüßchen Usa entlang, ging es auf verschlungenen Pfaden unter der Autobahn 5 hindurch. Es war schon ein aufregendes Gefühl mit eingezogenem Kopf die Brücke zu passieren, in der Gewißheit, daß da übereinem - faßt hautnah und lautstark, die Lastzüge fuhren. Immer am Flüßchen entlang erreichte die Radlerschar den Kurpark und von dort war es nicht mehr weit bis zum historischen alten Stadtkern Bad Nauheim und unserem Lokal, dem Deutschen Haus. Einem Fachwerkbau mit einem heimelichen Ambiente und schönem Innenhof. Die Wirtsleute erwarteten uns schon und beim Vogelgezwitscher in den Volieren und selbst gemachtem „Stöffche“ ließen wir uns das sehr gute Essen schmecken. Zum Abschied noch ein Foto mit der Wirtin/Köchin und es ging durch das Kurstädtchen weiter über den Goldstein, wo die Landesgartenschau 2010 ihre Schatten vorauswirft, in schneller Abfahrt nach Wisselsheim.
Das Rosenkaffee im Rosenmuseum, war unser nächstes Ziel, wo uns neben Kaffee auch eine Rosentorte erwartete, die übrigends sehr zu empfehlen ist. Das Flüßchen Wetter garantierte bis Rockenberg vorerst keine weiteren Anstiege. Dort kam die Gruppe vorbei am historischen Rathaus zur ehem. Zisterzienser Abtei Kloster Maria Schloß 1338-1803 die heute eine Jugendvollzugsanstalt beheimatet. Die hohen Mauern mit Stacheldraht versehen erzeugten bei dem ein- oder anderen schon etwas Unbehagen. Dafür freute sich das Auge wieder beim Anblick des in unmittelbarer Nähe liegenden zum Teil renaturierten ockerfarbenen Sandsteinbruchs, dessen am Eingang stehendes Schild auf ein Verbot des Sammelns der schönen kristallinen „Sandrosen“ hinwies. Etwas steilan aber danach mit ebenso schneller Abfahrt führte die Route weiter zum Eingang des (weißen) Sandwerkes in Gambach und von dort im Wettergrund nach Münzenberg. Dort im Zeichen des „Wetterauer Tintenfasses“ liegt ein wunderschöner „urzeitlicher Steingarten“, wo große Gesteinsbrocken aus vielen Erdzeitaltern liebevoll zusammengetragen imposant ausgestellt sind. Danach galt es noch einmal kräftig in die Pedale treten, denn es galt dem Wetterauer Becken den Rücken zu kehren, um auf „Heimathöhe“ zu gelangen. Der A 45 entlang kamen wir zu den Aussiedlerhöfen der Gemarkung Eberstadt. Gerade rechtzeitig, denn das „Maislabyrinth“ hatte seine diesjährige Saison eröffnet und Der-/Diejenige ließe es sich nicht nehmen von dem reichhaltigen Angebot für Gaumen und Magen zu probieren. Die letzte Etappe führte uns durch die Gemarkung Pohlheim über Grüningen und Watzenborn zu unserem Ausgangspunkt in Linden zurück. Die insgesamt 70 Kilometer dieser Tagestour verliefen überwiegend auf Radwegen und wenig befahrenen Straßen. Es war ein harmonischer Ablauf der Reise, die ohne Pannen oder gar Ausfälle verlief.
D.E.R.

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von:  Dietmar Reichel

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