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Stefan Walther

Kommentare zu: Alles Gute zum 6tel Geburtstag liebe Ausgangssperre

6 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (21.05.2020 22:26 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 20.05.2020 um 19:10 Uhr
Martin: hast du das schonmal den Menschen bei der Montagsdemo erzählt die mit Hartz IV über die Runden kommen müssen? Oder Rentnern die gerade so über dem Hartz IV Satz liegen, Studenten die ihr Studium mit Jobs finanzierten die es für sie jetzt nicht mehr gibt? Die Liste lässt sich beliebig verlängern...
Ich weiß nicht ob sie auf dich losgehen würden oder einfach nur etwas ungläubig schauen würden...

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 21.05.2020 um 22:26 Uhr
Gut Martin, dann bleiben wir bei deinem wichtigen Punkt ( aber das andere wollte ich schon erwähnt haben ):
Ich bezweifle auch beim "Otto-Normal-Verdiener", dass er realistisch gesehen die Möglichkeit hat 2-3 Monatseinkommen auf der hohen Kante zu haben, dies ist aber nur Spekulation...
Vom Grundsatz her stimme ich dir zu, dass es Sinn macht eine Reserve zu haben. Ob die anderen, die diese nicht haben, lediglich einem Konsumterror unterliegen, halte ich aber ebenfalls für reine Spekulation. Man müsste sich die Sache schon genau ansehen = wie hoch ist das Einkommen, wie viel geht da für Miete, Lebensmittel, Kleidung usw. monatlich drauf... und was heißt schon "Konsumterror", auch das müsste erst genauer definiert werden. Ja klar, grundsätzlich gilt: Produktion nicht ausgerichtet nach den Bedürfnissen sondern allein nach dem Motto was bringt es an Profit...

Bist schon clever Martin, wie du das immer wieder einbaust, da werden wir uns auch so schnell nicht einig "ist es wichtig auch eine Lösung aufzuzeigen wie die Welt zukünftig aussehen soll - oder genügt es das hier und jetzt zu überwinden"?
Ist diese Meinungsverschiedenheit ein Grund nicht politisch zusammen zu arbeiten? Natürlich nicht, aber man sollte sich auf diese - aus meiner Sicht wichtige - Frage einlassen und ggf. auch solidarisch und offen darüber streiten...

Kommentare zu: Lesehalbzeit Mai 2020

8 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (20.05.2020 16:57 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 17.05.2020 um 21:42 Uhr
Wieso kannst du mit dem Lesen der Bücher nichts anfangen Peter, verstehe ich nicht. Für mich sind einige dieser kurzen Inhaltsangaben entweder ein Grund mir diesen Buch zu bestellen - oder auch nicht: so habe ich mir auch aufgrund eines Tipps von Frau Wittich "Die Hafenschwester" gekauft und angefangen zu lesen, bis jetzt bin ich nicht enttäuscht worden...

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 18.05.2020 um 12:56 Uhr
Peter, du hast schonmal von jemand den Tipp bekommen: erst mal in Ruhe überlegen bevor du in die Tasten haust!?
Was soll die Anmache? Ob hier Kommentatoren auf Beiträge und / oder auf andere Kommentare eingehen, das ist jedem selbst überlassen! Falls du sooo dünnhäutig bist, dann sorry, aber ich bin mir hier keiner Schuld bewusst...

Kommentare zu: Landkreis drückt Transferleistungsbezieher unter Existenzminimum

8 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (12.05.2020 19:48 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 11.05.2020 um 23:00 Uhr
okay Martin, ich denke du willst auch mich ein wenig auffordern jetzt darauf einzugehen... klar, ich habe ja auch den Beitrag eingestellt...aber ein längeres Zwiegespräch werde ich hier jetzt nicht nochmal führen, mal schauen ob`s doch noch andere gibt die dazu etwas beizutragen haben?

zu Punkt 1. ( auf 2. denke ich, brauche ich nicht einzugehen!? )

grundsätzlich: so lange der Parlamentarismus nicht politisch so abgewirtschaftet hat, dass er keine Bedeutung mehr für die Bevölkerung hat, vor allem für den überwiegenden Teil der Arbeiterschaft, so lange ist es absolute Pflicht auch für Linke sich an Wahlen zu beteiligen...

