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Antikriegstag - Pressemitteilung des Internationalistischen Bündnisses Gießen

Linden | "Gegen jede imperialistische Aggression!"

Vor 80 Jahren, am 01. September 1939, hat der deutsche Imperialismus mit Hilfe seines faschistischen Hitler-Regimes den 2. Weltkrieg vom Zaun gebrochen. Über 55 Millionen Tote waren ein Ergebnis dieses Krieges. Anlässlich des Antikriegstages gilt es nicht nur der Opfer zu gedenken sondern sich auch gegen die aktuellen Kriegstreiber zu wenden. Kriegsursache sind heute in erster Linie die wachsenden Widersprüche zwischen den verschiedenen imperialistischen Ländern. Nach wie vor Hauptkriegstreiber in der Welt ist die stärkste Großmacht USA, der Widerstand insbesondere der Friedensbewegung muss sich jedoch gegen Kriegsvorbereitungen und Kriegshandlungen jedes Imperialisten richten - egal ob in West oder Ost - sei es nun der Iran, Russland oder die Türkei, Saudi-Arabien oder die USA... Ob in Syrien, in der Ukraine, in Venezuela oder in Afrika - überall geht es den Imperialisten lediglich um Macht, Einfluss und vor allem um Rohstoffe und Absatzmärkte. Auch die sich gerne friedfertig gebende EU ist weiter nichts als ein imperialistischer Block, der zunehmend eigenständig um
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die Weltmacht kämpft. Deutlich wird dieser aggressive Charakter u.a. mit dem Aufbau der militärischen Struktur durch die "Ständige strukturierte Zusammenarbeit" ( PESCO ) und einer von Deutschland und Frankreich geplanten EU-Armee. Die Rüstungsausgaben werden weiter steigen, das so genannte "2 Prozent-Ziel" soll auch in Deutschland bis 2024 erreicht werden.

Immer mehr Regierungen und bürgerliche Parteien rücken weltweit nach rechts, was die Kriegsgefahr erhöht. Ob Trump in den USA, Modi in Indien, Erdogan in der Türkei oder Bolsonaro in Brasilien.
Aber die Menschen sind mit dieser Entwicklung nicht einverstanden, sie wehren sich gegen Kriegstreiber und drohende Kriegsgefahr.

Als Internationalistisches Bündnis stehen wir für:
- Kampf gegen jede imperialistische Aggression
- Rebellion gegen die imperialistische EU ist gerechtfertigt
- Keine deutschen Truppen ins Ausland
- Kampf dem Militarismus - Bundeswehr raus aus den Schulen
- Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung

Kommt zu unserem Infostand, diskutiert mit uns, macht mit im Internationalistischen Bündnis

Samstag, 31. August, ab 10.30 Uhr, Seltersweg ( bei den 3 Schwätzern ) in Gießen

http://www.internationalistische-liste.de/

Kommentare zum Beitrag

Kurt Wirth
2.374
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 30.08.2019 um 18:02 Uhr
Damit Du, Stefan, nicht wieder über mangelnde Diskussionsbereitschaft klagst: Weitgehend stimme ich der Erklärung zu. Einiges ist mir zu unkonkret, abstrakt, theoretisch, schwer greifbar. Wer sind die imperialistischen Kriegstreiber in der Ukraine? Die vor ihrer westlichen Grenze hast Du nicht erwähnt. Wer sind die imperialistischen Kriegstreiber in Venezuela? Sind die Kurden in Syrien, die ein Bündnis mit den USA eingingen, Imperialisten? Das sind nur einige Fragen.

Rein theoretisch: Wenn die Hauptkriegsursache die wachsenden Widersprüche unter den imperialistischen Länder sind, so könnte man daraus schliessen, daß, wenn es den Imperialisten gelänge, ihre Widersprüche zurückzufahren (sei es aus Überlebensstrategien heraus oder dadurch, daß ein imperialistischer Machtkomplex die absolute Vorherrschaft gewinnt), ein Frieden im Imperialismus um sich greifen wird. Insofern ist mir der Punkt: Kampf gegen jede imperialistische Aggression zu vage. Man muß die imperialistischen Widersprüche auch ausnützen für den Kampf um eine bessere Welt.

Bevor ich mich da in irgendwelche unsicheren Perspektiven verstricke, neige ich eher den ganz konkreten Forderungen zu (auch oben enthalten, wie keine Auslandseinsätze, Bundeswehr raus aus den Schulen), und wie sie auch in dem DGB-Aufruf zum Antikriegstag enthalten sind:
http://www.dgb.de/themen/++co++bfb67658-b2d6-11e9-944b-52540088cada

U.a. sind das: Unterzeichnung des UN-Vertrags über das Verbot von Atomwaffen, den ansonsten schon 130 Staaten unterzeichnet haben, statt Steigerung der Rüstungsausgaben auf 2% des BIP, sowie die Umsteuerung dieser Ausgaben in den sozialen Bereich.

Einen Überblick über viele Aktionen zum Antikriegstag gewinnt man in:

http://www.friedenskooperative.de/termine
Stefan Walther
4.538
Stefan Walther aus Linden schrieb am 30.08.2019 um 19:23 Uhr
Schön Kurt dass du dich hier einbringst! Na ja, was die mangelnde Diskussionsbereitschaft betrifft, schau dir doch mal an um was es hier in der GZ in den letzten Wochen in den verschiedenen Beiträgen geht und wo überhaupt noch "Diskussionsbereitschaft" vorhanden ist...

