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Kundgebung am Antikriegstag

Linden | Presseerklärung des Internationalistischen Bündnis Gießen:

Anlässlich des Antikriegstages führen das Internationalistische Bündnis Gießen, der kurdische Verein NAV-DEM, der Jugendverband Rebell und die MLPD eine gemeinsame Kundgebung durch. Dazu laden wir alle Interessierte herzlich ein.

Die Kundgebung findet statt:
- am Samstag, dem 01. September
- ab 11.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr
- Seltersweg 15 in Gießen

Neben Kurzreden der Veranstalter wird es diverses Informationsmaterial der beteiligten Organisationen geben. Auch haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit am "offen Mikro" ihre Meinung zu sagen, lediglich Rassisten und Faschisten sind von der Teilnahme an der Kundgebung ausgeschlossen.

Auszüge aus dem zentralen Aufruf des Internationalistischen Bündnis:

Am 1. September: Aufstehen gegen Faschismus und Krieg! Für Frieden und internationale Solidarität unter den Arbeitern und der Bevölkerung!

Die Welt gerät aus den Fugen: 68 Millionen - so viele Menschen wie noch nie - sind auf der Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr menschenwürdig leben können. Kriege sind ein Hauptfluchtgrund.
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Immer mehr imperialistische Länder rüsten auf und bereiten sich auf einen Krieg vor. Die Bundesregierung hat den Militärhaushalt - genannt Verteidigungshaushalt - auf 42,9 Milliarden Euro aufgestockt - rund vier Milliarden Euro mehr als 2018. Weltweit sind die Rüstungsausgaben auf 1,45 Billionen Euro gestiegen. Ihr Zuwachs ist so hoch wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.
Die Widersprüche zwischen den verschiedenen imperialistischen Mächten und damit die (Welt-)Kriegsgefahr verschärfen sich brandgefährlich. Insbesondere Syrien ist Brennpunkt dieser menschenverachtenden Politik - 6,3 Millionen mussten bisher fliehen...
Auch wenn es graduelle Unterschiede gibt, betreiben die imperialistischen Regierungen weltweit allesamt Chauvinismus, extremen Rassismus und Nationalismus und versuchen die Menschen nach Nationalitäten zu spalten....
Doch immer mehr Menschen stehen auf gegen diese Verhetzung! Zehntausende sind aktiv gegen die Polizeigesetze und gegen die Kriminalisierung der Flüchtlingshilfe. Das ist gut so! Verstärken wir den Friedenskampf! Hoch die internationale Solidarität!
Das Internationalistische Bündnis steht für:
Kampf gegen jede imperialistische Aggression!
Keine deutsche Truppen ins Ausland!
Bundeswehr raus aus den Schulen!
Solidarität mit dem kurdischen und palästinensischen Befreiungskampf!
Die Grenzen verlaufen zwischen oben und unten - für internationale Solidarität!

http://www.internationalistische-liste.de/?p=2617

Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.475
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 29.08.2018 um 20:19 Uhr
Danke für den lesenswerten Artikel. Ich werde kommen.

Aber wer mich so kennt wird wissen, dass jetzt ein ABER kommt .....

Warum ist eigentlich der Antikriegstag immer am 1. Sept.?????

Am 1.Sept.1939 hat Deutschland Polen überfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltfriedenstag

Da ich davon ausgehe, dass auch jüngere Mitbürger hier lesen wäre der Hinweis darauf sicher sinnvoll gewesen. (In der Schule hört der Unterricht meist bei Ebert und so auf.)

Außerdem wären damit die (sehr wichtigen) Passagen zu der Rechtsentwicklung in der BRD besser begründet.
Stefan Walther
4.381
Stefan Walther aus Linden schrieb am 29.08.2018 um 22:22 Uhr
Den Einwand halte ich für berechtigt Martin, es fehlt im Aufruf der historische Bezug, der Hintergrund für "warum der 1. September".