- man sollte unterscheiden zwischen z.B. einem Bundestag ( in erster Linie "Schwatzbude" ), die Entscheidungen werden fast immer in "Hinterzimmern" von so genannten Beratern, Interessenvertretern usw. gefällt... und kommunalen Parlamenten, dort kann sehr wohl auch von Linken durch Anträge das ein oder andere konkret erreicht werden
- ja, Linke - auch die Gießener Linke - sollten immer bestrebt sein die parlamentarische Arbeit mit der außerparlamentarischen zu verbinden! Ob die Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneten vor Ort diesem Anspruch gerecht werden? Nun, das müssen andere entscheiden, aber ich denke schon, dass dieser Anspruch ( fast? ) allen bewusst ist
- man darf auch nicht unterschätzen, dass auch die linken Parlamentarier, genauso wie andere aktive Menschen, ihre verschiedenen Schwerpunkte der polititischen Arbeit ( vor allem außerparlamentarisch ) haben: für die einen sind es umweltpolitische kommunale Themen, für die anderen die Wohnungspolitik usw., für andere wiederum "das Große und Ganze" nie aus den Augen verlieren und über den kommunalpolitischen Tellerrand immer blicken und sich engagieren... das nehmen dann Außenstehende evt. auch nicht immer richtig wahr "wer sich wo außerhalb des Parlaments noch engagiert"? Konkret versuchen wir auch als Kreisfraktion, im enggesteckten vorgegebenen Rahmen, z.B. durch eigene Veranstaltungen außerparlamentarische Arbeit mit der parlamentarischen zu verbinden
- ja mit den "Brandreden" ist das in kommunalen Parlamenten so eine Sache, da ist man vor allem darauf angewiesen inwieweit die örtliche Presse bereit ist auch die linken Positionen zu drucken und darüber zu informieren: mein Eindruck = in der Stadt funktioniert das noch relativ gut, im Kreis dagegen werden eher sogar "Peanuts-Anträge" oder auch teils völlig unbedeutende Beiträge der großen Parteien veröffentlicht... und die linken Beiträge und Pressemeldungen oft ( nicht immer! ) unter den Tisch fallen lassen. Warum? = spekulieren will ich hier nicht!

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 12.05.2020 um 19:48 Uhr
Das hast du falsch verstanden Martin: es geht nicht um`s "nach oben schielen", es geht darum, dass sie NEBEN ihrer kommunalpolitischen Arbeit in ihrer außerparlamentarischen Arbeit auch andere Schwerpunkte als die Kommunalpolitik haben - und das ist mehr als legitim, ich begrüsse das sogar sehr, denn ansonsten verliert man ganz schnell den Gesamtüberblick... und in der Praxis landen Leute die sich ausschließlich mit Kommunalpolitik beschäftigen, auch als Linke sehr schnell im Sumpf des Reformismus...

ich frage mich sowieso, habe ich mich so missverständlich ausgedrückt, oder wie kommst du darauf dass "das Große und Ganze nie aus den Augen verlieren" Karriere im bürgerlichen Parlament bedeuten könnte, es ging doch explizit um außerparlamentarische Politik bei diesem Punkt!?

so, jetzt warte ich aber wirklich ab ob sich nicht auch andere hier zum Thema melden....

Kommentare zu: Einladung zur Kundgebung: 75. Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus

13 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (11.05.2020 11:44 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 15:19 Uhr
Herr Stadler, meinen Sie etwa die Sommeroffensive der Roten Armee 1944, die zur Befreiung vom Faschismus in den baltischen Staaten und großer Teile Polens führte? = ja, das ist mit Sicherheit auch ein Grund die Rote Armee gebührend zu feiern!
"zusammen mit der Wehrmacht in Polen eingefallen"? Wie kann man sich nur solch eine Geschichtsverdrehung zu eigen machen?

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 19:22 Uhr
Für mich ganz einfach zu beantworten Kurt = was wäre alles noch geschehen, wie viele Tote noch usw., wenn der Faschismus nicht besiegt worden wäre?
Ja, gedenken auf jeden Fall, und nicht nur ( aber auch ) feiern... und das Wichtigste = die richtigen Lehren daraus ziehen...

