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Kann eine Wohnungskatze glücklich sein? TierfreundLich gibt Ratschläge zur Haltung von Wohnungskatzen

von Ilona Kreilingam 03.12.20085497 mal gelesen1 Kommentar
Lich | Viele Katzenbesitzer fragen sich, ob es richtig ist, die Katze ausschließlich in der Wohnung bzw. im Haus zu halten. Bei diesem Thema gibt es sehr unterschiedliche Meinungen, auch bei Tierschutzorganisaitonen. Die einen vermitteln Katzen nur für reine Wohnungshaltung, andere nur als Freigänger.
In der heutigen Zeit ist es allerdings häufig die bessere Lösung, die Katze als "reine Wohnungskatze" zu halten. Denn oft ist nicht nur der Tod eines "Freigängers" durch einen Verkehrsunfall oder Gift zu beklagen, sondern auch das pötzliche Verschwinden des geliebten Tieres. Es ist bekannt, dass Tausende von Katzen jedes Jahr spurlos verschwinden. Davon werden bundesweit viele durch Tierfänger eingefangen und wandern vermutlich in die Fellverarbeitung. Vor all diesen schrecklichen Dingen brauchen Wohnungskatzenbesitzer keine Angst zu haben.
Katzenliebhaber, die in der Innenstadt wohnen, an einer stark befahrenen Durchgangsstraße oder im oberen Stockwerk eines Mietshauses müssen keinesfalls auf die Gesellschaft eines Stubentigers verzichten. Doch was ist bei der Haltung von Wohnungskatzen zu beachten, was brauchen sie zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse?
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Eine der wichtigsten Dinge ist, dass eine Katze - idealerweise von klein an - nur drin gehalten wird und/oder noch nie nach draußen durfte. Denn was ein richtiger Freigänger ist, der es liebt, draußen die Umgebung zu erkunden, ist selten mit reiner Wohnungshaltung zufrieden. Menschen, die es trotzdem versuchen, erleben dann, dass die Katze anfängt Verhaltensstörungen zu zeigen, wie Unsauberkeit oder Zerstörungswut. Sie protestiert damit gegen ihre Lebensumstände, die ihr nicht zusagen und ihre nicht erfüllten Bedürfnisse.
Die meisten Wohnungskatzen sind jedoch sehr zurfrieden mit ihrem Leben. Daraus kann man schließen, dass es möglich ist, alle Bedürfnisse innerhalb einer Wohnung zu erfüllen.
Wohnungskatzen kompensieren den Mangel an Anregungen durch Freigang dadurch, dass sie vermehrt den Kontakt zu ihrem Menschen und/oder anderen Katzen im Haushalt suchen. Also muß man entweder viel Zeit mit der Katze verbringen, Spielen und Schmusen, oder noch besser, man hält zwei oder mehrere Katzen, die sich mögen und sich miteinander beschäftigen können, wenn der Zweibeiner nicht zu Hause ist oder keine Zeit hat.
Wohnungskatzen brauchen viel Beschäftigung, wechselnde Spielsachen, ab und zu ein mitgebrachter Karton, der sowohl als Versteck als auch zum Kratzen und zur Bearbeitung mit den Zähnen dient, sind äußerst beliebt.
Es sollte keine Tabuzonnen in der Wohnung geben, d.h. möglichst alle Räume sollten zugänglich sein, denn es nutzt nichts wenn eine große Wohnung oder ein Haus zur Verfügung steht, und die Katze darf sich nur in einem begrenzten Raum, wie Küche oder Flur aufhalten.
Jede Katze braucht aber auch Rückzugsmöglichkeiten, wenn sie mal weder die Gesellschaft ihres Menschen noch ihres Artgenossen sucht oder wenn Besuch kommt. Verstecke auf Schränken oder Liegemöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen sind dafür ideal, ebenso ein Kratzbaum mit Höhlen und Schlafmulden, der gleichzeitig dazu dient, die Katze möglichst von Möbeln und Gardinen fern zu halten, wenn sie ihre Krallen wetzen möchte.
Ein Haus oder eine Wohung katzengerecht zu gestalten, ist heutzutage kein Problem. In Kaufhäusern, Spezialversandhäusern und Fachgeschäften findet der Katzenhalter alles Notwendige.
Weiterhin sollte pro Katze eine Toilette zur Verfügung stehen und Katzengras um verschluckte Haase auszuwürgen. Bei Zimmerpflanzen ist Vorsicht geboten, dass sie nicht giftig sind, wie z.B. Wolfsmilchgewächse. Auch an eine Absicherung von gekippten Festern ist zu denken, da Katzen oft Opfer von Unfällen mit solchen Fenstern werden.
Das Beobachten des Lebens um sie herum - drinnen und draußen - ist für jede Katze die mit Abstand wichtigste Beschäftigung. Dafür ist ein Fensterplatz oder ein erhöhter "Spähplatz" ideal. Sollte ein Balkon vorhanden sein, kann der katzensicher ausgerüstet und mit Liegeplätzen versehen werden, auf denen sich die Katze in der Sonne räkeln und frische Luft schnuppern kann. So wird auch eine reine Wohnungskatze glücklich sein und nichts vermissen!
Weitere Ratschläge rund um die Katze erhalten Sie unter Tel. 0641/9605406, 06408/62590, 06404/64637.

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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.454
Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.03.2009 um 16:40 Uhr
In meiner Jugend hatten wir eine Katze die wurde 15 Jahre alt und war sicher glücklich. Sie war Bestandteil der Familie. Ihr Lebensraum war die große Wohnküche wo sie entweder auf dem Sofa lag oder von oben auf dem Küchenschrank alles beobachtete. In einer kleinen Zwischenkammer zum Bad, war unten ihre Toilette und oben auf einem Gestell ihr Schlafkorb.
Die Tür aus der Küche raus in die Wohnung war mit einem Knauf statt Klinke versehen, denn sie verstand es Türen zu öffnen.
Nach meinem Empfinden war sie glücklich.
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