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Artenschutz

Lich | Aktion "Schwalbenfreundliches Haus" 30.05.2011

Zu dem Artikel NABU-Kreisverband: Am Dienstag, 21. Juni habe ich mit Bestürzung wahrgenommen, dass in Langsdorf an einem Haus Oberstraße 11 Sanierungsarbeiten am Dach und der Fassade vorgenommen werden. Seit Jahren befanden sich vier bis sechs Nester von Schwalben/Mauersegler am Gebäude unter dem Dachvorsprung.
In den vergangenen Tagen und auch am 21.6.2011 um 11.30 Uhr habe ich die Schwalben im Anflug durch das Gerüstsicherungsnetz zu den Nestern gesehen. Ein deutliches Zeichen, dass Jungvögel gefüttert bzw. das Brutgeschäft durchgeführt wurde. Meine geäußerte Besorgnis einer vermuteten Entfernung der Nester wurde von einer Person Hausbesitzer ? mit Worten sinngemäß abgetan. "Wenn ein Schaden am Dach vorliegt haben die Schwalben das Nachsehen, das ist so kraß gesagt. Im übrigen sind nur Eier in den Nestern. Leider wurden im Laufe des Nachmittag die Nester widerrechtlich beseitigt.
Warum wurde nicht bereits bei der Planung der Sanierung der Nestbau/Nester aus Vorjahr vorzeitige Entfernung der Nester wenn schon nötig, vor der Brut berücksichtigt?
Toleranz und Verständnis für die Vögel vermisse ich nicht nur in diesen Fall. Ähnliche gravierende Vorgehensweise, Zerstörung von Brutgelegenheiten für Mauersegler, Spicken von Gebälk mit spitzen Draht u.a., sind keine Seltenheit bedauerlich obwohl örtlich eine Vogelschutztruppe tätig ist?

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Kommentare zum Beitrag

NABU Kreisverband Gießen
461
NABU Kreisverband Gießen aus Gießen schrieb am 22.06.2011 um 11:16 Uhr
Die Vorgehensweise der Hausbesitzer ist eine Straftat, sie verstößt gegen die Verbote des § 44 Abs. 1 Nr. 1 und 3 des Bundesnaturschutzgesetzes. Zuständig für solche Fälle ist die Untere Naturschutzbehörde.
Leider nehmen Hausbesitzer bei Sanierungen vielfach keine Rücksicht auf die Tiere am Haus und wissen oft nicht, dass das schlichtweg verboten ist. Die örtlichen Naturschutzgruppen arbeiten wie auch der Kreisverband rein ehrenamtlich und können bei oft geringen Personalkapazitäten ihre Augen und Ohren nicht überall haben. Daher danke für Ihre Aufmerksamkeit und Mitwirkung.
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