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 07.05.2020 um 16:26 Uhr
@ Kurt: muss ich das verstehen? Die beiden letzten Sätze deines letzten Kommentars kapiere ich jedenfalls nicht.

@ Thorsten: freut mich Thorsten dass du hier noch mitliest und auch mal wieder kommentierst! Ich finde du interpretierst hier etwas zu viel in die Überschrift rein "klingt so als wäre der Faschismus aus dem Nichts entstanden...". Es geht meiner Ansicht nach um ein bestimmtes historisches Datum und Ereignis, das es zu würdigen und zu feiern gilt. Zusätzlich, und das gibt der Text des Aufrufs auch her, muss die weitere Entwicklung immer im Blick bleiben usw. usf.

@ Jonas und Michael:
ja, das hatte ich beim ersten lesen nicht bemerkt, es fehlt schon der Hinweis des antifaschistischen Widerstands in Deutschland, und evt. auch dass es nicht nur die Ermordung ( mit dem Ziel der Vernichtung ) der Millionen Juden gab, sondern auch die systematische Verfolgung, Verhaftung... bis hin zur Liquidierung zahlreicher anderer Bevölkerungsgruppen und Gegner des Faschismus.

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 11.05.2020 um 11:44 Uhr
@ Thorsten
prima dass du jetzt auch nochmal auf meinen Kommentar eingehst und antwortest ( so lange es noch einige wenige gibt, die so Meinungsaustausch führen, so lange werde ich mich hier auch noch in der GZ mit einklinken, die meisten - Beitragseinsteller und Kommentatoren - lassen ja Fragen und Kritiken fast immer einfach so "im Raum stehen", leider... )

Ja, ich denke auch, dass wir hier gar nicht so weit auseinander sind. Wobei ich etwas Probleme habe mit deiner Formulierung von "manchen Menschen", man sollte sie klar benennen = wessen Meinungsfreiheit wird eingeschränkt, wer versucht unter den derzeitigen Bedingungen Grundrechte abzubauen usw.
Ich denke dass es notwendig ist, einerseits den Widerstand gegen den Abbau demokratischer Rechte und Freiheiten klar aufzuzeigen und zu organisieren und andererseits aber auch aufzudecken wer versucht diesen berechtigten Widerstand zu missbrauchen, da ist Aufklärungsarbeit gefragt, ein paar radikal klingende Parolen werden da kaum weiterhelfen, damit isoliert man sich eher selbst... "Protest ist links!", das muss klar sein.

und richtig, und auch das geben der Aufruf und die verschiedenen Reden her, die Gefahr eines Faschismus wird so lange weiter bestehen so lange das kapitalistische Gesellschaftssystem nicht überwunden ist... und auch deswegen, auch da stimme ich dir zu, darf die Diskussion des Themas nicht aufhören...

Kommentare zu: 8. Mai in Gießen - 75. Jahrestag zur Befreiung vom Faschismus

10 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (10.05.2020 11:36 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 09.05.2020 um 23:35 Uhr
@ Peter und Jonas:

beide Meinungen sind mir persönlich zu einseitig, warum? =

natürlich war es nicht die gesamte deutsche Bevölkerung die den Faschisten zujubelte, zig tausende von verfolgten und ermordeten Gegnern des Faschismus belegen dies eindeutig, und der Widerstand hörte auch nie auf, auch wenn er nicht stark genug war Peter... ja und viele hatten auch plötzlich eine reine Weste, hatten angeblich nie etwas mit den Nazis zu tun, und nicht wenige davon riefen sicherlich auch "Nie wieder Krieg", auch das stimmt sicherlich.

ist es tatsächlich nur so gewesen dass die deutsche Bevölkerung lediglich nur nicht genug Widerstand leistete Jonas, hatten die Nazis keine Massenbasis in der Bevölkerung? Hätten sie diese Massenbasis nicht gehabt dann wäre weder die millionenfache Ermordung der Juden noch die vielfache Kriegsbegeisterung ( am Anfang des Krieges ) möglich gewesen. Faschismus hat immer eine Massenbasis, im Gegensatz zur Militärdiktatur, überwiegend aus dem Kleinbürgertum, aber nicht nur... richtig ist natürlich, dass nicht die Interessen der Massen sondern die Interessen des Großkapitals vertreten und durchgesetzt wurden und dass dieses die Nazis an die Macht gebracht hatte. Und dass die Niederlage des Faschismus ein Gewinn für die übergroße Mehrheit auch der deutschen Bevölkerung bedeutete, auch darüber brauchen wir sicherlich nicht zu diskutieren...

