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Die Laufstilanalyse

von Jupp Grafin Marathonam 15.01.20091100 mal gelesen2 Kommentare
Laufstilanalyse mit Jürgen Werner
Laufstilanalyse mit Jürgen Werner
Lich | Am letzten Samstag fand bei KörperKonzept in Pohlheim die Laufstilanalyse statt.
Dazu mußte vor einiger Zeit jeder Marathoni „vorlaufen“ und wurde dabei gefilmt. Die Aufnahmen wurden bei Körperkonzept ausgewertet und am Freitag durch Jürgen Werner vorgestellt und jedem Einzelnen im Detail erläutert. Laufstil und Lauftechnik des Läufers sollen optimal, heißt ökonomisch sein. Durch falschen oder schlechten Laufstil benötigt der Läufer mehr Kraft und Aufwand um zum Ziel zu kommen als bei einem ökonomischen Laufstil. Im Prinzip vergeudet der Läufer dabei seine Resourcen.

Laufstilelemente sind: die Körperhaltung, die Beinarbeit, die Armarbeit, die Anpassung an das Gelände. Die Körperhaltung soll aufrecht sein, Blick nach vorn gerichtet, Bauch rein + Brust raus. Das Brustbein heben und die Brust nach vorne legen. Bei der Beinarbeit ist es wichtig, daß der Läufer mit jedem Schritt eine weite Bewegung nach vorne macht, also eine große Schrittlänge nach vorn. Das gilt so nicht bei Bergauf-Läufen.
Oberarm und Unterarm befinden sich in einem Winkel von 90 Grad zueinander. Die Arme werden während des Laufens mit bewegt,
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dabei ist darauf zu achten, daß die Arme möglichst weit nach hinten gehen, und somit für Schwung in der Vorwärts-Bewegung sorgen. Anpassung an das Gelände bedeutet, daß z. B. Beim Bergab-Lauf der Oberkörper aufrecht leicht nach vorn gebeugt ist, als würde man nach vorne fallen. Die Schrittlänge ist weit, und der Läufer wird schnell. Eigentlich sind das nur wenige Dinge, auf die man achten muß. Trotzdem ertappt man sich immer wieder dabei, daß man in einen „alten Fehler“ zurückgefallen ist.

Am Samstag sind dann 6 Marathonis von KörperKonzept beim 15-km-Volkslauf der Winterlaufserie in Pohlheim bei ca. - 12 Grad und herrlichem Sonnenschein gestartet. Für mich, der ich schon einige Jahre nicht mehr bei Volksläufen aktiv bin, ging es vor allem darum, den Lauf ordentlich „durchzustehen“ und dabei das Gelernte anzuwenden. Der Lauf war schwierig; die Wege waren schneebedeckt. Ich bin Letzter geworden; es lief kein Langsamerer mit. Es kommen dann schon Zweifel, ob das richtig ist und Sinn macht, was ich da tue. Ich verlasse die warme Wohnung und gehe nach draußen, um bei hohen Minustemperaturen ein Lauftraining zu absolvieren – und das 2 oder 3 x in der Woche. Die Kollegen, die schon weiter sind als ich, trainieren noch mehr. Aber: Nicht jeder Lauf ist ein Trainingslauf! Bei Minustemperaturen in der wunderschönen Sonne der letzten Tage durch die Natur zu laufen, hat mir auch Spaß gemacht. Außerdem dient das Marathontraining meiner Gesundheit. Der Marathonlauf in Hamburg ist die Motivation, das Ziel.
Bis Hamburg muß noch einiges passieren: Ich muß mein Gewicht reduzieren. Mit einem BMI von 27,7 muß ich beim Marathonlauf zu viel Pfunde mitschleppen. Außerdem muß ich schneller werden. Bei einem optimalen Lauf erreiche ich z. Zt. 7,1 min/km auf einer Strecke von 10 km, 15 km – aber bei 42,195 km???
Kann ich die überhaupt durchstehen (durchlaufen)? Ich denke ja. Helfen werden mir dabei das Team von KörperKonzept und meine gute Vorbereitung.

Kommentare zum Beitrag

Simone Linne
5.040
Simone Linne aus Gießen schrieb am 16.01.2009 um 12:36 Uhr
Hallo Herr Graf,

wie schön, mal wieder von Ihnen zu hören!!! Es freut mich, dass Ihnen das Training, auch wenn es sicher eine "Schinderei" ist, zudem auch Spaß macht. Und die Kombination aus guter, disziplinierter Vorbereitung und Betreuung durch KörperKonzept sollte Sie doch fit machen für Hamburg, oder?
Jupp Graf
123
Jupp Graf aus Lich schrieb am 16.01.2009 um 16:22 Uhr
Hallo, Frau Linne,

vielen Dank für Ihren Kommentar.
Als "Schinderei" würde ich mein Training und meine Läufe nicht bezeichnen. Der Anfang, der ja in diesem Umfang für mich einen "Neustart" bedeutet, war schwierig, weil ich es doch nicht mehr gewöhnt war, länger als eine Stunde etwas schneller zu laufen (schneller als joggen).
Im übrigen gebe ich Ihnen recht, meine Fitness hat sich in diesen 8 Wochen spürbar verbessert, und ich fühle mich gut. Die KörperKonzept-Trainer machen mich fit, und ich bin optimistisch für Hamburg. Den Gewinn für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden schätze ich als sehr hoch ein.
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