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Heißausbildung für Feuerwehrmänner

Markus Trinklein und Alexander Weiß, FF Linden bei Feurex/Rauchgasdurchzündung
Markus Trinklein und Alexander Weiß, FF Linden bei Feurex/Rauchgasdurchzündung
Linden | Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Linden bei Feurex im Brandsimulationscontainer.

Früher wurde ein Wohnungsbrand mit einem CM-Strahlrohr bekämpft, das nur zwei Einstellmöglichkeiten hatte. Heute gibt es moderne Hohlstrahlrohre, die dem Feuerwehrmann sechs verschiedene Möglichkeiten der Einstellung bieten. Um den richtigen Umgang mit diesen neuen Strahlrohren zu lernen und die Einsatzmöglichkeiten im Feuer zu testen, waren zwei Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Linden zu seinem 2-Tages-Seminar bei Feurex nahe Ingolstadt.

Im theoretischen Teil der Ausbildung wurde der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, das Vorgehen beim Öffnen einer Tür hinter der ein Feuer vermutet wird und die Löschmethoden bei Wohnungsbränden erklärt. An der Übungsanlage konnte der richtige Umgang mit den Stahlrohren geübt werden. Die Einstellung der Mannschutzbrause als Schutz bei einer Rauchgasdurchzündung wurde speziell trainiert. Als weitere Übung stand die Wärmegewöhnung an. In einem speziellen Container mussten die Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten bei Null-Sicht und Brandtemperaturen eine Kriechstrecke
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bewältigen und eine vermisste Person (Puppe) suchen. Abschließend zeigten die Trainer im Brandraum die Grenzen moderner Feuerschutzkleidung auf. Bei dieser Übung wurde die physische und psychische Belastung durch Hitze, Rauch und Null-Sicht verdeutlicht. Die letzte Übung des Tages war das Öffnen einer Tür inklusive Betreten des Brandraumes.

Der zweite Teil des Seminars beinhaltete das Erkennen von Rauchphänomenen. Unterschiede zwischen Flashover, Backdraft , Rauchgasdurchzündung sowie die Dancing Angles wurden erklärt. Der Theorie folgte auch hier die Praxis. Die Feuerwehrleute mit kompletter Feuerschutzbekleidung ausgerüstet, betraten nach einer Einweisung durch den Lehrgangsleiter den Brandsimulationscontainer und die Türen wurden geschlossen. „Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius am Brandherd und dicke Rauchschichten in knapp einem Meter Höhe waren schon sehr beeindruckend“ berichteten die Teilnehmer später. Eine Tür des Containers wurde geöffnet und die glimmende Glut bekam neuen Sauerstoff. Ein kurzer Luftzug, ein Aufflammen des Feuers und schon ging die erste Feuerwalze in einem Meter Höhe durch den Container und die „Luft brannte“. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. In den nächsten 45 Minuten wurden verschiedene Rauchphänomene und –durchzündungen gezeigt, die Möglichkeit der Notentrauchung mit einem Strahlrohr und die richtige Anwendung der Mannschutzbrause waren ebenfalls im Ausbildungsprogramm enthalten. Die letzte Übung beinhaltete das richtige Öffnen einer Tür wobei die Rauchgasdurchzündung „live“ eingebaut und die richtigen Gegenmaßnahmen automatisch eingeleitet wurden.

Weitere Informationen unter www.fflinden.de.

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