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 10.05.2020 um 11:36 Uhr
Doch Herr Nehmer, Sie haben Recht, man sollte dies erwähnen. In unserem Bericht ans Internationalistische Bündnis, haben wir diesen Zwischenfall am Ende der Kundgebung so beschrieben:
....
"Am Ende gab es aber leider noch einen Zwischenfall: Ein Mann, wir wissen nicht genau ob Faschist oder nur Spinner, hatte sich bewusst provozierend vor den Lautsprecher gestellt und den faschistischen Hitler-Gruß gezeigt, worauf er prompt von einem Ordner an den Rand befördert wurde. Er machte sich dann noch zum Affen, indem er sich theatralisch auf den Boden warf, vermutlich um einen tätlichen Angriff des Ordners vorzutäuschen. Die anwesenden Polizeibeamten haben aber lobenswert reagiert und sich nicht darauf eingelassen, sondern den Mann zur Vernehmung abgeführt."

bei Milatos

Kommentare zu: Friedhöfe und Kapellen auf Kreta

6 Kommentare letzter Kommentar von H. Peter Herold (10.05.2020 08:01 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 08.05.2020 um 21:51 Uhr
Tja unser Kreta-Osterurlaub dieses Jahr fiel Corona zum Opfer... wir werden ihn aber sicher nachholen... ich hoffe ja dass es noch einiges mehr dann zu sehen gibt als Friedhöfe und Kirchen ( kleiner Scherz )

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 09.05.2020 um 23:20 Uhr
Ich bitte darum - falls möglich, und warum sollte es andere nicht auch interessieren!?

Kommentare zu: Petition - Den 8. Mai zum Feiertag machen!

17 Kommentare letzter Kommentar von Martin Wagner (11.05.2020 11:28 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 04.05.2020 um 22:29 Uhr
Eigentlich halte ich nicht viel von Petitionen, da wird oft das eigene Gewissen beruhigt "ich hab ja was gemacht, ich hab doch unterschrieben...", und das Ganze landet dann mehr oder weniger im "Papierkorb"...
Wenn jedoch ein solch wichtiges Anliegen auf der einen Seite mit einer Petition ( immerhin schon über 80.000 Unterschriften ) verbunden wird mit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit, dann sollte man dies unterstützen.
Dazu gehört natürlich auch, die Forderung nach dem Feiertag mit weiteren konkreten politischen Forderungen zu füllen, und natürlich auch den 08. Mai gebührend zu würdigen und zu feiern.

Ich hoffe, dass auch hier in der GZ noch ein Aufruf zur Kundgebung in Gießen eingestellt wird!?

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 10:36 Uhr
@ Martin
Vorab: sehr gut dass du hier kommentiert hast und auch viele Punkte aufgegriffen hast!
Es ist wirklich nicht einfach - kurz - so dass die Leser nicht ermüden, auf alles in einem Kommentar einzugehen, ggf. versuche ich es in mehreren Kommentaren.

1. deine Kritik "leider etwas zu kurz..." halte ich für nicht angebracht, im Beitrag steht die Petition im Mittelpunkt und nicht die ausführliche Analyse der Herrschaft und des Sturzes der Faschisten ( ja man kann und sollte das in Kommentaren und Diskussionen aufgreifen, das stimmt )

