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„Nacht der Museen“ entführte kulturhungrige Besucher auf Entdeckungstour

Lich | Knapp 40.000 Menschen strömten am 7. Mai durch die Nacht, um über 48 Museen Frankfurts und Offenbachs im Ausnahmezustand zu erleben: Von 19 bis 2 Uhr verwandelten sich die historischen Kulturstätten, stets begleitet von Live-Musik, in glühende Partysäle. Der kulturelle Anteil des Megaevents musste durch die Einkehr der pulsierenden Gegenwart in die konservierte Vergangenheit keineswegs an Qualität einbüßen, denn Lesungen, Führungen, Filmvorstellungen und Künstlergespräche standen ganz oben auf der Liste.

Ein besonderes Highlight war die „Abrissparty“, die es jedem erlaubte, die Fassade des 70er Jahre Betonbaus des historischen museum frankfurt mit abzureißen – schließlich wird dieser Museumsteil in den nächsten vier Jahren komplett neu aufgezogen. Der Aufbruch zum Neuen wurde mit der „Lightshow Exploding Galaxy“ und der hr3-Party zelebriert.

Neu an der Museumsnacht war die Teilnahme der Klassikstadt „Chromjuwelen“, in der Liebhaber für Oldtimer und anderer Fahrzeugraritäten auf ihre Kosten kamen. Auch der Kuhhirtenturm war erstmals dabei, wo der Komponist Paul Hindemith lebte und der Kulturbunker Schmickstraße im Osthafengebiet Frankfurts, in dem Künstler aller Art ihr Können unter Beweis stellten.

Mehr über...
Offenbach am Main (4)Nacht der Museen (1)Museum (61)Menschen (183)Live-Musik (55)Kultur (485)Frankfurt am Main (73)
Für jeden Geschmack war etwas dabei: Ob Tango tanzen im dunkeln (Dialogmuseum), Peotry Slam (historisches museum frankfurt), Bauchtanz (Ikonen-Museum), Eis- und Tanzperfomances (Kingpor Museum), Stadionführungen (Eintracht Frankfurt Museum) oder „schlichte“ Stadtgeschichte (Institut für Stadtgeschichte/Karmeliterkloster). Besonderer Anziehungspunkt war der Westhafen Tower mit seinem einzigartigen Ausblick aus 112 Metern Höhe. Alle Museen waren zu einem festen Preis besuchbar und bequem mit speziellen Shuttlebussen zu erreichen. Teilweise waren die Museen aber zu überfüllt, um sich intensiver mit den Themen auseinander zu setzen. Hierbei empfiehlt sich dann doch ein Einzelbesuch zu einem anderen Zeitpunkt.

Trotzdem gilt das Fazit: mehr Kultur geht nicht.

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