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Fahrradfahrer immer rücksichtsloser

Bildquelle: Fotolia
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Lich | Ob ein kurzer Bummel in die Stadt oder Familienausflug ins Grüne; das jetzige Frühlingserwachen macht das Radfahren beinahe unwiderstehlich. Es könnte so schön sein, wären da nicht einige Einzelerscheinungen, die durch aggressive, rücksichtslose und unaufhaltsame Fahrweise auffallen. Diese bremsen nicht, warten nicht, hören nichts. Ihre Blicke folgen stur geradeaus, die Gedanken kreisen um private Belange, kurzum: Die Umwelt wird oft völlig ausgeblendet. Fußgänger und Autofahrer haben sich nach ihrem Belieben zu richten; wer nicht aufpasst, wird nicht selten in einen Verkehrsunfall verwickelt. Hochburg der ignoranten Radfahrer ist der Uni-Campus im Schiffenberger Tal. Hier rasen etliche Radler SMS-tippend oder mit dem iPod abgestöpselt gedankenlos an allem vorbei, was ihnen im Wege steht. Doch nicht nur Studenten fallen durch ihren hemmungslosen Fahrstil auf, auch viele ältere Menschen kennen bei der Missachtung von Verkehrsregeln keine Grenzen.

Nicht nur in Hessen macht sich der Unmut gegenüber rabiate Radfahrer breit: In Saarbrücken hat sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) über ein gesteigertes „rowdyhaftes“
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Verhalten mancher Fahrradfahrer beklagt. Er appelliert auch andere Bundesländer zu einer härteren Vorgehensweise gegen ihr Fehlverhalten, denn bei den sogenannten „Kampfradlern“ dürfe sich keine „Ich-darf-das-Mentalität“ einschleichen. Ursache der Debatte war eine Umfrage der Dekra, die ergab, dass sich über drei Viertel der Befragten beschwerten, dass sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten würden. Mehr als die Hälfte der Befragten meinten aber auch, dass Autofahrer zu wenig Rücksicht auf Radfahrer nähmen.

Dabei gefährden die Pedalisten nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern insbesondere auch sich selbst: Einer Untersuchung des Auto Club Europas (ACE) aus dem Jahr 2010 zufolge, bei dem Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) ausgewertet wurden, sind Radfahrer deutlich häufiger von Unfällen betroffen als andere Verkehrsteilnehmer. Die Anzahl der mit dem Fahrrad Verunglückten habe in den letzten zwölf Jahren um fast zwölf Prozent zugenommen. Ungefähr 14 % aller Verletzten in Verkehrsunfällen seien Fahrradfahrer. 42 % der Unfälle geschehen durch eigenes Verschulden; häufigste Fehler sind falsche Straßenbenutzung, falsches Abbiegen und Vorfahrtsmissachtung. Während nur jeder 22. Pkw-Unfall mit Alkohol in Verbindung steht, war etwa jeder achte Radfahrer in einem Unfall mit Personenschaden alkoholisiert oder anderweitig berauscht. Bei Unfällen, die von Radfahrern selbst verursacht wurden, war mehr als jeder vierte Radfahrer alkoholisiert.

Bei der Frage, ob nun Fahrrad- oder Autofahrer rücksichtsloser sind, scheiden sich nach wie vor die Geister.

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Kommentare zum Beitrag

Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 23.04.2011 um 08:40 Uhr
Sicher kommt es auf die Sicht des Betrachters an.
Ich als Fahrradfahrerin fühle mich oft in Lebensgefahr. Es gibt Abschnitte in Gießen, da schieb ich lieber mein Rad.
Auto wie Radfahrer- es gibt solche und solche.
Jörg Jungbluth
5.133
Jörg Jungbluth aus Lollar schrieb am 23.04.2011 um 09:09 Uhr
Aber wie Hannah schon sagt, "SMS tippend oder mit dem I-Pod verstöpselt". Da kann ich ja gar nicht auf den Verkehr achten. Und ist verboten. Simsen oder telefonieren auf dem Fahrrad kostet 30 Euro und 1 Punkt.
Antje Amstein
6.003
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 23.04.2011 um 12:04 Uhr
Zum Glück haben wir die Fahrradstreife in Gießen, außerdem konnte ich beobachten das dass Ordnungsamt verstärkt die Fußgängerzonen kontrolliert, denn da ist Rad fahren ja verboten!
Wie Frau Appel schon gesagt hat es gibt solche und solche! Ein neuer breiter Fahrradstreifen in der Grünbergerstraße, bringt nichts wenn rücksichtslose Autofahrer darauf parken.
Und Fahrradfahrer die in eine Kreuzung fahren ohne auf den Verkehr zu achten, hoffen auch darauf das der Bremsweg nicht zu lang ist für den Motorisierten.
Gießen ist eine Stadt in der es schon mehrere Fahrverbote für alkoholisierte Fahrradfahrer gab.
http://www.viviano.de/ak/News-Kurios/fahrverbot-fuer-fahrradfahrer-44634.shtml