2. den Punkt den ich aufgreifen will, ist deine Einschätzung zur Frage der Gesellschaftssysteme ( ob das dann tatsächlich allen Deutschen "übergestülpt" wurde, das wäre noch ne andere Diskussion )
- um was ging es den westlichen Allierten? um die Niederlage des Faschismus ( nicht nur des deutschen Faschismus! ) als Gesellschaftssystem? Das ist ein Irrtum: die beiden Gesellschaftssysteme hießen "Sozialismus und Kapitalismus", Faschismus ist lediglich eine von verschiedenen Herrschaftsformen im Kapitalismus, das darf man nie unterschlagen ansonsten begibt man sich auf die Schiene der bürgerlichen Geschichtsschreibung. Auch die Faschisten haben nichts an den kapitalistischen Verhältnissen geändert, im Gegenteil sie haben diese ( Ausbeutung der Arbeiter, Macht der Monopole... ) weiter verschärft. Und selbst die demokratischste bürgerliche Demokratie ist immer noch Kapitalismus! Man darf nicht einseitig den politischen Überbau ( faschistische Herrschaftsform ) betrachten, sondern immer auch die ökonomische Basis analysieren...
- also haben die Allierten gemeinsam und selbstlos gegen die Faschisten ( auch nicht nur gegen die deutschen ) gekämpft? Auch das zu behaupten wäre bürgerliche Geschichtsschreibung / Geschichtsrevisionismus: das Hauptziel aller kapitalistischen und imperialistischen Länder war die Vernichtung der Sowjetunion! Nur so ist auch zu erklären warum die kapitalistischen Länder erst sehr spät, erst als klar wurde dass die Sowjetunion die Faschisten besiegen würde, aktiv und offensiv in den Krieg eingriffen um ihre eigenen Pfründe zu sichern. Davor hatten sie alle eine gemeinsame Front ( vor allem Frankreich und England ) mit der Sowjetunion gegen die Faschisten mehrfach abgelehnt, in der Hoffnung Deutschland würde sich selbst schwächen aber auch die sozialistische Sowjetunion vernichten können...

Manchmal sagt ein künstlerischer Beitrag, hier ein Lied, auch mehr als "tausend Worte":
http://www.youtube.com/watch?v=8S0I0J_fXLo/

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 12:03 Uhr
Martin, habe jetzt noch kurz Zeit: na ja "mein Standpunkt ist hinlänglich bekannt", widerlege ihn doch bitte oder gehe konkret auf meinen Kommentar ein, das würde Sinn machen... oder willst du nur über deine Ansichten / Kommentarinhalte diskutieren? Und meine Antwort war ja auch eine konkrete Teil-Antwort auf deinen Kommentar.
Und diese "Systemkonkurrenz" ist heute aktueller denn je, kein Relikt aus früheren Tagen...
Ich werde dann auch noch auf den Punkt "Aufgezwungen, übergestülpt..." in einem späteren Kommentar eingehen, ich versuche ja zumindest immer alles zu beantworten...

Jetzt aber hier, wurde ja auch schon von Jonas aufgegriffen, aber auch da antwortest du nicht konkret auf Einwände, sondern wiederholst ausschließlich deinen Standpunkt, ist das ne Diskussion?
- die Armee, genauso wie die Polizei, die Justiz usw., sind Instrumente der herrschenden Klasse mit der Hauptaufgabe "Erhaltung ihrer Herrschaft", das ist Fakt, egal um welche herrschende Klasse, egal um welches Gesellschaftssystem es sich handelt
- deswegen ist es auch völlig utopisch und illusionär - und wenn auch noch so gut gemeint - zu fordern "alle Armeen müssen weg". Ja, einzelne konkrete Forderungen sind evt. durchsetzbar, vielleicht sogar "BRD raus aus der NATO" oder "Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr" oder "Kein Einsatz der Bundeswehr im Innern" usw. - das ist kein Widerspruch.
- aber anzunehmen man könnte der herrschenden Klasse ihre Machtinstrumente aus der Hand nehmen oder sie gar abschaffen ohne das Gesellschaftssystem zu überwinden, das sind nichts weiter als pazifistische Träumereien und haben mit der Realität nichts zu tun
- und immer wieder die gleiche ( falsche ) Behauptung: dann wäre auch mehr Geld da für Soziales. Denkst du ernsthaft, dass auch nur ein Cent mehr in den Bereich Soziales gesteckt würde wenn es weniger oder gar keine Ausgaben mehr für`s Militär geben würde? Geld war und ist schon immer genug da, es wird aber auch immer nur im Interesse der Herrschenden verteilt.. oder durch die Ausgebeuteten erkämpft auf Kosten der Profite, alles andere ist reines Wunschdenken - schau dir doch einfach nur mal an, wie die Milliarden und Millionen jetzt locker gemacht werden "zur Rettung der Wirtschaft"...