Zu deinem Kommentar, also ich war schon erstmal etwas verwundert dass ein Kommunist solche Fragen stellt und für mich teils merkwürdige Schlussfolgerungen zieht:
- vorab: eine Pressemitteilung ist kein ausführlicher, alle Punkte begründeter "Aufruf", erst Recht keine umfassende Broschüre...
- auch in der Ukraine stehen sich die nach Osten strebenden westlichen Imperialisten und das imperialistische Russland gegenüber ( und wer "vergisst" in seinen "Analysen" fast immer die russischen Imperialisten? :-))
- was soll die Frage bezüglich Venezuela, willst du mich ein wenig auf den Arm nehmen? Jeder, der sich nur ein wenig damit beschäftigt, weiß, dass der US-Imperialismus auch in Venezuela Hauptkriegstreiber ist.
- die Kurden führen - nicht nur in Syrien - einen gerechten nationalen Befreiungskampf, auch das weißt du doch genau, warum stellst du mir solche Fragen? Und die Kurden wussten auch von Anfang an genau, dass sie den USA genauso wenig trauen konnten wie z.B. Russland.
- dein zweiter Absatz ist schon fast makaber: wie du auf die abwegige Schlussfolgerung kommst dass es den Imperialisten gelingen könne ihre Widersprüche zurückzufahren usw., das ist bestenfalls ein frommer Wunsch kleinbürgerlicher Pazifisten... und wer unter "Ausnutzung imperialistischer Widersprüche" versteht, sich auf eine ( schwächere? ) Seite eines Imperialisten zu schlagen, der landet früher oder später bei den Sozialchauvinisten und am Ende als Vaterlandsverteidiger... ( alles schon dagewesen, einfach mal wieder bei Lenin nachlesen "Über Krieg und Frieden" ) Eine "bessere Welt" wird nicht durch die Unterstützung einzelner Imperialisten ( oder durch Ausnutzung der Widersprüche ) erreicht werden, sondern einzig und allein durch den Kampf der Volksmassen!
- wie man einen durch und durch pazifistischen und reformistischen DGB Aufruf zum Antikriegstag als Kommunist positiv bewerten kann, das ist das was mich hier am allermeisten verwundert. Was ist da konkretes? Abrüstung schafft Frieden? Gerechte Welt im Kapitalismus? Umsteuerung in den sozialen Bereich? usw. usf.
- was die Forderungen im Beitrag betrifft = ja, man muss konkrete Forderungen stellen, die auch heute durchsetzbar sind. Aber man darf niemals "vergessen" klarzustellen, dass es ohne Überwindung des Imperialismus keinen Frieden geben kann, denn Imperialismus bedeutet gesetzmäßig auch Krieg. Und wie es Clausewitz schon treffend auf den Punkt brachte "Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit andern ( nämlich: gewaltsamen ) Mitteln".
Martin Wagner
2.568
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 07.09.2019 um 13:39 Uhr
War im Urlaub und habe deswegen nicht kommentiert. Wirklich schade, dass auf die zumeist sehr lesenswerte Beiträge von Stefan Walther so wenig eingegangen wird.
Stefan Walther
4.538
Stefan Walther aus Linden schrieb am 07.09.2019 um 16:00 Uhr
Und ich hatte mich schon gewundert dass wir uns am Antikriegstag nicht gesehen haben. Ich hoffe du bist gut erholt zurück Martin.

Unser Infostand war gut besucht, viele intensive Gespräche mit den verschiedensten Menschen... Einige haben sich in unsere Mitmach- und Infoliste eingetragen... manche wunderten sich ( was mich wiederum wunderte :-)) dass die russischen Kapitalisten nicht unsere "Genossen" sind, dass wir nicht den so genannten "real existierenden Sozialismus" verteidigten... es gab kaum jemand der die kriegstreiberische Politik verteidigte... auf der anderen Seite haben jedoch manche noch Hoffnungen / Illusionen in die EU und / oder die mögliche Einsicht und Vernunft der Herrschenden ( die werden doch nicht so blöd sein und selbst mit untergehen... )
Insgesamt ein sehr interessanter und dementsprechend auch erfolgreicher Infostand!
Martin Wagner
2.568
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.09.2019 um 10:31 Uhr
Richtig Kapitalisten sind - um es landläufig zu sagen - einerseits saudumm und anderseits egoistisch bis dorthinaus.

Wenn es den linken und fortschrittlichen Kräften nicht gelingt diese Spezies (benutze hier dieses etwas ungenaue Wort - will keine Sperre hier im Onlineteil riskieren) weltweit von der Macht zu entfernen wird "wie das Amen in der Kirche" in absehbarer Zeit die Situation entstehen, dass wie damals "die Reichen im Tanzsaal der Titanic weiter ihre Walzerrunden drehen während das Schiffe sinkt".
Es werden ALLE untergehen oder "mit in den Abgrund gezogen"; die Schuldigen und die Unschuldigen.
Das halte ich für besonders pervers. Wenn denen dann kurz vor dem Ende auffällt, dass sie "Scheisse gebaut haben" (aber der "Point of No-Return" längst vorbei ist) werden diese ...... in ihrem grezenlosen Egoismus den "letzten Tanz auf dem Vulkan starten". Hauptsache sie haben noch einmal "Fun", diejenigen die mit untergehen, können dann in viel elendigeren Verhältnissen verrecken. Kapitalisten interessieren die Armen einen "feuchten Kehrricht".

Mann / frau mag lange darüber diskutieren, dass der "Untergang des Schiffes" die verdiente Bestrafung der Reichen darstellt oder nicht. Das ist mir eigentlich egal.

Was mich fürchterlich auf die Palme bringt ist, dass ich als Armer wegen derer Dummheit und Egoismus mit untergehen werde.

Es ist zum Haare raufen. Einziger Trost ist, dass ich selber keine Kinder in diese Welt gesetzt habe; also zumindest in dieser Frage nicht versagt habe.
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Stefan Walther
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