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Trotz aller Unterschiede: Sprache verbindet

Lich | Licher Jugendliche begrüßen in den Osterferien südafrikanische Jugendliche im Rahmen einer internationalen Begegnung in Mittelhessen. Bei der Fortsetzung der Jugendbegegnung von 2011 drehen sie einen Dokumentarfilm über die Gemeinsamkeiten der in Deutschland lebenden Menschen.
Es war ein großes Abenteuer, als vergangenen Sommer fünf Licher Heranwachsende zusammen mit ihren zwei Betreuern nach Südafrika aufbrachen, um dort zusammen mit Jugendlichen aus Port Elizabeth einen Dokumentarfilm über die Sprachen- und Kulturvielfalt Südafrikas zu drehen. Nach 14 Tagen intensiver Recherche und Arbeit entstand „Many languages- one Voice!, ein Film der gesellschaftlichen Zusammenhalt trotz sprachlicher Unterschiede eindrucksvoll herausarbeitete. In den Osterferien 2012 kommen nun die südafrikanischen Jugendlichen von Masifunde Bildungsförderung e.V. nach Mittelhessen, um gemeinsam mit ihren deutschen Freunden auf Recherche zu gehen. Gemeinsam wollen die Jugendlichen klären, ob es trotz aller Unterschiede wie Religion, Kulturpraktiken, Berufe, Region oder Herkunft, Verbindendes in Deutschland gibt.
Die Zeit vom 31.März – 15.April
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werden die Jugendlichen Tag und Nacht zusammen verbringen. Im Rahmen eines Einstiegsseminars in der Jugendherberge Marburg blicken die Heranwachsenden auf die letzte Begegnung und die Lerninhalte zurück und planen gemeinsam die diesjährige Recherche, den Film und diskutieren die inhaltliche Ausgestaltung. Ab 01.April stehen dann Interviews mit charakteristischen in Deutschland lebenden Persönlichkeiten auf dem Programm. Jedes Treffen wird individuell von den Jugendlichen vorbereitet, moderiert und ein Video mit Ton und Bild aufgezeichnet. Zu den Interviewpartnern zählen Wissenschaftler aus Dortmund, ökologisch und faire Unternehmer aus Marburg, eine Oma vom Land, Volkstänzer aus Geismar, ein Ranger aus dem Kellerwald, Skater und Profimusiker aus Gießen, Fußballverrückte aus Rothenbergen und Frankfurt, Religionsvertreter aus Mainz, Migrantinnen und Hip-Hopper aus Berlin, der Bundestagsabgeordnete Björn Sänger sowie die Chefin der Modelagentur M4Models.
Im Rahmen des Abschlußworkshops, der wiederum in Marburg stattfindet, produzieren die Heranwachsenden einen Dokumentarfilm. Gemeinsam werden Inhalte diskutiert, Sequenzen ausgewählt, geschnitten, Hintergrundmusik aufbereitet und die Monologe für den Erzähler geschrieben und eingesprochen. „Die ganze Begegnung findet in Englisch statt. Wir leben, arbeiten, streiten und feiern gemeinsam und das Beste, so verbessere ich spielend leicht meine Fremdsprachenkenntnisse für Schule und Beruf“, so eine Teilnehmerin über die Begegnungssprache. Den Abschluss der Begegnung bildet die große Premiere des Filmes am 14.April in der Mehrzweckhalle der Ev. Stiftung Arnsburg in Lich. Im Rahmen der Premiere wird es auch einen großen Catwalk geben, während den die Heranwachsenden Mode präsentieren, die sie während der Begegnung von ihren Interviewpartnern sammeln konnten.
Nicht nur die Bundesregierung, die diese Begegnung über den Kinder- und Jugendplan als unterstützungswert ansieht, sondern auch die Jugendlichen selbst sind Beweis, dass interkulturelles Lernen und interkulturelle Projekte wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und den beruflichen und schulischen Erfolg sind. „Die Leistungen der Jugendlichen sind beeindruckend. Alle Teilnehmer haben von der ersten Begegnung viel für sich selbst mitnehmen können. So wurden Englischkenntnisse verbessert, Medien- und Kommunikationskompetenzen ausgebaut, ein Sinn für soziale Fragen entwickelt und viel Selbstvertrauen geschöpft“, so ein Mitarbeiter des Veranstalters der Ev. Stiftung Arnsburg, auf die Frage nach den positiven Effekten der ersten Begegnung. Von der Rückbegegnung erwarten sich alle Beteiligten „eine genauso gute Zeit wie in Port Elizabeth im Sommer 2011“, so eine 16jährige Teilnehmerin stellvertretend für die ganze Gruppe.

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