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Licher BasketBären: Müde Beine zum Testspielauftakt

Der neu formierte Kader der Licher BasketBären für die Spielzeit 2012/13
Der neu formierte Kader der Licher BasketBären für die Spielzeit 2012/13
Lich | Nach einer Woche Vorbereitung auf die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B stand am vergangenen Samstag für die Licher BasketBären das erste Testspiel an –
es ging am Ende deutlich mit 58:97 (35:46) gegen den Pro A-Ligisten SC RASTA Vechta verloren. Vor etwa 120 Zuschauern, die dieses Spiel im Rahmen des „Tags des Basketballs“ besuchten, gelang es der Mannschaft von Headcoach Igor Starcevic nur in der ersten Halbzeit, den klassenhöheren Club aus Niedersachsen in Schach zu halten. Dabei kam es am Samstag zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Licher Spieler und aktuellen Vechta-Coach „Pat“ Elzie, der mit seinem Team ein fünftägiges Trainingslager an seiner alten Wirkungsstätte absolvierte, wo er selber zwischen 1989 und 1994 spielte.
Während die Licher BasketBären auf ihren kompletten Kader zurückgreifen konnten, musste die Mannschaft aus Vechta auf den Ex-46ers Spieler Dirk Mädrich verzichten, da dieser die Reise an die Wetter aus privaten Gründen nicht antrat. Lich-Trainer Starcevic schickte neben dem Teamkapitän Viktor Klassen mit Mathias Perl, Willis Gardner, Nino Valentic und Jason Swanson vier
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Neuzugänge zu Beginn an auf das Feld. In der Anfangsphase konnten die Licher ihren Gästen Paroli bieten: Die ersten Licher Punkte des Spiels (2:2, 38.) erzielte der spätere Topscorer Nino Valentic. Der Neuzugang von den Saar-Pfalz Braves hinterließ einen guten Eindruck und kam am Ende auf 15 Punkte.
Auch der neue Centerspieler der BasketBären, Jason Swanson, stellte im ersten Viertel sein ganzes Können unter Beweis. Nicht nur durch die acht seiner insgesamt 12 Punkte, die der US-Amerikaner innerhalb der ersten zehn Minuten markierte – auch beim Rebound wusste er zu überzeugen und hielt seine Mannschaft bis zum 15:17 (32.) im Spiel, ehe die Gäste aus Vechta zum Viertelende erstmals auf 17:29 davonzogen. Die dreiminütige Korbflaute der Licher beendete Innenspieler Daniel Dörr zu Beginn des zweiten Abschnitts mit einem Korbleger (19:32, 29.). Aber der ProA-Ligist aus Vechta spielte intelligent und hielt die Licher weiter auf Distanz. Für ein Highlight des Spiels sorgte Swanson, der sich bei einem Fehlwurf eines Teamkollegen als reaktionsschnell erwies und
mit einem Tip-Dunk für Unterhaltung auf den Rängen sorgte (25:38, 26.). In den letzten drei Minuten des zweiten Viertels kamen die BasketBären noch einmal heran: Nach zwei
erfolgreichen Dreipunktewürfen von Klassen und Gardner, einem Korbleger von Neuzugang Jens Hirschberg und einem Mitteldistanzwurf von „Matze“ Perl war Vechta-Coach Elzie
Gegen den SC Rasta Vechta zeigten die BasketBären gute Ansätze, waren aber dennoch unterlegen.
Gegen den SC Rasta Vechta zeigten die BasketBären gute Ansätze, waren aber dennoch unterlegen.
wenige Sekunden vor der Halbzeit - bei einem Stand von 35:45 - zu einer Auszeit gezwungen. So ging es dann auch in die Halbzeitpause. Perl knickte am Ende des zweiten
Viertels mit dem Fuß um und blieb aus Vorsicht in der zweiten Halbzeit auf der Bank. In den nächsten Tagen wird der 23-jährige Licher Aufbauspieler eine Ruhepause einlegen.
