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Physiotherapeuten beklagen Einkommenseinbußen durch gesetzliche Vorgabe der Vergütung

Lich | Am Samstag, dem 12. Mai wurde die Mitgliederversammlung des VDB Physiotherapieverbandes - Landesverband Hessen - in Lich-Eberstadt durchgeführt. Turnusgemäß standen Neuwahlen zum Vorstand an, wobei die Vorstandsmitglieder mit Karl-Heinz Engel als Vorsitzenden, Wilma Grünke als stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Schopen als Schatzmeister und Frank Börner als Beigeordneter sämtlich in ihren Ämtern bestätigt wurden. Einen breiten Rahmen anlässlich der Mitgliederversammlung nahm die Sorge der Mitglieder um Einkommenseinbußen durch gesetzliche Vorgabe in der Vergütung ein. Physiotherapeuten behandeln vorwiegend Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen mit krankengymnastischen und Massage-Leistungen. Hier hat der Gesetzgeber geregelt, dass die Vergütungssätze der Krankenkassen nur um den Umfang angehoben werden dürfen, der der Grundlohnsummensteigerung im Bundesgebiet entspricht. Durch diese Vorgabe sollte einerseits die Beitragsstabilität der gesetzlichen Krankenkassen gesichert werden, deren Kassen allerdings derzeit gute Ergebnisse ausweisen. Bei den Physiotherapeuten andererseits führte dies in den letzten Jahren
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nur zu einer minimalen Anpassung der gezahlten Vergütungssätze mit 1,15 Prozent für 2011 und 1,97 Prozent für 2012. Als Leistungserbringer für die gesetzlichen Krankenkassen sehen sich die Physiotherapeuten hier benachteiligt. Die Gewerkschaften können beispielsweise für angestellte Krankenschwestern marktgerechte Gehaltserhöhungen fordern und durchsetzen, ohne an eine solche Grundlohnsummensteigerung gebunden zu sein. Gleiches gilt für angestellte Ärzte oder andere Berufsgruppen. Mit ihren Gehaltsforderungen und Tarifabschlüssen unterliegen diese Berufsbereiche nicht der Grundlohnsummensteigerung, sondern geben diese im Gegenteil noch vor. Darüberhinaus stellt die Grundlohnsummensteigerung nur einen Bruchteil der Kosten für die allgemeine Lebenshaltung dar; die Kosten für Heizung, Strom und Wasser haben sich von 2008 bis heute um ein Vielfaches der Grundlohnsummensteigerung erhöht. Auch für Minister und Bundestagsmitglieder sollen die Vergütungen um mehr als fünf Prozent angehoben werden, wie jetzt bekannt wurde. Die Physiotherapeuten appellieren daher an die Politiker, die starre Grundlohnsummenanbindung für die Anpassung der an sie gezahlten Vergütungssätze aufzugeben. Fünf Jahre einer derartigen Anbindung zu Gunsten der Beitragsstabilität der gesetzlichen Krankenkassen sind genug. Zukünftig sollen die Vergütungssätze wieder den allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst werden können.

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