Dass der (Geschichts-)Unterricht heute meist vor Beginn des 2. Weltkrieges ( oder noch weiter davor ) endet, das weiß ich nicht. Zu "meiner" Zeit - evt. lag das auch an einem guten Geschichtslehrer - war das anders, "damals" wurde sehr wohl auch diese Zeit im Unterricht behandelt...
Christian Momberger
11.116
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 01.09.2018 um 22:08 Uhr
Schade, dass Euch heute verpasst habe. Bin wohl zu früh an der Stelle Eures Standes in der Stadt vorbeigekommen, war so ca. 10.30/10.45 Uhr. War nämlich unterwegs Flyer und Plakate für das fünfte Gießener 24-Stunden-Schwimmen der DLRG zu verteilen.

Und interessant fand ich auch, dass es am heutigen Antikriegstag drei verschiedene Ständen von linken Gruppen/Parteien und der Friedensbewegung gab (= DKP vor H&M, MLPD etwas weiter unten im Seltersweg, Gießener Friedensnetzwerk auf dem Kirchenplatz). Sicherlich nicht verkehrt, wen man an mehreren Plätzen in der Stadt vertreten ist, aber auf der anderen Seite schon irgendwie schade, dass es keine Zusammenarbeit aller friedensbewegten und Linken in Gießen gibt.
Wanja Lange
38
Wanja Lange aus Gießen schrieb am 02.09.2018 um 10:49 Uhr
Lieber Christian,
das sehe ich genauso: War super, dass so viel los war am Antikriegstag in Gießen. Und auch, dass sich viele verschiedene Kräfte beteiligt haben. Sicherlich gibt es auch Widersprüche innerhalb der Friedensbewegung. Aber wir müssen enger zusammenarbeiten, um der wachsenden Weltkriegsgefahr etwas entgegen zu setzen und für den Frieden zu streiten. Daher bin ich unbedingt dafür, dass im nächsten Jahr eine gemeinsame Kundgebung stattfindet!
Wir haben gestern übrigens unsere Kundgebung als Aktionseinheit durchgeführt. Das war nicht nur die MLPD, sondern auch Nav-Dem, REBELL und das Internationalistische Bündnis. Wir hatten im Vorfeld frühzeitig gefragt, ob Aktionen geplant sind und eine gemeinsame Sache angestrebt mit weiteren. Leider haben wir erst sehr spät eine Antwort erhalten, da war schon alles angemeldet.
Solidarische Grüße,
Wanja
Stefan Walther
4.381
Stefan Walther aus Linden schrieb am 02.09.2018 um 14:06 Uhr
Hallo Christian, ich teile deine Ansicht wenn du schreibst "schade, dass es keine Zusammenarbeit aller friedensbewegten und Linken in Gießen gibt". Wie Wanja schon schreibt hatten wir weitere - neben den an der Kundgebung Beteiligten - Gruppen und Organisationen angesprochen. Die DKP lehnte eine gemeinsame Aktion ab ( frag sie selbst nach ihren Gründen ), andere wie z.B. die ARAG konnten aus Zeitgründen nicht teilnehmen, wünschten uns aber viel Erfolg bei der Kundgebung.
Das Internationalistische Bündnis, dem ich auch angehöre, umfasst mittlerweile immerhin bundesweit 25 Organisationen und Parteien ( und über 20.000 UnterstützerInnen ), die auf Grundlage der gemeinsam beschlossenen Grundsätze zusammen arbeiten. Wir stellen unsere teils unterschiedlichen Positionen in Detailfragen dabei hinten an und diskutieren diese sachlich und solidarisch... Das gemeinsame Anliegen "gegen den Rechtsruck der Regierung - für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung" ist die gemeinsame Grundlage.
Und so sollte es unserer Meinung nach auch am Antikriegstag sein! Natürlich können und wollen wir dabei unsere Grundsätze nicht über Bord werfen, pazifistische Illusionen und sinnlose Appelle an die "Einsicht und Vernunft" der Regierenden der imperialistichen Länder ( egal ob USA, EU oder Russland oder die Türkei ) werden wir nicht mittragen und auch kritisieren...
Christian Momberger
11.116
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 02.09.2018 um 20:00 Uhr
Danke für Eure Kommentare Wanja und Stefan.
Tobias Rosandic
7
Tobias Rosandic aus Hüttenberg schrieb am 03.09.2018 um 14:23 Uhr
Ich denke nächstes Jahr werden wir es hinbekommen ein noch breiteres Bündnis auf die Beine zu stellen. Erste Gespräche dazu gab es ja schon und es bestehen ja sowieso gute Kontakte unter den einzelnen Organisationen die dieses Jahr aktiv waren. Ich denke aber vor allem das diese Lebendigkeit mit offenem Mikro und Musikbeiträgen positiv neue Standards gesetzt hat.
Martina Lennartz
5.596
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 03.09.2018 um 15:47 Uhr
Das Problem ist auch, dass sich keiner vor den Wagen eines anderen spannen lassen will. Das ist normal und erst mal völlig in Ordnung.
Das Material, welches dann bei einer gemeinsamen Veranstaltung/Kundgebung/Event ausgeteilt wird, sollte nicht den anderen/weitere Teilnehmer "schlecht machen".
Die DKP hat eine gemeinsame Veranstaltung als solche nicht abgelehnt, das stimmt so nicht!