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 22:23 Uhr
Lieber Martin, darauf soll ich wirklich alles eingehen, während du sowohl die Einwände von Jonas als auch von mir als Nebensächlichkeit abtust? Willst du hier diskutieren, einen Meinungsaustausch... oder einfach doch nur Statements abgeben?

nur ein paar Schlagworte, ne Diskussion führe ich erst dann wieder wenn du auch auf konkrete Fragen und Kritiken konkret antwortest:
- ich bin auf deinen Beitrag eingegangen ( nicht daran vorbei ) weil du falsche Begriffe verwendest die zu falschen Schlussfolgerungen führen
- jeder Staat braucht eine Armee, Jonas hat die Gründe aufgeführt
- es ging, vor allem auch den USA, nie ernsthaft um ein Agrarland Deutschland, die BRD sollte ( und wurde ) zum Bollwerk gegen den Sozialismus in Europa aufgebaut werden
- Faschismus ist keine deutsche Besonderheit, kein Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte
- genauso wenig ist Kriegstreiberei eine deutsche Erfindung
- "die" Deutschen gibt es nicht, genauso wenig wie "die" Amis
- die Auflösung der Bundeswehr wird "auf die Tagesordnung gesetzt"? In welcher Welt lebst du denn?

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 22:58 Uhr
@ Jonas
Es dürfte ja bekannt sein, wie Martin schon im anderen Zusammenhang was meine Meinung betrifft schrieb :-), dass Jonas und ich aktive Mitstreiter im Internationalistischen Bündnis sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir immer der gleichen Meinung sind, nicht debattieren und auch hin und wieder solidarisch streiten:

also hier dein Zitat Jonas:
"Ich bin jedoch auch der Meinung, dass diese herkömmliche Art von Berufsarmee nicht dauerhaft und vielleicht auch nur sehr kurz und übergansweise die Interessen der Massen vertreten kann. Nur die bewaffneten Massen selbst können das.

Wie sinnvoll die Losung "Bewaffnet die werktätigen Massen" momentan ist kann ich tatsächlich kaum einschätzen." ( Zitat Ende )

Diesen Absatz verstehe ich nicht Jonas:
- was soll das für eine Berufsarmee herkömmlicher Art sein? Die Armee des Volkes ( der ehemals Unterdrückten und Ausgebeuteten ) hat mit einer "herkömmlichen Berufsarmee" nichts gemein, weder was ihre Aufgaben betrifft ( dem Volke dienen gehört da unbedingt auch praktisch dazu ) noch was die Struktur angeht ( Demokratie statt "hirnloser" Befehl und Gehorsam ) und vieles mehr wie z.B. keinerlei Sonderrechte aufgrund von Dienstgraden, Pflicht zur Rechenschaftslegung usw. usf.
- du kannst nicht einschätzen wie sinnvoll momentan eine Losung "bewaffnet die werktätigen Massen" ist? Das verwundert mich etwas: in welcher Situation leben wir heute, in welcher Phase des Klassenkampfs? Was würden die werktätigen Massen heute darauf sagen wenn solch eine Losung aufgestellt werden würde, falls sie überhaupt etwas dazu sagen würden? Rechte und "linke" Fehler und Einschätzungen sind beide schädlich und führen beide im Endeffekt zur Isolierung von den werktätigen Massen... und nutzen lediglich dem Klassenfeind.

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 07.05.2020 um 22:20 Uhr
also unter "ganz kurz" verstehe ich was anderes :-), was sind dann erst "lange" Kommentare?
willst du uns / mir ne Geschichtsstunde aus deiner Sicht geben Martin? Ich mache es wirklich "ganz kurz":

1. Zur nochmaligen Wiederholung: schau dir den Kommentar von Jonas an und die Realität
2. Es ist nicht wichtig was sie "sagen", es ist nur wichtig was sie "tun" = Marshallplan wäre ein Beispiel, Bruch des Potsdamer Abkommens ( bzw. nicht-Umsetzung ) ein anderes. Und nur das sind die Fakten.
3. es waren keine "Dummköpfe, die stümperhaft vorgegangen sind", sie wussten ganz genau was sie taten

