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ACE: Auch Fahrgemeinschaften sind gesetzlich unfallversichert

Lich | Mehr als zwei Drittel aller Arbeitnehmer fahren mit dem eigenen Auto zur Arbeitsstelle. Im Schnitt liegt diese 22 Kilometer vom Wohnort entfernt. Fast alle klagen angesichts der hohen Benzinpreise und Materialkosten über ihre finanzielle Belastung. Um hier zu sparen, weist der ACE Auto Club
Europa im Kreis Gießen immer wieder darauf hin, dass sich Fahrgemeinschaften zum Arbeitsplatz immer mehr lohnen.
Aber auch aus Gründen des Umweltschutzes (Klimawandel, Lärm, Schadstoffemissionen usw.) popularisiert der ACE die Fahrgemeinschaften.
Doch was ist mit dem Versicherungsschutz, lautet nicht selten die ängstliche Frage. Sie ist, so der ACE-Kreisvorsitzende Peter Kirch, eindeutig geregelt: Unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen Fahrgemeinschaften, auch wenn der Fahrer von seinem unmittelbaren Arbeitsweg abweicht, weil er "mit anderen Berufstätigen oder Versicherten gemeinsam ein Fahrzeug benutzt" (§ 8 Abs 2, Nr. 2b Sozialge-
setzbuch VII). Dabei spiele es keine Rolle, ob die Mitfahrer unterschiedlichen Betrieben angehören.
Mitversichert sei auch der Weg zum Treffpunkt der gemeinsam Fahrenden. Das gelte auch dann, wenn sich durch die Fahrt zum Treffpunkt der eigentliche Weg zu Arbeit verlängert. Versichert - so das ACE-Mann - seien auch Umwege. Nach dem Sozialgesetzbuch VII, § 8 Abs. 2) hänge der Versicherungs-
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schutz der Teilnehmer einer Fahrgemeinschaft nicht von der Dimension des Umwegs ab. So seien auch längere Wartezeiten versichert. Das Bundessozialgericht hat dazu geurteilt, dass es in der Natur von Fahrgemeinschaften liege, dass dabei Warte-
zeiten aufträten. Die Wartezeit gehöre mit zum Heimweg der Fahrgemeinschaft: "Die Absicht, den Weg von der Arbeits-
stätte - teilweise - gemeinsam zurückzulegen, präge der Charakter der Wartezeit sowohl nach ihrer Art als auch nach ihrer Dauer". Die Wartezeit könne daher nicht zum privaten Bereich des Fahrers gerechnet werden und stehe deshalb unter dem Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung (Az. 2 RU 30/84).
Allerdings, darauf macht Peter Kirch ausdrücklich aufmerksam muss der Fahrtag auch der Arbeitstag sein. Konkret: Die Mitglieder einer Fahrgemeinschaft müssen, um unter den Schutz der Gesetzlichen Unfallversicherung zu fallen, zur Arbeit oder von der Arbeitsstätte nach Hause fahren.

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von:  Peter Kirch

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Interessensgebiet: Gießen
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