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God Jul mit Glögg - skandinavische Weihnachtseindrücke in Lich

Lich | Das Skandinavien-Bild vieler Deutschen ist geprägt durch den Auftritt eines großes schwedischen Möbelhauses und durch die wunderbaren Geschichten von Astrid Lindgren. Wer skandinavische Weihnachtsbräuche einmal ganz authentisch erleben wollte, der hatte am vergangenen Wochenende die Gelegenheit dazu. Erstmals präsentierte sich hier die schwedische Stadt Värnersborg auf dem Licher Weihnachtsmarkt. Neben Elchwurst, Räucherfisch und „beerigen Spezialitäten“ gab es auch skandinavisches Kunsthandwerk im Angebot. Bei traditionellem Glögg, einem Glühwein der mit Rosinen und geschälten Mandeln serviert wird, kamen die schwedischen Gäste und die deutschen Besucher sehr schnell miteinander ins Gespräch. Es wurde probiert, erzählt, gelacht und die herzliche Atmosphäre am Stand zog viele Besucher an. Dass es überhaupt zu dieser Begegnung gekommen ist, verdankt die Stadt der Privatinitiative des deutsch/schwedischen Ehepaares Jörg und Anna Lisa Friedmann. Beide leben in Lich, verbringen aber einen Teil des Jahres in der Stadt am Värnersee. Durch ihre Kontakte ist bereits ein Austausch der Musikschulen beider Städte zustande gekommen.
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Zum Weihnachtsmarkt erschienen Bürger der Stadt Värnersborg in Begleitung ihrer Bürgermeisterin, Astrid Björkman-Carlsson, die von ihrem Kollegen Bernd Klein im Rathaus begrüßt wurde. Ein sehr vielversprechender Kontakt, der nicht nur den Licher Weihnachtsmarkt bereicherte.

Wie beliebt die skandinavischen (Weihnachts-) symbole bei uns bereits sind, konnte man auch gleich am Nachbarstand beobachten. Die Grundschüler der Erich-Kästner-Schule verkauften hier ihre kunstvollen Bastelarbeiten. Im Angebot befanden sich unter anderem auch rot lackierte Elchfiguren aus Holz, die am späten Nachmittag bereits komplett ausverkauft waren.
Neben der skandinavischen Weihnachtswelt präsentierten sich in diesem Jahr auch wieder die Franzosen aus der Partnerstadt Dieulefit mit allerlei Köstlichkeiten.

Wer sich lieber bei deutscher Bratwurst in Vorweihnachtsstimmung versetzen wollte, fand auch hier ein reichhaltiges Angebot vor. Insgesamt 120 ortsansässige Gewerbetreibende und Vereine boten neben herzhaften, süßen und flüssigen Gaumenfreuden auch dekoratives Kunsthandwerk, Adventsschmuck, Töpferware oder Kleinmöbel an. Bei stimmungsvoller Beleuchtung wurde der Andrang in den romantischen Altstadtgassen gegen Nachmittag besonders groß. Ein sehr abwechslungsreiches Konzertprogramm am Rathaus ließ die Besucher immer wieder inne halten und sorgte so auch für besinnliche Momente im allgemeinen Vorweihnachts-Trubel.

Bei aller Freude und Geselligkeit gab es auch kritische Äußerungen über die Ausgestaltung der Stände, verbunden mit dem Wunsch, dass die Stadt einheitliche Holzbuden zur Verfügung stellt. Auch das nicht immer sehr weihnachtliche Angebot einiger Standbetreiber wurde bemängelt.
Das Problem ist bekannt und der Licher Gewerbeverein als Veranstalter ist bemüht, die Qualitätsfrage positiv zu beeinflussen. Wie der Vorsitzende Herr Schaefer berichtete, gab es vor einigen Jahren noch über 200 Stände. Die engere Auslegung der Qualitätskriterien führte dazu, dass sich die Anzahl der Stände zugunsten eines höheren Niveaus in den letzten Jahren bereits reduziert hat.

Sicherlich eine sehr lobenswerte Entwicklung, denn der historische Stadtkern mit seinen schmucken Fachwerkfassaden und dem Schloss bietet geradezu die ideale Kulisse für einen romantischen Weihnachtsmarkt. Ein qualitativ hochwertiges Angebot unterstützt dabei die Profilierung in der Region. Denn bei aller Nostalgie – Weihnachten ist eben auch ein Geschäft und die Städte stehen mit ihren Märkten untereinander im Wettbewerb. Na denn „god jul“ (Frohe Weihnachten), wie der Schwede sagt.

 
 
 

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