Ein Rücksichtsvolleres Miteinander ist besser als gegenseitiges Schuldzuweisen!
Nicole Kocaoglu Schmidt
723
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 23.04.2011 um 12:22 Uhr
Leider fallen immer nur die Negativbeispiele auf und bleiben in der Erinnerung. Hirnlose Grobiane gibt es nun mal überall.
Egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder auf Inlinern.
Mir ist aber völlig unverständlich, warum es für Fahrräder, ähnlich wie für Mofas nicht endlich ein Nummernschild eingeführt wird. Dann wäre es bedeutend leichter die Überltäter zu ermitteln.
Die Polizeifahrradstreife in Giessen finde ich auch eine tolle Sache.
Besonders, da diese sportlichen Herren, auch optisch eine deutliche Bereicherung für das Stadtbild sind.....................lach
Die Frauenwelt wird verstehen, was ich meine..............................................
Antje Amstein
6.003
Antje Amstein aus Gießen schrieb am 23.04.2011 um 14:18 Uhr
Christine, dass Ordnungsamt hat erst angefangen und im Neuen Weg kontrolliert. Aber wer weis, die sind ja auch bei den Behindertenparkplätzen nicht so genau.
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/49108/polizei-startet-schwerpunktprogramm-fuer-zielgruppe-fussgaenger-und-radfahrer/
Regina Appel
4.738
Regina Appel aus Gießen schrieb am 23.04.2011 um 19:59 Uhr
Autofahrer die telefonieren und laut Musik hören, rauchen usw. gibt es auch genug. Alle sollten sich an die Regeln halten, dann geht es auch gemeinsam.
Bernd Zeun
10.372
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 26.04.2011 um 01:03 Uhr
Der Beitrag ist mir zu stammtischparolenmäßig. Am Anfang eine verallgemeinernden Titelzeile, die dann allerdings doch wieder auf Einzelerscheinungen zurück genommen wird. Aussagen, die telepathische Fähigkeiten voraussetzen müssten (oder woher wissen Sie, Frau Pompalla, dass die Gedanken um private Belange kreisen?), Behauptungen, mit denen man nichts anfangen kann wie "wer nicht aufpasst, wird nicht selten in einen Verkehrsunfall verwickelt"; was heißt das denn, nicht selten? Oder: "Viele ältere Menschen kennen bei der Missachtung von Verkehrsregeln keine Grenze" Was heißt denn viele und was für eine Grenze ist denn noch akzeptabel?
Purer Unsinn: "etliche Radler rasen (!!!) SMS tippend" , das würde ich gern mal sehen, wie das gehen soll. Da der Uni-Campus ja eine Hochburg für Radlerrowdytum sein soll, hätten Sie ja mal ein Foto davon einstellen können, und sich nicht eines aus einer Bilddatenbank runter laden müssen.
Auch mit den genannten Zahlen kann ich so nichts anfangen. Die Aussage, dass die Zahl der verunglückten Radfahrer in 12 Jahren um 12% zugenommen habe nützt mir nichts, solange ich nicht weiß, wie sich die Zahl der Radfahrer in diesem Zeitraum verändert hat. Wenn diese nämlich um mehr als 12% zugenommen hätte, wäre die Zahl der Verunglückten nämlich relativ sogar zurück gegangen. Wenn 42% der Unfälle der Radfahrer auf eigenes Verschulden zurückgehen heißt das, das 58% aber auf Fremdverschulden zurückgehen! und weiter, dass nur ca. 6% aller bei Verkehrsunfällen Verletzten Radfahrer sind, die den Unfall auch verschuldet haben. Ob das aber auch ihrem Anteil am Verkehrsaufkommen entspricht oder nicht, kann nicht beurteilt werden, weil dazu keine Angaben gemacht werden. Kurz: der Beitrag ist leider in der Form unbrauchbar und überwiegend nur Polemik.
Peter Herold
26.300
Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.01.2013 um 14:52 Uhr
Ja auch mir fallen Radfahrer auf, aber nicht solche wie auf dem -zugegebenermaßen guten Foto- abgebildet.
Rennradfahrer sind m.E. disziplinierter in ihrem Auftreten.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Hannah Pompalla

von:  Hannah Pompalla

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Hannah Pompalla
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