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Schäfer-Gümbel zu Regionalmanagement - Verein „MitteHessen“ hat in der jetzigen Form keine Zukunft

Lich | TSG mahnt grundsätzliche Neuausrichtung bis Ende 2011 an

Der SPD Landes- und Fraktionsvorsitzende hat dringend Reformen beim Regionalmanagement Mittelhessen angefordert. „Der Verein Mitte Hessen e.V. Hat in seiner jetzigen Ausrichtung und Organisation keine Zukunft. Die Enttäuschung über den Verlauf des Regionalmanagements ist bei Kommunen und in der Wirtschaft erheblich. Es fehlt an einer klaren Ausrichtung und an klaren Strukturen. Die Kritik richtet sich ausdrücklich nicht an die Mitarbeitern, sondern an die Verantwortlichen.“

Der Verein Mitte Hessen e.V. wurde vor Jahren gegründet, um die strukturpolitische Entwicklung der Region Mittelhessen zu unterstützen. Anders als das Regionalmanagement in Nordhessen konnten bisher keine wesentlichen Impulse gesetzt werden und die Dynamik hat in den vergangenen Monaten nachgelassen. „Wir müssen ehrlich analysieren, woran dies liegt. Ich bin davon überzeugt, dass sowohl die Organisation als auch die Ausrichtung erheblich nachgebessert werden muss. Es gibt keine klaren Strukturen, es gibt keine klare Ausrichtung, es gibt keine klare Projektorientierung“, so Schäfer-Gümbel.

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Aus Sicht des Sozialdemokraten gibt es für ein funktionsfähiges Regionalmanagement große Aufgaben. „Die Region muss zur Kenntnis nehmen, dass sie im Vergleich zu Nord- und Südhessen bestenfalls ihre Position hält. Das reicht aber nicht. Struktur- und Regionalentwicklung brauchen eine klare Ausrichtung. In Nordhessen wächst das Regionalmanagement u.a. mit den Schwerpunkten Solarregion und Mobilitätswirtschaft sehr erfolgreich. Die dortige Gesellschaft in Form einer GmbH hat klare Zuständigkeit und wirbt erhebliche Mittel von außen ein. Davon haben die Menschen, die Wirtschaft und die Region etwas. Das braucht auch Mittelhessen“, so TSG weiter.

Es rächt sich einfach, dass die Landesregierung keine Vorstellung für die Regionalentwicklung in Hessen hat, so die Sicht des Sozialdemokraten. „Man kann nicht Regionalmanagements initiieren und dann so tun als wäre es das gewesen. Die Beauftragung unter dem Dach der IHK Gießen-Friedberg war in der Anfangsphase richtig, aber sie trägt heute nicht mehr. Wir brauchen eine eigenständige Lösung, die auch über die IHK hinaus trägt“, so Schäfer-Gümbel weiter.

Im Jahr 2011 müssen, so TSG, die notwendigen Reformen auf den Weg gebracht werden. „Am Ende wird eine Gesellschaft stehen müssen, die Kommunen und Wirtschaft abbildet. Es gibt große Potentiale, darüber zu reden reicht aber nicht. Es kann niemanden befriedigen, dass mehrere Städte ausgetreten sind und nur 5 von 101 möglichen Städten und Gemeinden das Regionalmanagement tragen. Bei der Unterstützungsquote muss jeder nachdenklich werden. Sollte sich nichts ändern, wird die Sinnfrage von weiteren Mitgliedern gestellt werden“, so Schäfer-Gümbel.

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