Nach dem Seitenwechsel schwanden die Kräfte der Licher, was auch in einer nachlassenden Aggressivität in der Verteidigung sichtbar wurde. Die Vechtaer, die bereits
seit drei Wochen voll im Trainingsbetrieb stehen, konnten in der zweiten Halbzeit hingegen noch einmal zulegen. Bis dato trafen beide Mannschaften insgesamt vier Dreipunktewürfe,
dies sollte sich auf Seiten der Vechtaer in der zweiten Halbzeit ändern: Die Distanzschützen des ProA-Ligisten zeigten auch bei schwierigen Würfen ein glückliches Händchen und trafen
nach Belieben – so konnten sie ihre Wurfausbeute von der 6,75 Meter aus der ersten Halbzeit verdoppeln und kamen insgesamt auf zwölf erfolgreiche Dreier.
Dies spiegelte sich auch im Ergebnis wieder: Während die Licher in den ersten der Minuten im dritten Viertel nur zwei Punkte durch Daniel Dörr erzielte, eilten die Gäste davon.
Spätestens ab dem 37:56 (25.) wurde deutlich, dass die kräftezehrende Vorbereitung in den Beinen der Spieler zu spüren war. Am Ende des dritten Viertels lagen die Gäste mit 46:72 vorne und auch im letzten Spielabschnitt gelang es den Licher Basketballern nicht mehr, etwas an der Höhe der Niederlage zu ändern. Der ProA-Ligist zog durch seine erfolgreichen Dreipunktewürfe weiter davon und ließ den Lichern trotz aller Bemühungen keine Chance zur Ergebniskosmetik. Auch Jens Hirschberg konnte den hohen Rückstand nicht mehr verhindern. Der aus Hanau an die Wetter gewechselte Neuzugang erzielte sieben seiner
insgesamt zehn Punkte im letzten Viertel. Nach einem erneuten Vechta-Dreier zum 56:88 (36.) gab Coach Starcevic seinen Nachwuchsspielern noch einmal die Gelegenheit, sich in
den letzten Minuten zu zeigen.
Mit Rene Keller, „Teddy“ Kaeuffer und Robin Pflüger standen gleich drei Spieler aus der Region auf dem Feld, die den auf Gästeseite ersehnten „Hunderter“ vermeiden konnten: Endstand 58:97. Für Lichs Trainer Igor Starcevic ist das Ergebnis kein Beinbruch, weil sein Team erst am Anfang der Vorbereitung steht und mit Vechta ein echter Aufstiegsaspirant in die Beko-BBL zu Gast war. So auch der Coach selbst: „Die Mannschaft ist erst seit fünf Tagen im Training. Das Spiel ist daher nicht über zu bewerten. Ich denke, man hat gesehen, dass die Einstellung gestimmt hat und der Körper zu so einem Zeitpunkt einfach noch nicht voll mitspielt.“ Natürlich gab es für den Licher Trainer auch Positives mitzunehmen: „Nino und Jason haben ihr Potenzial angedeutet und gezeigt, warum wir sie geholt haben. Insgesamt müssen wir weiter daran arbeiten, dass die Spielzüge, die ich mit den Jungs im Training übe, besser im Kopf der Spieler sind. Denn immer, als wir diese Setplays gespielt haben, waren sie sehr effektiv. Einige Szenen haben mir schon gut gefallen“, so Starcevic. Für seine Mannschaft bleibt jedoch wenig Zeit zur Regeneration. Denn schon am kommenden Mittwoch geht es ab 20 Uhr in einem weiteren Testspiel gegen die Regionalliga-Mannschaft des MTV Kronberg.
Für Lich spielten: Valentic (15), Swanson (12), Hirschberg (10), Perl (4), Dörr (4), Gardner (3), Modugno (2) Pflüger, Kaeuffer, Keller, Hiob (n.e.)

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