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Wohnen in Gießen

von Frank Boldtam 24.09.20131029 mal gelesen4 Kommentare
Lich | Die Universitätsstadt Gießen ist mit etwa 76.000 Einwohnern die siebtgrößte Stadt Hessens und mit einer Anzahl von ungefähr 900 000 Kunden in ihrem Einzugsbereich gehört Gießen zu den bedeutendsten Einkaufsstädten Deutschlands. Die bekannte Justus-Liebig-Universität deckt nahezu den gesamten geistes- und naturwissenschaftlichen Themenbereich ab und zusammen mit der Technischen Hochschule Mittelhessen bildet sie mehr als 31 000 Studierende aus. Damit ist Gießen auch die Studentenstadt Nr. 1 in Deutschland.

Als logische Folge davon wird der Gießener Wohnungsmarkt entsprechend geprägt und es gibt einen überproportional hohen Anteil an kleine Apartments. Wenn zu Semesterbeginn die Studienanfänger auf den Immobilienmarkt drängen, werden auch qualitativ nicht gerade hochwertige Objekte an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Bei bezahlbaren 2-3 Zimmerwohnungen gibt es so gut wie keine Leerstände in Gießen.

Immobilienpreise und Entwicklungsaussichten in Gießen

Die durchschnittliche Kaltmiete in Gießen beträgt zum Stand September 2013 7,00 Euro/m² und damit ist die Mietpreisentwicklung mit -1% zum Vorjahr quasi gleich
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geblieben. Im Eigentumsbereich liegt der durchschnittliche Kaufpreis bei 1.700,00 Euro/m², auch dort haben sich die Preise mit +3% im Vergleich zum Vorjahr nur marginal erhöht. Für ein Baugrundstück beträgt der Preis ungefähr 184,00 Euro/m² und ist damit ziemlich genau auf dem Stand von 2007. Für frei stehende Ein- und Zweifamilienhäuser wird naturgemäß mehr bezahlt.

Die alteingesessenen Bürger bewohnen oftmals seit Jahrzehnten ihre Häuser, nicht selten leben in den Villen der Stadt seit mehr als 50 Jahren dieselben Familien. Vor allem junge Familien siedeln sich in den erst kürzlich geschaffenen Neubaugebieten an. Viele Wohnungssuchende kommen aus dem Umland. Damit ist für die stabile Nachfrage nach Immobilien gesorgt und die Stadtregierung versucht, die Situation mit Projekten wie einer Wohnanlage für Studenten in einer der Toplagen Gießens zu verbessern. Die Wohnungssuche ist stets auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, und so ist es empfehlenswert, sich auf Portalen wie zum Beispiel dem Immobilienportal Null-Provision umzusehen, auf dem Immobilien kostenfrei und ohne Maklergebühr angeboten werden.

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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
7.240
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 24.09.2013 um 16:14 Uhr
kaum lehrstand der wohnungen , na ja . schauen sie mal die roedgener sttasse an und wie viel der ehemaligen us wohnungen da noch frei stehen. kaum lehrstand ein bezahlbaren 2-3 zimmerwohnungen passt da schon besser in den text. betonung in bezahlbar !
204
Frank Boldt aus Lich schrieb am 24.09.2013 um 16:19 Uhr
Ok. Einwand akzeptiert und berichtigt.
Danke!
Birgit Hofmann-Scharf
9.630
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 24.09.2013 um 16:53 Uhr
Sorry Herr Boldt, sehr "schön geredet", die Wohnungsnot (!) bezahlbarer Wohnungen in Giessen. Für Studis ebenso wie für Familien.
Gebaut wird z. Z. viel - aber meistens Eigentumswohnungen !

Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie Sie zu diesem Miet- und Kaufpreisspiegel gekommen sind.
Letztendlich bitte die immens erhöhte Grundsteuer ( Rettungsschirm ) in Giessen nicht vergessen - die trifft den Mieter und den Besitzer spätestens ab 2014.
Martin Wagner
2.107
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.09.2013 um 09:44 Uhr
Korrekt Birgit, deine Ansicht, dass im Artikel versucht wird die aktuelle Situation schön zu reden, kann ich mich anschließen.

Z.B. sind die Angaben von Herrn Boldt zu dem durchschnittlichen Qudratmeterpreise ("Die durchschnittliche Kaltmiete in Gießen beträgt zum Stand September 2013 7,00 Euro/m² ...") offensichtlich aus einem Artikel in der Lokalpresse vor ein paar Tagen.

Dort steht korrekterweise, dass diese Zahl in einem umständlichen Verfahren aus der Lektüre von Wohnungsangeboten ermittelt worden ist und deswegen nur ein Annäherungswert darstellen kann.

Die Stadt Giessen hat auch weiterhin keinen verlässlichen Mietspiegel. Das will die sich selber in die Pleite getriebene Stadt eben nicht, denn dann müßten Hartz-IV-ler eventuell ein höherer Mietzuschuss gezahlt werden.

Da sich jetzt kurz vor dem Semesterbeginn die Situation auf dem Wohnungsmarkt dramatisch zuspitzen wird (viele neue Studenten und kaum ein erweitertes Angebot ...), wird hier vorsorglich versucht schon mal die Schuld an der Misere von der völlig verfehlten Politik der Stadt auf die Bürger abzuschieben.

Oder wie soll ich etwa den Satz "werden auch qualitativ nicht gerade hochwertige Objekte an den Mann bzw. an die Frau gebracht." anders verstehen. Im Kapitalismus gibt es natürlich raffgierige Menschen, aber ist diese kleine Gruppe wirklich an der jahrzehntelange falschen Politik schuld?

Und die Propagandaabteilung der Stadt (damit meine ich jetzt nicht Herrn Boldt) soll mir nicht mit dem Argument kommen, dass die den Wohnungsmarkt steuernden Gesetze auf Landes- oder Bundesebene gefällt werden.

1.
Sie hat ihre Möglichkeiten nicht vollständig genutzt. Z.B. wird wohl seit Jahren das Verbot der Umwandlung von Mietraum in gewerblich genutzten Räumlichkeiten im Rathaus nicht ernsthaft kontrolliert. (Meine Spekulation: kommunale Steuer für neu etablierte Gewerbe wird dringend gebraucht !)

2.
Der herrschende Block im Rathaus wird genau von den Parteien gestellt, die auf Landes- und auf Bundesebene am Ruder waren (oder sind)

Herr Boldt das Eigenlob der Stadt im letzten Satz halt ich zumindest für gewagt.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Frank Boldt

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