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Weddellmeer – Initiative für ein neues Schutzgebiet im antarktischen Ozean

Linden | Im Oktober 2018 findet die Jahrestagung der Antarktis-Kommission (CCAMLR) statt. Im Rahmen einer EU-Initiative hat die alte Bundesregierung den Antrag gestellt, das Weddellmeer als neues Schutzgebiet auszuweisen. Die wissenschaftlichen Grundlagen hierzu wurden durch das Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung erarbeitet.
Das Weddellmeer befindet sich in über 14000 km Entfernung von hier vor dem antarktischen Kontinent und erstreckt sich über eine Fläche von 1,8 Millionen Quadratkilometern. Es beherbergt ein sehr vielfältiges Ökosystem mit ca. 14000 Tierarten, das sich über Jahrmillionen an die antarktischen Verhältnisse angepasst hat.
Das Weddellmeer gehört zu den letzten unberührten Gebieten im antarktischen Ozean und war bisher vom kommerziellen Fischfang weitgehend verschont geblieben. Durch die Klimaerwärmung wird der Zugang zu polaren Meeresgebieten wegen der Eisschmelze jedoch zunehmend erleichtert. Ziel der Initiative ist es, den empfindlichen Lebensraum vor den Gefahren der industriellen Großfischerei und potentieller Ausbeutung von Bodenschätzen zu schützen. Grundschleppnetze würden das
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empfindliche Ökosystem mit seinen Schwämmen, Korallen und Seesternen schnell zerstören. Eine zunehmende Krill-Fischerei (kleine, in großen Schwärmen lebende Krebse) würde den dort lebenden Fischen, Robben, Pinguinen und Walen die Nahrungsgrundlage entziehen. Letztendlich würde jedoch auch die Fischerei in den Nachbarregionen profitieren, weil das Schutzgebiet den dort bedrohten Meerestieren als Rückzugsort dienen kann, bis sich die Bestände erholt haben.
Die neue Bundesregierung muss das Schutzgebiet gegen den Widerstand von Ländern mit starken Fischerei-Interessen (z.B. China, Japan, Norwegen) vertreten und ist daher auf die Unterstützung der Öffentlichkeit angewiesen. (Unterschriftenlisten finden sich im Internet! Stichworte: Weddellmeer/Petition). In Wetzlar hat kürzlich die örtliche Greenpeacegruppe einen Wegweiser zum Weddellmeer installiert (Solmserstr. 1), um auf das Schutzgebiet-Projekt aufmerksam zu machen. (Foto K.J. Klein)

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