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 08.05.2020 um 21:43 Uhr
Martin, gut dann führen wir noch ein wenig unser Zwiegespräch :-)

1. Doch, Jonas ist auch auf die Aufgabe der Armeen "zur Sicherung des eigenen Landes" eingegangen, zumindest was sozialistische Länder betrifft ( so lange es noch imperialistische geben wird )

2. Was Deutschland ( oder auch jedes andere imperialistische Land betrifft ): ob jetzt eine feindliche Armee an der Grenze steht oder nicht, das spielt doch hier gar keine Rolle. Imperialistische Staaten verfolgen - immer - das Ziel ihre Macht und ihren Einfluss, auch militärisch, zu vergrößern, der alte Satz gilt immer noch: "Krieg ist lediglich die Fortsetzung der Politik, nur mit anderen Mitteln"

3. Wer ist denn "wir" Martin? Nee, so einfach ist das nicht ( mehr ), Infrastruktur, Handelwege usw. "müssen" doch sogar aus deutschem Interesse am Hindukusch verteidigt werden

4. Schon wieder "Überbevölkerung"? Wieso sollte Deutschland "überbevölkert" sein? Was soll das denn für eine Logik sein, dass man dann - aufgrund von angeblicher Überbevölkerung - neuen Lebensraum gewinnen muss? Vorsicht Martin, du begibst dich hier ganz schön auf`s Glatteis!

5. Warum willst du dich in den Kopf der herrschenden Klasse begeben und dann vom "wir" brauchen das und das nicht aus beurteilen? Ich verstehe dich da nicht, alles muss vom Klassenstandpunkt aus analysiert und beurteilt werden, auch Friedenskampf ist Klassenkampf!

Kommentare zu: 8. Mai - 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

9 Kommentare letzter Kommentar von Kurt Wirth (08.05.2020 15:53 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 08.05.2020 um 13:50 Uhr
Danke für den Beitrag, habe ihn erst sehr spät gelesen - und auch die Info über die Entwicklung der Petition!

Ernstes Thema, gestatte mir bitte trotzdem ne kleine ironische Bemerkung = wieso wurden der Geschäftsführer und Prokurist aufgrund der Einführung der Dokumente des 22. Parteitags der KPdSU verhaftet? Wahrscheinlich hatten diejenigen, die sie verhafteten keinerlei Ahnung von dem was da dokumentiert wurde, staatsgefährdendes mit Sicherheit nicht :-))

Kommentare zu: Ist die kommunale Demokratie gefährdet?

3 Kommentare letzter Kommentar von Christian Momberger (08.05.2020 22:54 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 06.05.2020 um 19:17 Uhr
Ich bin mit Sicherheit kein Sympathisant der SPD, aber = ein sehr guter und wichtiger Beitrag, dessen Inhalt ich zu 100% unterstütze!

Kommentare zu: Der 1. Mai ist und bleibt internationaler Kampftag der Arbeiterklasse!

6 Kommentare letzter Kommentar von Stefan Walther (02.05.2020 21:11 Uhr)

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 01.05.2020 um 21:00 Uhr
"Siegen durch nachgeben"? Wo würden die Arbeiter heute stehen wenn sie statt zu kämpfen "nachgegeben" hätten?
Auch Wiederholungen machen falsche Aussagen nicht besser und wahrer Peter = wie schallte es durch den Demo-Zug: es lebe der 1. Mai ( der internationale Tag der Arbeiterklasse :-))

Stefan Walther
Stefan Walther schrieb am 02.05.2020 um 21:11 Uhr
Was soll die Frage Peter, meinst du man könnte den 1. Mai dadurch herabsetzen nur weil die Nazis ihn "zum Tag der nationalen Arbeit" als Feiertag bestimmt hatten?
Die Geschichte des 1. Mai ist eine lange Geschichte, sie geht zurück bis ans Ende des 19. Jahrhunderts... und für die weltweite Arbeiterklasse war es immer ihr "Internationaler" Kampftag!

Ich habe es an anderer Stelle schon erwähnt = versuche doch mal auf Kommentare ( und Beiträge ) konkret einzugehen und zu antworten... Fragen stellen ist relativ einfach, aber irgendwann werden die Leute die Lust verlieren immer nur deine Fragen zu beantworten...

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