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Aktuell zum Welttierschutztag 2012: Igel in Not!!!

Lich | Auch Wildtiere brauchen unsere Hilfe, wenn sie in Not geraten sind!

TierfreundLich e.V. versorgt seit Jahren mutterlose Wildtierbabys und verletzte Wildtiere.
2/3 der jährlich ca. 150 versorgten Wildtiere sind Igel, die wegen Verletzungen oder zu geringem Körpergewicht (gerade jetzt im Herbst) aufgefunden werden.
Heranwachsende Jungigel, die Anfang Oktober ein Körpergewicht unter 300g haben, können draußen - ohne menschliche Hilfe - unmöglich an Gewicht zulegen, denn ihre natürlichen Futtertiere (Insekten und Schnecken) sind rar geworden.
Damit ein Igel aber den Winter überleben kann, braucht er ein Mindestgewicht von ca. 500g (besser 100g mehr!), d. h. es muss zugefüttert werden.
Nach unseren Erfahrungen kann ein Igel in menschlicher Obhut - optimale Haltungs- und Fütterungsbedingungen vorausgesetzt - max. 10g pro Tag zunehmen. Das bedeutet, dass ein Jungigel mit einem Körpergewicht von 150 - 300g überhaupt keine Chance hat, draußen selbständig so viel an Gewicht zuzulegen, dass er eine Überlebenschance hat.
Igelfreunde können allerdings die Jungigel jetzt bei der Futtersuche unterstützen und im Garten oder auf der Terrasse mit Katzenfutter, Quark und Igelfutter (katzen- und hundesicher) zufüttern.
Mehr über...
Zur Zeit werden täglich „Minis“ mit einem Körpergewicht von ca. 150 g bei TierfreundLich e.V. abgegeben. Diese Igelchen können nicht ohne menschliche Hilfe überleben!

Was also ist zu tun?
Darf der Igel der Natur „entnommen“ werden?
Ganz klare Antwort: Ja! Nach dem Naturschutzgesetz ist es erlaubt, Tiere, die Hilfe brauchen „aus der Natur zu entnehmen“, um sie gesund zu pflegen. Allerdings müssen sie nach dem Aufpäppeln wieder ausgewildert werden - soweit dies möglich ist (Bundesnaturschutzgesetz § 39, § 45 Abs. 5 und Abs. 7 Nr. 5).
Nach dem Tierschutzgesetz „darf“ nicht nur geholfen werden, sondern es „muss“ jeder helfen, wenn Hilfe notwendig ist (TSchG §§ 1+2). Wer wegschaut statt zu helfen, macht sich unter Umständen wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar.

Gibt es Ansprechpartner oder Zuständigkeiten?
Nach dem Gesetz ist es die „zuständige Behörde“. Das ist das Regierungspräsidium Gießen. Das Regierungspräsidium Gießen hat auch die Wildtierstationen zu benennen, an die verletzte, hilflose oder kranke Tiere abgegeben werden können.
Eine solche Wildtierstation gibt es aber nicht in Mittelhessen.
Wer also ist Ansprechpartner?
Ansprechpartner sind neben dem gesetzlich bestimmten Regierungspräsidium und die für Tierschutz zuständige Veterinärbehörde, die Tierschutzvereine, Tierärzte und die NABU.
TierfreundLich e.V. ist zu erreichen unter Tel.: 0700 84375424 oder 06404 64637 und http://www.tierfreund-lich.de.

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