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Wamkelekile, Miss Masango

Wamkelekile, Miss Masango
Wamkelekile, Miss Masango
Lich | Wamkelekile heißt in Xhosa, einer südafrikanischen Sprache, herzlich Willkommen. Vergangene Woche hieß die Ev. Stiftung Arnsburg in Lich Siphesihle Masango, eine südafrikanische Psychologiestudentin aus Port Elizabeth, die im Wissens- und Kompetenzcenter ein drei-monatiges Praktikum absolviert, herzlich Willkommen. Im Rahmen ihres Praktikums wird sie unteranderem ein Chorprojekt leiten und so „die Vibes und den Sound Südafrikas“ jungen Licher Heranwachsenden vermitteln. Ein kleines Konzert sei für die die Adventszeit geplant

Eine Win-Win Situation
Bereits zum zweiten Male kann eine südafrikanische Studentin der Partnerorganisation Masifunde Bildungsförderung e.V. Erfahrungen in der deutschen Kinder- und Jugendarbeit sammeln. Nach Khuselwa Mxatule, die 2010 in Lich war, unterstützt seit Ende September die 23jährige Bachelor-Absolventin Siphesihle Masango die pädagogische Arbeit der Stiftung. Angesprochen auf den Nutzen dieses Praktikums antwortet Reiner Philipp, Vorstand, dass beide Seiten von diesem Praktikum profitieren. „Es ist eine richtige Win-Win-Situation. Frau Masango lernt in ihrem Praktikum Methoden, Haltungen
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und Organisationsformen der deutschen Sozialarbeit kennen und kann diese für ihren eigenen Berufsweg nutzen. Unsere Kinder sowie die Organisation profitieren durch ihre südafrikanische Art, ihre Angebote wie dem Chorprojekt sowie von ihren Englischkenntnissen, die im Rahmen von Nachhilfe oder im tagtäglichen Umgang genutzt werden“, so der Vorstand. Neben dem Einsatz im normalen Betrieb des Wissens- und Kompetenzcenters, welches ein Internetcafé sowie eine Kinder- und Jugendbibliothek betreibt, Nachhilfe-, Bildungs- und Sportangebote durchführt, wird sie einen Einblick in den Fachbereich sozialpädagogische Familienhilfe erhalten. Außerdem verantwortet sie ein eigenes kleines Bildungsprojekt für Kinder- und Jugendliche.

Chorprojekt soll Spaß für Musik wecken
Aufgrund ihres musikalischen Talents wird Siphesihle Masango ein Chorprojekt durchführen. Als Leiterin des Masifunde Kinderchors, der wöchentlich bis zu 20 Kinder aus dem Walmer Township in Port Elizabeth/Südafrika begeistert, kann sie auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz in Sachen Arrangement, Songauswahl, Mehrstimmigkeit und vor allem Motivation von jungen Heranwachsenden zurückgreifen. Diese Erfahrungen wird sie nun in die Stiftung einbringen, die momentan einen Projektchor gründet. Zunächst sollen die Kinder in zeitlich begrenztem Rahmen für Musik begeistert werden und eine Grundlagenausbildung erhalten, die dann auch im Rahmen des Musikunterrichts schulisch von Vorteil ist. Sollte der Funken überspringen, ist auch an einen dauerhaften Chor zu denken. „Das Ziel für die wöchentlichen Chorstunden sei gesteckt“, so Sindy Becker, Koordinatorin des Wissens- und Kompetenzcenters. Kurz vor Weihnachten soll der Chor im Rahmen eines Konzertes ein paar Kostproben geben. Das Besondere an diesem Chor wird die Projektsprache Englisch sein. Unterrichtet wird in Englisch und auch die Songauswahl wird sich vorwiegend auf englische und südafrikanische Kinderlieder konzentrieren. „Denn so können die Teilnehmer ganz nebenbei ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern und andere Kulturen spielerisch kennen lernen“, so Becker weiter.

Deutschlandweit im Einsatz
Über ihr Praktikum hinaus wird Frau Masango im Rahmen des Projektes „Haltestelle Land am Kap“ für den Kooperationspartner der Stiftung, Masifunde Bildungsförderung e.V., deutschlandweit Schulen besuchen und auf sehr persönliche Weise, aber auch im übergeordneten Kontext über ihr Heimatland berichten: Was bedeutet es, in einem Schwellenland wie Südafrika zu leben? Wie ist das alltägliche Leben in einem Land zwischen Wohlstand und Armut? Mithilfe interaktiver Lehrmethoden, buntem Bildmaterial und ihren eigenen Erfahrungen wird Frau Masango den Schülerinnen und Schülern ihr Heimatland und das dortige Leben vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen. „Ziel unserer Arbeit ist neben der Förderung der Bildung in Südafrika, hier in Deutschland für ein realistisches Afrikabild einzutreten, das Afrika nicht nur als defizitären Kriegs- und Katastrophenkontinent zeigt, sondern die Reichhaltigkeit und Lebensfreude Afrikas darstellt.“, so Jacob Birkenhäger, Vorsitzender von Masifunde. Die Schulbesuche seien dafür ein sehr gutes Mittel und daher ein wichtiger Teil der Vereinsarbeit.

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Kommentare zum Beitrag

Anne Reveid
38
Anne Reveid aus Gießen schrieb am 07.09.2012 um 11:41 Uhr
Das ist ja tatsächlich eine grandiose Win-Win Situation. Bitte schreiben Sie nochmal, wenn tatsächlich ein Konzert stattfinden sollte! Ich würde das gerne sehen/hören.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Alexander Mühlberger

von:  Alexander Mühlberger

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