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Großer Kampf des Licher Teams ohne Happy End

Lich | Obwohl der stark ersatzgeschwächten Truppe des heimischen Basketball-Pro-A-Ligisten LTi LICH aufgrund zahlreicher verletzter Spieler beim Auswärtsauftritt in München im Vorfeld so gut wie keine Siegchance eingeräumt wurde, hat sich das sechs Spieler umfassende Rumpfteam von Trainer Alexander Biller wacker geschlagen. Die Licher waren mit sechs einsatzfähigen Spielern in die Partie beim FC Bayern München, der ebenso wie das LTi-Team die letzten drei Spiele verloren hatte, gestartet.

Elf Minuten vor Ende des Spiels lagen die Gäste aus Lich noch mit 61:59 vorne, mussten dann aber nach einem 13:2-Lauf der Hausherren zusätzlich noch der hohen Foulbelastung Tribut zollen. Nacheinander kassierten Benjamin Lischka und Mathias Perl ihr fünftes Foul, die letzten sieben Minuten der Partie bestritten die Licher also folgerichtig mit lediglich vier Feldspielern.

„Wir haben von Beginn an versucht, das Tempo zu verschleppen. Man kann sagen, dass wir einen hässlichen Ball gespielt haben, aber es ist uns dadurch lange Zeit gelungen, München aus dem Spielrhythmus zu bringen“, erklärte Lichs Trainer Alexander Biller die taktische
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Marschroute, die sich die Rumpftruppe zurecht gelegt hatte. Zu Beginn verteidigten die Licher noch mit einer Manndeckung, wechselten später auf Zonenverteidigung. Mit dem Effekt, dass die Gastgeber große Probleme hatten, ihre Würfe einfach nicht trafen. Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen, mit einem Punkt Rückstand gingen die Licher in die Pausenkabine.

Im dritten Viertel gelang es den Gästen sogar, über einen längeren Zeitraum eine kleine Führung aufrecht zu erhalten. In der 29. Minute des Spiels lag das Biller-Team noch mit 61:59 vorne. „Im Eifer des Gefechts passiert es dann leider, dass vorne Korbleger vorbeigehen und wir hinten sofort einen Dunking kassieren“, ärgerte sich Biller über den nun folgenden 2:13-Lauf des Gegners. Beim Stand von 63:72 unterbrach der Licher Coach den Lauf der Heimmannschaft mit einer Auszeit, in den folgenden 120 Sekunden nach dieser schöpferischen Pause, mussten jedoch Benjamin Lischka (Defensivfoul) und Mathias Perl (Offensivfoul) das Spielfeld endgültig verlassen. Gegen vier verbleibende Licher Feldspieler traf der FC Bayern München nun einen Dreier nach dem anderen und sorgten schnell für die Vorentscheidung.

Lichs Powerforward Theo Tarver, der sich während der Partie eine Zerrung zugezogen hat, traf mit der Schluss-Sirene noch einen Dreier zum 84:100-Endstand. Der amerikanische Guard Mark Reed avancierte mit 31 Punkten zum Topscorer, leistete sich jedoch auch neun Ballverluste – wobei ein Großteil dieser Ballverluste erst in der Schlussphase, als LTi LICH in Unterzahl agieren musste, zustande kam. Neben der bereits erwähnten Foulbelastung sah Trainer Biller jedoch auch in der hohen Zahl der Ballverluste (27 insgesamt, 14 in der ersten Halbzeit) den Hauptgrund für die Niederlage. „Hätten wir in der ersten Halbzeit nur zehn anstatt 14 Ballverluste gehabt, dann wären wir wohl mit einer Zehn-Punkte-Führung in die Halbzeitpause gegangen“, war sich der Trainer sicher.

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