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Sicherer Umgang mit Hunden. Grundschulkinder bekommen Besuch von hündischen Nachhilfelehrern

Lich | Ob Morgens auf dem Schulweg oder mittags im Park – Kinder begegnen täglich Hunden und ihren Besitzern. Doch die wenigsten Kinder wissen, wie sich fremden Hunden gegenüber richtig verhalten müssen und auch nicht alle Hundeführer machen bei der Begegnung mit Kindern alles richtig. Daher bekamen die Kinder der 2. Klasse der Selma-Lagerlöf-Schule in Lich Besuch von Vierbeinigen Nachhilfelehrern.
Am 27.9. sowie am 10.10.2012 trafen die Kinder der 3. Klassen auf Oskar und Emma, die Hunde der Hundetrainerin Tina Merle. Auf dem Stundenplan stand „Hundesprache verstehen“ und „Hunde treffen und richtig reagieren“.
Daher war es eine der ersten Aufgaben der Kinder, zu lernen, wie sie sich einem Hund nähern. Das wichtigste dabei ist, dass sie zuerst den Hundeführer fragen, ob sie den Hund anfassen dürfen. „Es ist wichtig, dass die Kinder lernen vorher zu fragen, ob sie den Hund streicheln dürfen oder nicht.“ erklärt Tina Merle. Viele Beißunfälle können vermieden werden, wenn die Menschen mehr Rücksicht auf die Tiere nehmen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene wollen Hunde oft streicheln und fassen ungefragt die Tiere an. Aber
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nicht jeder Hund mag von fremden Personen angefasst werden und einige Hunde haben sogar Angst. Da Hunde sich nicht verbal äußern und sagen können, dass sie sich erschrecken oder Angst haben, gibt es für die Hunde nur die Möglichkeit zu schnappen oder zu knurren.

Auch dass nicht alle Hunde gleich sind, auch wenn sie gleich aussehen, wurde von Tina Merle mit den Kindern besprochen. Omas Hündin Susi kann sich über jeden freuen, der sie streichelt, aber der Hund der vor dem Supermarkt auf sein Frauchen wartet und ganz genauso aussieht wie Susi überhaupt nicht. Nicht jeder Hund verhält sich gleich, nur weil er gleich aussieht! Die Kinder wussten aus der ersten Lektion schon, wie sie sich verhalten müssen: Warten bis der Hundeführer kommt, fragen und erst dann den Hund streicheln, wenn der Besitzer es erlaubt!
Viele Kinder haben Hunde zuhause und daher wurde auch „Spielen mit dem Hund“ thematisiert. Sie wussten, dass sie dabei auf die Zähne der Hunde aufpassen müssen. Trotzdem war das Erstaunen groß, als sich die Kinder bei Emma und Oskar anschauen durften, wie groß Hundezähne sind! Hunde stammen von den Wölfen ab und diese sind Jäger. Daher kann es passieren, dass Hunde die Rennspiele der Kinder mit der Jagd verwechseln. Kinder sollten deshalb nicht rennen, wenn sie Hunden begegnen, erklärte Tina Merle den aufmerksamen Zweitklässlern. „Was mache ich denn, wenn ein Hund auf mich zuläuft?“ war eine Frage der Schülerinnen und Schüler. „Am besten ist es stehen zu bleiben, die Hände in die Taschen zu stecken und den Hund nicht direkt anschauen“, antwortete Tina Merle.
Niemand lässt sich gerne bei Essen stören und für Hunde ist ihr Napf etwas ganz besonderes, lernten die Kinder von Merle. Daher darf man Hunde nicht einfach beim fressen stören oder ihnen sogar Fressen wegnehmen, da sie sonst sehr böse reagieren können.
Zum Schluss den lehrreichen Vormittages zeigten die vierbeinigen Lehrer Hundedame Emma und Junghund Oskar den Kindern, was siegemeinsam mit ihrer Hundetrainerin für Aufgaben bewältigen können. Emma sprang über Baumstämme, holte ein Spielzeug wieder. Beide zeigten, dass sie nicht nur in die Hundeschule gehen wollen, als sie sich auf einen Stuhl setzten, den die Kinder ihnen hinstellten. Besonders beeindruckend für Kinder war zu erleben, wie gut der Geruchssinn der beiden Hundelehrer ist. Die Kinder versteckten Leckerlis ohne dass die Hunde es nicht sehen konnten. Emma und Oskar suchten und fanden die tollen Versteckte!
Zum Abschied gab es ein Gruppenbild mit Hund und jedes Kind bedankte sich bei Emma und Oskar für die tollen Nachhilfestunden mit einem Hundekeks. Danach gingen sowohl Oskar und Emma als auch die Kinder in die Pause. Ein spannender Vormittag ging zu Ende.

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von:  Christina Merle

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Interessensgebiet: Lich
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