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Lich trägt jetzt das Prädikat „Q-Stadt“

Bürgermeister Bernd Klein und Dr. Eric Werner-Korall sind stolz auf die verliehene Auszeichnung.
Bürgermeister Bernd Klein und Dr. Eric Werner-Korall sind stolz auf die verliehene Auszeichnung.
Lich | Die Initiative ServiceQualität Deutschland des Hessischer Tourismusverbandes richtete am vergangenen Donnerstag, 1. November, den dritten Q-Tag in den Gemäuern des Licher Klosters Arnsburg aus. Als fünfte hessische Stadt wurde Lich die Auszeichnung der Qualitäts-Stadt feierlich verliehen. Wenn es um Service geht, wird Lich ab sofort in einem Atemzug mit Städten wie Rüdesheim, Gelnhausen, Oberursel und Dieburg genannt.
Die Q-Initiative richtet sich in erster Linie an Betriebe, die ihre Servicequalität für Kunden und Mitarbeiter verbessern und weiterentwickeln wollen. Das dreistufige Zertifizierungsprogramm ist deutschlandweit vereinheitlicht. In Hessen haben bereits 252 Unternehmen das Prüfungsverfahren erfolgreich durchlaufen.
Neben Firmen können sich ganze Städte und Gemeinden für das Q-Programm anmelden. Die Gemeinschaftsleistung besteht darin, mindestens 15 örtliche Betriebe für die Zertifizierung zu begeistern. Die Vorteile, so Hartmut Reiße, der Geschäftsführer des Hessischen Tourismusverbandes, lägen auf der Hand. Er vertritt das Motto: „Wer aufgehört hat besser zu sein, hat aufgehört gut zu sein.“ Für die Zertifizierung
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gebe es keine Vorbedingungen. Jedes Unternehmen könne mitmachen und im Rahmen von Seminaren den Umgang mit Kunden verbessern. In der Servicequalität besser geworden sind insgesamt 27 Licher Betriebe. Sie haben die erste Stufe des Programms erlangt. Hierbei geht es vor allem um Qualitätsaufbau und -entwicklung mit der Analyse und Bewertung der Serviceabläufe aus Gäste- und Kundensicht.
Was die Zertifizierung für Lich praktisch bedeutet, erklärte Bürgermeister Bernd Klein bei seiner Ansprache: „Die Herausforderung, passende Antworten auf die gestiegenen Kundenanforderungen zu finden“, hätte die Stadt angenommen. Lich stehe gegen das Vorurteil der Servicewüste Deutschland. Zudem hebe sich seine Stadt im Wettbewerb der Kommunen mit dem Alleinstellungsmerkmal „Q-Stadt“ ab. Der Stadtherr will mit der gemeinsamen Anstrengung das Miteinander langfristig fördern: „Es geht nicht um die Konkurrenz mit dem benachbarten Betrieb.
Es geht darum, wie ich die Kunden, die bei meinem Nachbarn kaufen, auch auf mein Angebot aufmerksam mache.“ Von den Synergieeffekten der städtischen Kooperation würden Bürger und Gäste Lichs profitieren. „So kriegen wir die Leute dahin, wo wir sie haben wollen: in die Innenstadt.“
Einen besonderen Dank sprach Bürgermeister Klein an Dr. Eric Werner-Korall, dem Koordinator der Projekts Q-Stadt Lich. Als zugezogener Licher sei er an der Vorbereitung und Planung des Zertifizierungsverfahrens entscheidend beteiligt gewesen.
Das Siegerfoto: Diese Unternehmer dürfen einen „Q-Betrieb“ ihr Eigen nennen.
Das Siegerfoto: Diese Unternehmer dürfen einen „Q-Betrieb“ ihr Eigen nennen.
Neben den Licher Betrieben erhielten sieben weitere hessische Firmen die begehrte Urkunde. Ein Gießener Reiseunternehmen hat als bislang Einziges die dritte Qualifizierungsstufe erreicht. Die Q-Initiative, die sich speziell an kleine und mittelständische Betriebe richtet, wurde in Hessen im Jahr 2009 gestartet. Träger des Programms sind neben dem Hessischen Tourismusverband, der DEHOGA, die Hessen Agentur, die Industrie- und Handelskammer Arbeitsgemeinschaft Hessen, der Hessische Heilbäderverband und der Einzelhandelsverband. Finanzielle Unterstützung erhält die Q-Initiative vom hessischen Wirtschaftsministerium.

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von:  Michael Nudelmann - Mitarbeiter der GZ-Redaktion

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