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Der Deutsche Tierschutzbund warnt.....

von Iris Kumpfam 31.05.20092189 mal gelesenkein Kommentar
Linden | Nur ein Teil des für Futterpatenschaften gezahlten Geldes füllt die Näpfe im Tierheim, so der Vorwurf.

Tierschutzbund warnt vor „Futter für Tiere in Not“

Das Rottenburger Unternehmen „Futter für Tiere in Not“ wirbt Futterpaten für Tierheime und Tierschutzvereine an. Doch ein großer Teil der von Tierfreunden überwiesenen Gelder komme dem Tierschutz nicht zugute, so die Kritik des Deutschen Tierschutzbundes. Der Ludwigsburger Tierschutzverein kündigte nun die problematische Zusammenarbeit mit der Organisation.
Nach Berechnungen des Deutschen Tierschutzbundes bleiben rund die Hälfte der von Futterpaten eingezahlten Gelder beim Unternehmen „Futter für Tiere in Not“. „Sehr kritisch“ sieht der Tierschutzbund, nach Aussage seines Sprechers Steffen Buys, insbesondere auch die Werbungstaktiken der Organisation: „Es wird in Drückermanier agiert.“ Nicht nur an Infoständen, beispielsweise in Einkaufszentren, versuchten Handelsvertreter von „Futter für Tiere in Not“, Paten anzuwerben. Sie klingelten oftmals auch direkt an den Haustüren.
Die abgeschlossenen Patenschaften zählten nicht als Spenden, sagt Herbert Lawo, Vorsitzender
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des Landestierschutzverbandes, vielmehr seien es feste vertragliche Vereinbarungen. Danach verpflichteten sich die Paten, zwischen sieben und 56 Euro monatlich bei einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten an „Futter für Tiere in Not“ zu überweisen.
Das Geld werde auf einem Futterkonto gutgeschrieben, so Geschäftsinhaber von „Futter für Tiere in Not“, Oliver Baur, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Kooperationspartner, zu denen bisher auch der Ludwigsburger Tierschutzverein gehörte, könnten dann nach Bedarf Produkte bei ihnen bestellen. Auf genauere Nachfragen gab Baur keine Auskunft mehr.
Seit vier Jahren arbeiten die Ludwigsburger Tierschützer mit der bundesweit tätigen Organisation aus Rottenburg zusammen. Doch die Zusammenarbeit habe nicht dauerhaft funktioniert, berichtet Tierheimleiterin Ursula Gericke: „Mehrmals wurden Futterlieferungen ohne Vorwarnung nicht ausgeführt oder es kam nur ein Drittel der Bestellung an.“
Seitens „Futter für Tiere in Not“ erhielt sie verschiedene Begründungen dafür: Einmal habe es geheißen, man hätte nicht genügend Futterpaten für die Ludwigsburger Tierschützer. „Gleichzeitig wussten wir aber, dass es inzwischen 1 700 Paten gibt. Wobei nach eigenen Angaben der Organisation 1 200 unseren Futterbedarf bereits abdecken sollen“, sagt Gericke. Ein anderes Mal habe das Unternehmen den Tierschützern vorgeworfen, sie würden mehr Futter bestellen, als sie bräuchten und die überschüssige Tiernahrung weiter verkaufen. Doch dem sei nicht so, stellt Gericke klar. Sie hätten sogar noch selbst dazu bestellen müssen. „Das können wir auch alles in unseren Unterlagen nachweisen.“
Neben den Lieferschwierigkeiten stören sich die Ludwigsburger Tierschützer auch an einer für sie fragwürdigen Differenz zwischen den Preisen, die „Futter für Tiere in Not“ berechnet, und den tatsächlichen Handelspreisen. Für einen 15-Kilogramm-Sack Hundefutter buche das Unternehmen 90 Euro vom Futterkonto des Tierheims ab, so Gericke. „Wenn wir das Futter selbst einkaufen würden, bekämen wir für denselben Betrag jedoch vier Säcke.“
Der Tierschutzverein zog nun die Konsequenzen und beschloss, die Kooperation zu kündigen. Laut Landestierschutzverband ist das Ludwigsburger Tierheim kein Einzelfall. Auch bei anderen Tierheimen und Tierschutzvereinen, die eine Kooperation mit „Futter für Tiere in Not“ eingegangen sind, sei es zu Unklarheiten gekommen.
Daher appelliert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, an Tierfreunde, lieber direkt an die örtlichen Tierheime zu spenden, statt Patenschaftsverträge mit kommerziellen Firmen abzuschließen.

Entnommen den "Ludwigsburger Nachrichten" vom 30.05.2009

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