Für die Zukunft teile ich Tobis Meinung:

Ich denke auch, dass wenn alle Interessierte sich rechtzeitig zusammen finden, einen gemeinsamen Nenner finden, einen gemeinsamen Aufruf starten, gemeinsam im Optimalfall die Aufgaben verteilen, sollte einer solchen Veranstaltung nichts im Wege stehen.
Stefan Walther
4.381
Stefan Walther aus Linden schrieb am 03.09.2018 um 19:46 Uhr
Prima Martina dass du das auch so siehst!
Natürlich müssen solche Bündnisse / Aktionseinheiten "auf Augenhöhe" stattfinden, einen gemeinsamen Nenner haben, niemand sollte sich vor den Wagen eines anderen spannen lassen usw. usf., alles richtig und wichtig. Und so kamen bei unserer Kundgebung auch alle zu Wort die etwas am offenen Mikro beitragen wollten.
Darüber hinaus gab es verschiedene Aufrufe, u.a. von NAV-DEM, der MLPD und dem Internationalistischen Bündnis, die auch vorgetragen wurden, so muss auch jede Organisation das Recht haben ihren eigenen Standpunkt darzustellen. Und das bedeutet auch, sachliche Kritik üben zu dürfen an Positionen, die die jeweilige Organisation nicht teilt.... mit "schlecht machen" hat(te) das nicht das Geringste zu tun, jede(r) hatte die Gelegenheit zu sprechen und auch zu antworten...

Ist zwar nicht mehr zu ändern, aber welche Gründe die DKP dann hatte, das können wir ja mal an anderer Stelle diskutieren!?

Stimmt, mit einer noch besseren Planung und Vorbereitung sollte zukünftig gemeinsamen Aktionseinheiten nichts im Wege stehen!
Tobias Rosandic
7
Tobias Rosandic aus Hüttenberg schrieb am 03.09.2018 um 23:07 Uhr
Also Begriffe wie jemanden "schlecht machen" kenne vielleicht bei 12 jährigen Schulkindern aber sicher nicht unter linken Organisationen! Die Argumentation man würde von den anderen schlecht gemacht ist doch nur der einfache Weg sich einem bestimmten politischen Widerspruch nicht stellen zu müssen! Als ob eine Organisation aus Spass oder subjektivem Eigeninteresse irgendeine Theorie erfindet welche die andere Organisation in ein schlechtes Licht rückt. So ein Quatsch. Wenn mich ein paar Trotzkisten kritisieren wwil ich die Sowjetunion verteidige dann muss ich als Kommunist diese Leute wissenschaftlich widerlegen und wenn ich das nicht kann dann bin ich entweder inhaltlich etwas schwach auf der Brust oder sie haben Recht und ich muss meine Positionen ändern! Denn genau dieses austragen politischer Widersprüche und das daraus resultierende ringen um den richtigen Weg ist doch das tägliche Brot der Revolutionäre und wo sonst wenn nicht in Bündnissen bei denen man sich in der Hauptseite einig ist, soll man denn die Widersprüche diskutieren?
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