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Packender Playoff-Krimi in Lich: Basketbären besiegen Hertener Löwen in letzter Sekunde

Trainer Igor Starcevic (schwarzer Sakko) erklärt seinen Spielern den Masterplan für das letzte Spielviertel.
Trainer Igor Starcevic (schwarzer Sakko) erklärt seinen Spielern den Masterplan für das letzte Spielviertel.
Lich | Begeisterte Fans, erleichterte Spieler und ein Spiel, das das Prädikat „besonders sehenswert“ verdient. Am vergangenen Samstag erlebten Basketballfans in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle eine unvergessliche Achterbahnfahrt der Gefühle.
Für die Licher Basketbären ging es um Alles oder Nichts. In der aktuellen Saison hat sich das Team um den Trainer Igor Starcevic für die Playoff-Teilnahme qualifiziert. Nach der
knappen Niederlage in der Höhle der Hertener Löwen, waren die Bären im Zugzwang, denn ein Sieg musste unbedingt her, um die Chance auf ein Weiterkommen in die nächste Playoff-Runde zu wahren.
„Nach der ersten Hälfte hätte ich nicht auf die Basketbären gewettet“, gesteht ein Bären-Fan nach dem Spielende. Die Löwen
aus Nordrhein-Westfalen unterstrichen ihre
starke Leistung mit einem komfortablen Vorsprung von 58:34. Dabei sind die Gäste ein hohes Tempo gegangen und brillierten mit einer sehr guten Quote bei Distanzwürfen. Die Bierstädter konnten der Übermacht der Löwen kaum etwas entgegensetzen. Ihre Angriffe wirkten zerfahren und der Ball fand seinen Weg viel zu selten in den Korb.
Auch im dritten Viertel wurde das Spiel der Gastgeber nur unwesentlich besser. Zwar wurden mehr Punkte erzielt (79:59), jedoch mussten die Fans immer wieder miterleben, wie das Aufbauspiel der Bären durch Fehlpässe unterbrochen wurde. Zudem waren die Licher Spieler zu passiv im Abwehrverhalten und verpassten mitunter mehrere Rebounds. Diese Möglichkeiten nutzten die Hertener Löwen wiederum, um ihren Vorsprung zu verwalten.
„In der zweiten Hälfte war es ein unglaubliches Spiel!“ Trainier Igor Starcevic und das gesamte Basketbären-Team konnten nach der Leistungsexplosion in der letzten Viertelstunde des Spiels ihr Glück kaum fassen.
In den letzten Minuten der Begegnung gaben die Löwen ihre Dominanz gänzlich ab und verhalfen dem Gegner mit unfassbaren Fehlpässen und selten gesehenen strategischen Fehlern zu einem Wahnsinns-Comeback. „Wir sind im letzten Viertel eingebrochen, weil wir viele falsche Entscheidungen getroffen haben und Kleinigkeiten falsch gemacht haben“, versuchte
der Hertener Trainer Markus Düringer den Rückschlag seines Teams zu erklären.
Ganz anders die Basketbären: Angefeuert von ihren Fans in der voll besetzten Bärenhöhle legten die Spieler jegliche Unsicherheit ab und erzielten einen Korb nach dem anderen. Gut so, denn am Ende setzten sich die Bären mit nur einem Punkt Vorsprung gegen die Gäste durch (87:86).
Dem Ziel entgegen: Mathias Perl und seine Teamkollegen hatten zum Schluss den entscheidenden Zug zum Korb.
Dem Ziel entgegen: Mathias Perl und seine Teamkollegen hatten zum Schluss den entscheidenden Zug zum Korb.
Die Halle bebte, als Jermale
Jones im letzten Angriff seines Teams einen Dreier durch den gegnerischen Korb jagte. Nachdem der Gegenangriff der Löwen mit einem Fehlwurf endete war kein Fan mehr zu halten. Die Licher Anhänger stürmten das Spielfeld. Spieler und Fans lagen sich in den Armen und feierten den knappen Sieg ausgelassen. „Die Emotionen sind jetzt alle raus. Ich will nur noch mit den Fans feiern“, sagte Nino Valentic nach Spielschluss. Er war mit 14 Zählern entscheidend am Sieg der Bären beteiligt.

Nachtrag vom Mittwoch, 27.03.2013: Die Licher Basketbären haben das entscheidende Spiel gegen Herten auswärts mit 90:78 verloren. Damit ist das Licher Team aus den Playoffs ausgeschieden. Im Spielbericht der 2. Basketball Bundesliga heißt es: "Dank einer offensivstarken zweiten Hälfte haben die RheinLand Versicherungen Hertener Löwen die Licher BasketBären bezwungen. Nach einer eng geführten ersten Halbzeit (36:38, 20. Minute), in der sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten und abtasteten, drehten die Hausherren nach dem Seitenwechsel einen Gang höher. Adrian Bowie fand fand dabei in Form eines Double-Double die Balance zwischen eigenem Abschluss (22 Punkte) und gutem Auge für den Nebenmann (elf Assists). Der von der Bank kommende Julius Dücker legte mit 19 Zählern ebensoviel auf wie komplette Reserve der Hessen (19)."
Das Team der GIEßENER ZEITUNG gratuliert den Licher Basketbären zu einer erfolgreichen Saison mit Playoffteilnahme und vielen spannenden Spielen. Wir wünschen den Bären eine gute Vorbereitung für die kommende Spielzeit und einen erfolgreichen Start in die neue Saison.

Trainer Igor Starcevic (schwarzer Sakko) erklärt seinen Spielern den Masterplan für das letzte Spielviertel.
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Dem Ziel entgegen: Mathias Perl und seine Teamkollegen hatten zum Schluss den entscheidenden Zug zum Korb.
Dem Ziel entgegen:... 
Jetzt gibt es kein Halten mehr: Nino Valentic feiert den Sieg der Basketbären.
Jetzt gibt es kein... 

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von:  Michael Nudelmann - Mitarbeiter der GZ-Redaktion

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