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Licher Kommunenporträt: Licher Bürgermeister Klein sieht eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Lich | Mehr Arbeitsplätze, konstante Gewerbesteuereinnahmen und eine positive wirtschaftliche Entwicklung – so antwortet der Bürgermeister der Stadt Lich, Bernd Klein (SPD), auf die Frage nach der aktuellen Situation in seiner Gemeinde. Seit 2008 führt er die Geschicke im Rathaus, das den Mittelpunkt des historischen Stadtkerns darstellt.
Umgeben von engen Gassen mit Fachwerkbauten, die durchgehend gut instand gesetzt wurden, dokumentiert die Stadt Lich ihre Historie, die bis in das 9. Jahrhundert zurückreicht.
„Auch dank des großen, ehrenamtlichen Engagements der Bevölkerung können wir unsere Stadt in gutem Zustand präsentieren“, sagt der Rathauschef. Denn die Kosten für die Sanierung von Straßen und Gebäuden seien „nicht unerheblich“.
Gleichzeitig müsse die Stadtverwaltung sparen, auch wenn die Option des kommunalen Schutzschirms bislang nicht beansprucht wurde. „Lich ist für künftige Herausforderungen gut aufgestellt“, meint Klein und verweist darauf, dass unter seiner Leitung die kommunalen Investitionen und die Haushaltslage trotz hoher Abgaben an den Landkreis „in Einklang gebracht wurden“.
Ziel seiner aktuellen
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Amtszeit sei es, die Bevölkerungszahl weiter zu erhöhen. Hierfür wurde das naturnahe Wohngebiet „An der Fasanerie“ erschlossen. Inzwischen ist es komplett verkauft und bietet genügend Platz für über fünfzig Bauobjekte, überwiegend zweigeschossige Bau­weisen und Doppelhäuser. Dass der Quantität auch Qualität folgt, belegen die Anstrengungen des Bürgermeisters die sekundären Standortfaktoren, die für Lebensqualität sorgen und mitunter Fachkräfte in die Stadt locken, zu verbessern. In diesem Sinne wurde in den vergangenen Jahren die Kleinkindversorgung weiter ausgebaut. Mit der morgigen Eröffnung des neuen Fachmarktzentrums sorgt die Stadt für eine ganzheitliche Nahversorgung. Zusätzlich eröffnet im August im Stadtteil Eberstadt ein ehrenamtlich geführter Dorfladen, der „beispielhaft“ für die dörfliche Nahversorgung dienen soll.
Noch in diesem Jahr soll, so der aktuelle Plan, die Breitbandversorgung in allen Stadtteilen zur Verfügung stehen. „Mit der günstigen Verkehrsanbindung und den ansässigen Schulen mit Ganztagsbetreuung bietet Lich optimale Bedingungen für einen attraktiven Wohnort“, sagt Klein.
Bernd Klein sieht aber noch weitere Pluspunkte für seine Stadt. So sei die Q-Stadt-Offensive zur Verbesserung des Services bei Dienstleistungen, Einzelhandel und Stadtverwaltung ein „Aushängeschild“ für die mittelhessische Kommune. „Das städtische Bürgerbüro hat sich neben den Licher Unternehmen für die Q-Stadt zertifizieren lassen“, erklärt Klein. „Damit wollen wir unseren Service für Bürger und Besucher unserer Stadt nachhaltig und ernsthaft verbessern und somit der Stadt ein Profil geben.“
Neben den wirtschaftlichen Aspekten bildet das bereits vorhandene Kultur- und Vereinsleben das Stadtbild. In Kürze wird ein neuer Kurzrasenplatz an der Fasanerie errichtet, der den Sportstandort rund um den VFR Lich weiter „aufwerten“ wird. Die moderne Sportanlage soll dazu beitragen, dass sowohl Breiten- als auch Spitzensport in Lich weiter Auftrieb bekommen. Zusätzlich wird das Dach des Hallenbads für rund 300 000 Euro saniert, womit auch die Schwimmsportler eine sichere Unterkunft erhalten. Natürlich dürften die Leistungen der Licher Basketbären und des dahinterstehenden TV 1860 Lich nicht unerwähnt bleiben, die mit ihrem Basketballteam regelmäßig Hunderte Besucher in die Dietrich-Bonhoeffer-Halle lockten.
Mit Veranstaltungen, wie den Licher Kulturtagen, dem Historischen Markt, dem Hessenjazz und dem Kunst- und Handwerkermarkt des Gewerbevereins demonstriere die Stadt ihre Leistungsfähigkeit und kulturellen Reiz. Die Stadtsanierung, die seit 1994 durchgeführt wird, sei fast vollständig abgeschlossen. Die Altstadt bietet eine passende Kulisse für mittelalterliche Veranstaltungen. Viele Touristen aus ganz Hessen nehmen zudem an den professionellen Stadtführungen teil, die unter anderem von den Turmfreunden veranstaltet werden. Im vergangenen Jahr wurden über 1 400 Touristen bei Stadtführungen gezählt.

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von:  Michael Nudelmann - Mitarbeiter der GZ-Redaktion

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