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Der 1. Mai ist und bleibt internationaler Kampftag der Arbeiterklasse!

Linden | Redebeitrag des Internationalistischen Bündnis Gießen auf der 1. Mai Kundgebung in Gießen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

So einen 1. Mai hat noch keiner von uns erlebt. In großer Sorge um die Gesundheit stellen sich gerade die Werktätigen an die Spitze des solidarischen Kampfs gegen die Corona-Pandemie. Selbstlos meistern sie den komplizierten Alltag, versorgen in den Krankenhäusern die Kranken. Genauso richtig ist aber auch, dass Arbeiter dagegen protestieren, wenn gerade Industriebetriebe aus reiner Profitgier und ohne ausreichenden Gesundheitsschutz weiter produzieren. Auch das Gesundheitswesen wird immer mehr dem Diktat des Maximalprofits unterworfen. Das lässt den Ruf lauter werden nach einer Gesellschaft, in der nicht der Profit, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht.Regierung und Monopole reden jetzt viel von „Solidarität“. Sie nennen es „solidarisch“, wenn die Arbeiter in der Metall- und Elektroindustrie mit dem unsäglichen Nullrunden-Tarifabschluss unter Zustimmung der IG-Metall-Führung sogar Lohnverlust machen. Ist es „solidarisch“, wenn Tausende (Leih-) Arbeiter entlassen werden? Wenn es für
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die Massen „Peanuts“ und für die Großkonzerne Milliarden-Rettungsprogramme gibt, die zu 90 Prozent aus unseren Massensteuern bezahlt werden? Was ist daran „solidarisch“, wenn Kleinstbetriebe pleitegehen und Pflegepersonal auf Schutzkleidung verzichten muss? Oder wenn die Herrschenden es zulassen, dass Flüchtlinge und Millionen Wanderarbeiter wie in Indien gar kein Zuhause mehr haben? Hier wird der Begriff der Solidarität schändlich missbraucht, um eine Ausbeutungsoffensive zur Abwälzung der Lasten der Weltwirtschafts- und Finanzkrise auf die Massen zu rechtfertigen. Bereits Mitte 2018 wurde diese neue Weltwirtschafts- und Finanzkrise eingeleitet, nicht erst durch Corona. Sie hat sich allerdings mit der Coronakrise abrupt verschärft. Seit Mitte 2018 geht die Industrieproduktion in Deutschland anhaltend zurück, die Autoproduktion ist 2019 um 11,6 Prozent in Deutschland eingebrochen.Deshalb auch gerade jetzt: Vorwärts zur Arbeiteroffensive – statt Unterordnung unter die Profitinteressen!
Gegen die Abwälzung der Lasten der Weltwirtschafts- und Finanzkrise und der Corona-Krise auf die Arbeiterklasse und die Massen!
Für wirksamen Gesundheitsschutz in den Betrieben! Bei notwendigen Arbeiten: Ausreichend Gesundheitsschutz für ArbeiterInnen, Arbeiter und Angestellte! Ansonsten: Freistellung von der Arbeit bei vollem Lohnausgleich! Großkonzerne müssen das komplett selbst bezahlen.
Volle Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge durch eine umsatzbezogene Unternehmenssteuer!
Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Pflege!
Ja zu Gesundheitsschutz, und zwar konsequent!
Nein zu politischen Notstandsmaßnahmen mit dem Abbau bürgerlich-demokratischer Rechte und Freiheiten!
Für die Befreiung der Frau und die Zukunft der Jugend!
Kampf um jeden Arbeitsplatz auf kosten der Profite! 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!
Für höhere Löhne und Gehälter!
Für ein vollständiges und allseitiges gesetzliches Streikrecht!
Schutz aller Flüchtlinge und Anerkennung in einer internationalen Konvention!
Rettet die Umwelt vor der kapitalistischen Profitwirtschaft!
Gib Antikommunismus keine Chance!

Um das zu schaffen müssen wir zusammenhalten in der Klassensolidarität und uns vor allem organisieren. Werdet dazu zum Beispiel kämpferisches Mitglied in einer Gewerkschaft, falls ihr es noch nicht seid, schafft die antifaschistische Einheitsfront und macht mit im Internationalistischen Bündnis oder seinen Trägerorganisationen, auch hier vor Ort. Kommt auf uns zu!
Gemeinsam können wir erfolgreich kämpfen für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Hoch die internationale Solidarität!

Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.723
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 01.05.2020 um 20:51 Uhr
Das sind dich nur hetzerische Phrasen.
Kampf der Arbeiterbewegung. Nehmt euch ein Beispiel am Sport Judo. Siegen durch Nachgeben. Sprich verhandeln. Kämpfen klingt nach Toten und Verwundeten. Das passt nicht in unsere Kultur und heutige Zeit.
Und ich wiederhole mich. Es gibt die Klasse der Arbeiter nicht mehr. Es gibt nur Selbständige oder abhängig Beschäftigte.
Ich war in meiner Tätigkeit immer bei Letzteren
Stefan Walther
4.742
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.05.2020 um 21:00 Uhr
"Siegen durch nachgeben"? Wo würden die Arbeiter heute stehen wenn sie statt zu kämpfen "nachgegeben" hätten?
Auch Wiederholungen machen falsche Aussagen nicht besser und wahrer Peter = wie schallte es durch den Demo-Zug: es lebe der 1. Mai ( der internationale Tag der Arbeiterklasse :-))
Christine Stapf
7.938
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 02.05.2020 um 09:49 Uhr
Peter Herold, das sind doch keine hetzerische Phrasen.
Sie führen den Sport als Beispiel an. Dort wird auch gekämpft, um Punkte um Medaillen und dies ohne Verletzte und Tote. Warum passt die gestrige Kundgebung nicht mehr in unsere Kultur ? Solange sich diese Erde dreht wird es immer einen Kampf um Gerechtigkeit geben.
Die Klasse der Arbeiter gibt es nicht mehr ? Ihre Wahrnehmung ist da doch etwas schräg.
Selbstständige schaffen sich ihre eigene Arbeitsbedingung, Abhängige, Angestellte und Arbeiter nicht.Und deshalb muss man die Bedingungen derer im Auge behalten, wie die Kundgebung am 1. Mai und notfalls auch durch einen Streik um eine halbwegs gerechte Arbeitswelt zu schaffen.
Michael Beltz
7.711
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 02.05.2020 um 16:36 Uhr
Peter Herold, du bist eben bei den Letzten
H. Peter Herold
28.723
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 02.05.2020 um 20:54 Uhr
Wer hat denn den 1. Mai zu. Feiertag gemacht?
Stefan Walther
4.742
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.05.2020 um 21:11 Uhr
Was soll die Frage Peter, meinst du man könnte den 1. Mai dadurch herabsetzen nur weil die Nazis ihn "zum Tag der nationalen Arbeit" als Feiertag bestimmt hatten?
Die Geschichte des 1. Mai ist eine lange Geschichte, sie geht zurück bis ans Ende des 19. Jahrhunderts... und für die weltweite Arbeiterklasse war es immer ihr "Internationaler" Kampftag!

Ich habe es an anderer Stelle schon erwähnt = versuche doch mal auf Kommentare ( und Beiträge ) konkret einzugehen und zu antworten... Fragen stellen ist relativ einfach, aber irgendwann werden die Leute die Lust verlieren immer nur deine Fragen zu beantworten...
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Stefan Walther
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