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Wolfgang Heyder referiert über Sponsorennetzwerk der Brose Baskets Bamberg

Lich | Hohen Besuch konnten die Licher BasketBären und die gastgebenden Stadtwerke Gießen am Freitagabend in den Räumlichkeiten der SWG in der Gießener Lahnstraße begrüßen, denn mit Wolfgang Heyder stand der Manager der in den letzten Jahren auf nationaler Ebene überragenden Brose Baskets Bamberg Rede und Antwort.
Nach Begrüßungsworten von Ina Weller von den Stadtwerke Gießen und BasketBären-Manager Dirk Schäfer, der die Anwesenden mit der Information der Gründung einer Basketball-Akademie im Gießener Raum unter Leitung von Dr. Wolfgang Leutheuser versorgte, war zunächst BasketBären Cheftrainer Igor Starcevic an der Reihe, der einen kurzen Rückblick auf die vergangene, von einigen Widrigkeiten begleitet Saison lieferte. Er bedauerte dabei vor allem die lange Ausfallzeit von Willis Gardner, der das Hirn der Mannschaft darstellte. Insgesamt war Starcevic mit einigen Auftritten seiner Mannschaft zufrieden, doch das frühe Ausscheiden in den Playoffs gegen Herten trübte seine Saisonbilanz ein wenig.
Nachdem Starcevic seine Vorfreude auf die neue Saison zum Ausdruck brachte und sich noch einmal für die Verlängerung seines Vertrages
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um zwei Jahre bedankte, richtete Moderator Martin Vogel das Wort an Heyder. Der erläuterte erst einmal, warum er überhaupt der Einladung der Licher BasketBären und der SWG folgte: “Aus meine Zweitligazeiten sind mir viele Duelle mit Lich in Erinnerung geblieben und vor allem Werner Soffel ist ein langjähriger Weggefährte von mir, daher bin ich der Einladung sehr gerne gefolgt”, so der gebürtige Schweinfurther, der eigentlich schon beim Neujahrsempfang der Licher als Gastredner auftreten sollte, aber aufgrund europäischer Verpflichtungen seiner Mannschaft verhindert war.
Am Freitagabend jedoch kam der Bamberger Manager vor rund 50 Gästen ins Plaudern und erzählte aus dem Nähkästchen der Bamberger Sponsorenlandschaft: “Wir haben in Bamberg 220 Sponsoren, von denen wir jeden gleich behandeln, egal wie viel er gibt. Unseren Sponsoren bieten wir eine spezielle Bindung über einen Business Club an. In diesem absolvieren wir dann Golf- oder Basketballturniere und unternehmen auch Ausflüge, zum Beispiel in Städte in denen wir in der Euroleague antreten.”
Als wichtigsten Aspekt für den Ursprung des Bamberger Erfolgs nannte Heyder eine volle Halle. Diese sei mit dem Umzug in die Stechert-Arena das große Ziel gewesen, denn mit einer durchgehend ausverkauften Halle wollte man Sponsoren anlocken, dies funktionierte ausgezeichnet.
“Man muss die Sponsoren erst einmal ins Boot holen, dann binden und begeistern, dann erhöhen sich die Engagements von ganz alleine, wenn sie merken, dass die Sache hier rund läuft”, berichtete der 56-jährige von hartnäckigen Sponsorenverhandlungen mit Rewe oder adidas.
Den Gießener Abstieg bezeichnetet er als hausgemacht und nicht zwingend nur den finanziellen Mitteln geschuldet. “Die geforderten Standards wurden an anderen Standorten einfach besser umgesetzt. Tübingen zum Beispiel liefert mit wenig Geld ausgezeichnete Arbeit ab. Hier gibt es viel Tradition und gute Jugendarbeit, doch die Vereine treten nicht geschlossen auf. Das klappt bei uns in Bamberg sehr gut und auch deshalb spüren wir den Rückhalt der gesamten Region. Es ist ein Geben und ein Nehmen”, stellte Heyder der Basketballregion in Mittelhessen nicht das beste Zeugnis aus.
Die Liga allgemein sieht er durch die gehobenen Standards auf einem guten Weg und befürwortet auch eine Reduzierung auf 16 Teams. An der TV-Präsenz ließ Heyder jedoch kein gutes Haar. “Nationale Vermarktung gibt es im Basketball nicht und auch die Projekte im TV sind nicht die besten. Man müsste
auf jeden Fall ein Magazin fest installieren und aus den Spartensendern rauskommen, ein Livespiel sei nicht der Weisheit letzter Schluss. Wenn wir in der Euroleague das „Game of the week“ bestreiten, sehen das 55 Millionen Menschen in 90 Ländern der Erde, nur in Deutschland ist es nicht zu sehen”, stellte er kopfschüttelnd fest.



Spannend waren auch die Ausführungen des Redners zu seinem Engagement an der Säbener Straße in München, wo er mithalf das Projekt des FC Bayern Basketball auf die Beine zu stellen. “Von mir stammte die Idee Dirk Bauermann ins Boot zu holen und eine Mitgliederbefragung durchzuführen, diese haben wir natürlich so formuliert, das Fans des FC Bayern gar nicht mit nein antworten konnten”, schmunzelte Heyder, der diese Doppelbelastung durch gutes Zeitmanagement verkraftete und ohnehin eine 100-Stunden Woche zu haben scheint. Das er somit quasi einen aufstrebenden Kontrahenten selbst geschaffen habe bereute Heyder nicht, der seine Ausführung mit der ein oder anderen witzigen Anekdote würzte und dafür sorgte, dass die Gäste beim anschließenden kalten, rustikalen Büffet einiges an Gesprächsstoff, nicht zuletzt das Angebot von Heyder ein Freundschaftsspiel beim SWG-Cup zu absolvieren, hatten und den gelungenen Abend gemütlich ausklingen ließen.

 
 
 
 

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